Kategorie: Buchvorstellung

  • Thriller-Lesung im Kulturtreff

    Thriller-Lesung im Kulturtreff

    Am 24.01. war ich bei einer Lesung im Kulturtreff Plantage. Dies ist mein Bericht dazu mit einer kleinen Autoren- und Buchvorstellung.

    Ein runder Tisch steht auf einer Bühne vor einem Aufsteller mit einem Foto des Autors.
    Link zur Autorenseite

    Der Autor:

    Dr. med. Thorsten Sueße, geboren 1959, verheiratet, zwei erwachsene Söhne, wohnt mit seiner Frau im Umland von Hannover.

    Seit vielen Jahren schreibt er Kriminalromane, in denen er großen Wert auf die anschauliche Darstellung des psychologischen Täterprofils legt – und das nicht ohne Grund.

    Thorsten Sueße weiß, worüber er schreibt. Er ist – genauso wie seine Romanfigur Dr. Mark Seifert – Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, leitet den Sozialpsychiatrischen Dienst der Region Hannover und hat früher Personen wegen begangener Gewalttaten auf ihre Schuldfähigkeit begutachtet. Bei der Darstellung der Handlung seiner Kriminalromane orientiert er sich an seinem eigenen Arbeitsalltag, der durch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover geprägt ist.

    Weitere Informationen findet Ihr auf der Autorenwebseite: Über Thorsten Sueße

    Das Buch:

    • Titel: Atemlos in Hannover
    • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage , Hameln
    • Erschienen: September 2021
    • ISBN: 978-3-8271-9384-1
    • 496 Seiten, Klappenbroschur

    Klappentext:

    Psychothriller

    Im Alltag erscheint er unauffällig, aber er ist voller Wut, die ihn zum Mörder macht. Immer wieder …

    Eine Frau wird von einem unbekannten Täter beim Geocaching in Hannover getötet. Es ist der erste Mordfall für Kriminaloberkommissar Raffael Störtebecker nach dessen Versetzung von Hamburg in die niedersächsische Landeshauptstadt.
    Der Täter verhält sich außergewöhnlich. Er beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei, indem er der Mordkommission irritierende Nachrichten sowie Fotos und Videos seiner getöteten Opfer zusendet. Und er kündigt sogar das Datum seines nächsten Mordes an, lässt die Polizei aber im Unklaren, wer das zukünftige Opfer sein wird.
    Die eiskalt ermordeten Frauen standen in keiner erkennbaren Verbindung zueinander. Aber es muss einen roten Faden geben! Der Leiter der Mordkommission schaltet den Psychiater Dr. Mark Seifert ein, um von ihm mögliche Hinweise auf das Tatmotiv des Killers zu erhalten.
    Die Polizei steht massiv unter Zeitdruck, wenn sie den nächsten angekündigten Mord noch verhindern will …

    Link zu den Büchern des Autors

    Einige Worte zur Lesung:

    Kürzlich war ich mit einigen Frauen aus dem Lesekreis bei einer Lesung von Dr. Thorsten Sueße im Kulturtreff Plantage.

    Wir saßen in der ersten Reihe, so dass wir einen perfekten Blick auf die Mimik und Gestik des Autors während der Lesung und der kurzen Fragerunde am Ende hatten. Er hat beim Lesen fast schon die Handlung dargestellt, so dass er einmal bei einer ausladenden Geste fast die Stehlampe neben sich umgestoßen hätte. Man hat gemerkt, dass er eine Zeitlang in einer Schauspielschule war.

    Ziemlich zu Beginn des Textes, den der Autor gelesen hat, schreit einer der Protagonisten laut. Dies hat der Autor nicht nur gelesen, er hat richtig geschrien. Wer eventuell Gefahr lief, ein wenig einzudösen, war nach diesen Sekunden sicherlich hellwach. Alle im Saal sind einmal kollektiv zusammen gezuckt. Das war ein großes Vergnügen.

    Was mir noch gefallen hat

    Ich mag es ja, wenn Autoren bei Lesungen den Text nicht nur einfach „runter lesen“, sondern auch die Gefühle und Gedanken ihrer Protagonisten transportieren können. So ist man als Zuhörer gleich noch mehr gefesselt.

    Um einen guten Einblick in das Buch zu bekommen, wurden verschiedene Stellen des Buches, in nicht chronologischer Reihenfolge, gelesen. So begegnet der geneigte Zuhörer wohl ziemlich allen Hauptprotagonisten und erhält einen guten Querschnitt der Geschichte. Allerdings erfährt man natürlich nicht, wer der gesuchte Mörder ist. Ich habe versucht, es zu erraten, aber um die Lösung zu erfahren, werde ich das Buch wohl selbst erstmal komplett lesen müssen. Das hat Dr. Sueße wirklich geschickt gemacht. Sicher nicht schwer zu erraten, dass meine Neugier geweckt wurde.

    In der kurzen Pause zwischen den beiden etwa halbstündigen Leseabschnitten habe ich mir auch direkt zwei der Bücher gekauft. Das an dem Abend gelesene ist der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um den Kriminalkommissar Raffael Störtebecker und seine Kollegen, in der aber der Bezug zu den vier Vorgängebänden durch das Auftreten bereits bekannter Protagonisten gegeben ist.

    Daher kaufte ich mir auch den ersten Band der Vorgängerreihe: „Toter Lehrer, guter Lehrer“, der die Erlebnisse von Dr. Mark Seifert schildert. Hier sind viele Erfahrungen des Autors in die Figur des Psychiaters und kriminalpsychiatrischen Gutachters eingeflossen. Das weckt auch mein Interesse an den Büchern, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können.

    Was noch?

    Die Bücher spielen hauptsächlich in und um Hannover, so dass ich mich schon darauf freue, beim Lesen ganz viele bekannte Orte der Stadt wieder zu erkennen.

    Ich werde berichten.

    Fazit

    Ich kann Euch nur wärmstens empfehlen, zu einer Lesung von Dr. Sueße zu gehen, wenn Ihr mal die Gelegenheit dazu habt. Es war ein gelungener Abend mit vielen interessanten Eindrücken.

    Visuelles

    Jetzt zeige ich Euch noch ein paar Bilder, die ich während der Lesung mit meinem Handy gemacht habe.

    Link zur Veranstaltungsseite des Autors

    Meine signierten Bücher:

  • eulige Oktoberchallenge – mein Buchgewinn

    eulige Oktoberchallenge – mein Buchgewinn

    Ich hatte Euch ja schon von der Challenge bei Instagram erzählt, die die Berlinerbucheule aka Maggie durchgeführt hat und bei der es ein Buch zu gewinnen gab.

    Den Beitrag könnt Ihr hier nachlesen.

    Selbstverständlich nehme ich bei solchen Aktionen nicht nur teil, weil es etwas zu gewinnen gibt, sondern auch, weil der Spaß an der Sache im Vordergrund steht.

    Aber trotzdem habe ich mich total gefreut, als Maggie mich ausgelost hat und ich ihr drei Bücher zur Auswahl nennen konnte, aus der sie mir dann eines der Bücher geschickt hat.

    Dieses eine Buch möchte ich Euch heute vorstellen.

    Meine Auswahl:

    • Und dann kam die Liebe von Clara Simon
    • Bilder aus England und Schottland von Theodor Fontane
    • Der Zorn des Meeres von Bram Stoker

    Es ist mir sehr schwer gefallen, mich überhaupt für drei Bücher zu entscheiden, bzw. mich auf drei zu beschränken. Die Liste hätte noch viel länger sein können.

    Mein Buchgewinn:

    Und dann hat Maggie die Entscheidung für mich gefällt – vielen Dank dafür! – und mir dieses Buch von meiner Liste zugeschickt:

    Buchgewinn euligeOktoberchallenge:
Ein Buch mit Goodies: eine Tüte Weingummi, ein Päckchen Taschentücher, eine Postkarte und ein Button
    Link zum Verlag

    Ich habe mich auch sehr über die Goodies in dem Päckchen gefreut, besonders über den Button von der Berliner Bucheule! Er wohnt jetzt bereits an meinem Lieblingsrucksack.

    Infos:

    • Original: The Watter’s Mou’
    • Taschenbuch
    • 176 Seiten
    • ISBN: 978-3-0369-6127-9
    • 9. September 2021

    Worum geht es in dem Buch?

    Klappentext:

    Maggie lebt an der schottischen Küste, eine unwirtliche Gegend der schroffen Felsen und des brausenden Meeres, aber auch der atemberaubenden Schönheit. Als ihr Verlobter William, Bootsführer der Küstenwache, von der Ankunft von Schmuggelware erfährt, steht sie vor einem Dilemma: Ausgerechnet ihr hoch verschuldeter Vater ist in dieses Verbrechen verwickelt, und seine Festnahme hätte schreckliche Folgen. In einer stürmischen Nacht wagt Maggi, hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu William und der zu ihrem Vater, einen gefährlichen Versuch, um beide zu schützen.

    Buchgewinn euligeOktoberchallenge:
eine beschriftete Postkarte und der Klappentext auf dem Buch
    Und wie passend ist es bitte, dass die Protagonistin Maggie heißt!

    Meine Meinung zum Buch:

    Das Buch hat auch nicht lange auf meinem SuB gelegen. Ich habe es bereits gelesen. Da ich gerade den Roman über Mary Shelley gelesen hatte, wollte ich direkt wieder in diese Welt eintauchen.

    Der Schreibstil ist sehr gut lesbar, trotz des schon hohen Alters der Geschichte. Die hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Handlung fliegt nur so dahin, als würde der Sturm sie voran treiben. Das Buch ist atmosphärisch, spannend, unglaublich fesselnd und berührend.

    Die Heldin der Geschichte ist eine unfassbar tapfere und starke Frau, die keine Gefahr für ihre Familie scheut und für ihre große Liebe alles riskiert.

    Wenn Euch dies noch nicht dazu bringt, das Buch zu lesen, dann vielleicht der Handlungsort, ein Fischerdorf an der sturmumtosten schottischen Küste, die Bram Stoker mehrmals besucht hat und die ihn sehr zu seinen Geschichten inspirierte. Das Schloss, das er dort besuchte, hat ihn auch zu Draculas Schloss inspiriert.

    Diese und weitere interessante Informationen erfährt man im Nachwort.

    Ich kann diese Lektüre nur empfehlen!

    Buchgewinn euligeOktoberchallenge, maritim dekoriert.
    Buchgewinn euligeOktoberchallenge, maritim dekoriert. Klappentext ist zu sehen.
  • Besuch einer Lesung

    Besuch einer Lesung

    Letzte Woche war ich bei einer Lesung, die mit einer Diskussion über die Themen Schwestern und ihre Beziehungen zueinander verbunden war.

    Ich möchte Euch ein wenig davon berichten.

    Zunächst einmal zu den Büchern, die man auch vor Ort kaufen und anschließend von den jeweiligen Autorinnen signieren lassen konnte.

    Triskele

    • Autorin: Miku Sophie Kühmel
    • Verlag: S. FISCHER
    • Roman
    • Erscheinungstermin: 10.08.2022
    • 272 Seiten, gebunden
    • ISBN: 978-3-10-397111-8

    Klappentext:

    Drei Schwestern treffen sich in der Wohnung der Mutter. Die zielstrebige Mercedes ist 48, die flatterhafte Mira ist 32, und Matea, die noch zuhause lebt, ist 16. Ihre Mutter Mone hat sich das Leben genommen und nur wenig hinterlassen: alten Schmuck, die Katze Muriel und einen Brief. Als drei Kinder aus drei Generationen sind sie mit der gleichen Frau aufgewachsen, aber nicht gemeinsam. Wer war Mone für jede einzelne von ihnen? Und was teilen die drei, wenn schon keine Erinnerungen? Matea, verschlossen und in sich gekehrt, muss sich bei ihrer ältesten Schwester in Berlin einleben und verbringt ihre Tage online. Mercedes vergisst manchmal, dass plötzlich ein Teenager bei ihr wohnt, und Mira fühlt sich, wie immer, überflüssig. 

    »Triskele« ist ein verträumter und raubeiniger Roman über Schwesternschaft und über den Zusammenhalt zwischen Frauen in fordernden Zeiten.

    Die Autorin sitzt an einem runden Tisch und signiert ihr Buch. Weitere Bücher liegen auf dem Tisch.
    Link zum Buch

    Schwesternbande

    Wie lebendige Schwestern-Beziehungen gelingen

    • Autorinnen: Cordula und Barbara Ziebell
    • Verlag: Knaur HC
    • Ratgeber
    • Erscheinungstermin: 01.10.2021
    • 240 Seiten, Paperback
    • ISBN: 978-3-426-21497-8

    Klappentext:

    Beziehungen zu Schwestern prägen uns ein Leben lang – auch wenn kein Kontakt mehr besteht, wirkt das innere Band unterbewusst weiter. Oft sind Schwestern die besten Freundinnen und intimsten Vertrauten. Ihre Beziehungen können durch große emotionale Nähe, Solidarität und Freude gekennzeichnet sein, aber auch durch Neid, Rivalität und Kontaktabbrüche. Geschwisterliche Erfahrungen und Prägungen begleiten uns überall: in Paar-Beziehungen, in Freundschaften, im Berufsleben.

    Die Schwestern Cordula und Barbara Ziebell sind in Beratung, Coaching und Therapie erfahren. Sie zeigen uns mit diesem Ratgeber, wie lebendige Schwestern-Beziehungen gelingen können. Durch Fallbeispiele und praktische Übungen decken sie typische Beziehungs-Muster unter Schwestern auf und helfen uns, unsere Schwestern-Dynamiken besser zu verstehen, Konflikte zu lösen sowie neue Perspektiven zu finden. Zu einem versöhnlicheren Umgang unter Geschwistern beizutragen, ist den beiden Schwestern eine Herzensangelegenheit!

    »Wenige Beziehungen sind so intensiv und vielschichtig wie die von Schwestern.«
    Cordula und Barbara Ziebell

    Link zur Seite der Autorinnen

    Die Autorin sitzt an einem runden Tisch und signiert ihr Buch.
    Link zum Buch

    Nun noch ein paar Worte zu meinen Eindrücken:

    Vor ein paar Wochen bekam ich das Buch von Miku Sophie Kühmel in einer Schmökerbox. Das Thema der Box war (un)gleich und die Beschreibung klang so gut, dass ich mir die Box bestellt habe.

    Als ich das Buch dann in den Händen hielt, las ich auf der Seite vom Literaturhaus Hannover über die Lesung unter dem Thema Resonanzen, so dass ich das Buch direkt gelesen habe und beschloss, die Veranstaltung zu besuchen.

    Begleittext zur Veranstaltung:

    Donnerstag, 8.9.2022 / 19.30 Uhr

    RESONANZEN

    RESONANZEN „GESCHWISTER“mit Miku Sophie Kühmel und Cordula Ziebell

    MODERATION: MARTINA SULNER

    Miku Sophie Kühmel 
© Andreas Labes
    Miku Sophie Kühmel© Andreas Labes
    Cordula Ziebell
© privat
    Cordula Ziebell© privat

    Es ist oft die längste Beziehung des Lebens und selbst, wer keine Geschwister hat, kann diese vermissen. Kein Wunder: Schon die Literatur zeugt nicht erst seit Grimms Brüderchen und Schwesterchen von zahlreichen Geschichten inniger Geschwisterbeziehung. Und doch sind diese Stoffe selten harmlos, während die Geschwisterbeziehung in Forschung oder Psychologie bisher weitgehend als solches galt.

    Aber das hat sich geändert: Neue Sichtweisen, neue Geschichten entstehen. Miku Sophie Kühmel erzählt in Triskele so eine Geschichte: ein verträumter wie raubeiniger Roman, der womöglich genau durch diesen Widerspruch ins Schwarze trifft. Mones Töchter erben von ihr nur alten Schmuck, die Katze Muriel und einen Brief. Die drei Schwestern aus drei Generationen sind nicht gemeinsam aufgewachsen. Wer war Mone für jede von ihnen? Und was teilen die drei, wenn schon keine Erinnerungen?

    Von Mädchen wird allgemein erwartet, besonders harmonisch verschwistert zu sein. Rivalität unter Jungen gilt schon eher als normal und doch ist die Brüderlichkeit das Synonym für unverbrüchliche Treue. Wie das lebenswirklich aussieht, weiß Cordula Ziebell, die sich als Coach zusammen mit ihrer Schwester  auf Arbeit an Geschwisterbeziehungen spezialisiert hat.

    Martina Sulner spricht mit beiden über künstlerische, historische und psychologische Aspekte der Geschwisterschaft.

    (Link zur Quelle)

    Meine Eindrücke:

    Die Veranstaltungen vom Literaturhaus finden in der Regel im Künstlerhaus statt, das ich schon als Kind sehr gerne besuchte. Besonders die beiden liegenden Löwen vor dem Eingang seitlich der Treppen haben es mir damals angetan. So finde ich das Gebäude heute noch äußerst ansprechend und sehr fotogen.

    Man sieht die Front eines Hauses mit braunen Klinkersteinen. Zum Eingang des Hauses führt eine breite Treppe, die rechts und links von einem liegenden Löwen flankiert wird.
Es ist dunkel und einige der hohen Fenster sind erleuchtet.
    Eingangsportal des Künstlerhauses im Dunkeln
    Das gleiche Gebäude wie vorher, nur bei Tag und nicht die komplette Front im Bild zu sehen.
Vor dem Gebäude hängt ein großer Kronleuchter über der Straße.
Über den Eingangsportalen steht: Künstlerhaus der Stadt Hannover
    Künstlerhaus der Stadt Hannover

    Ich war einige Minuten vor Einlassbeginn vor Ort und konnte einige Fotos machen.

    Im Vordergrund das Buch Triskele, Im Hintergrund das Gebäude.
    Buch im Vordergrund

    Sobald ich meine Eintrittskarte gekauft hatte und den Lesesaal betreten konnte, stand ich auch schon vor einem Tisch mit den Büchern der geladenen Autorinnen des Abends. Triskele konnte ich ja bereits mein Eigen nennen, aber den Vorgängerroman hatte ich noch nicht und konnte ihn dort als Taschenbuch erwerben.

    Ebenfalls kaufte ich das Buch Schwesternbande von den Schwestern Ziebell.

    Alle drei Bücher lies ich später signieren.

    Der Beginn des Abends

    Nachdem alle ihre Plätze eingenommen hatten, konnte es nach einer kurzen Wartezeit losgehen. Zunächst wurden die Teilnehmenden Sprecherinnen kurz vorgestellt und dann eröffnete auch schon Martina Sulner als Moderatorin des Abends die Gesprächsrunde.

    Zwischendurch wurde aus den beiden genannten Büchern einige Abschnitte vorgelesen, was wiederum zu weiteren Gesprächsansätzen führte. Es war ein sehr kurzweiliger und informativer Abend, der mich zum Nachdenken angeregt hat.

    Als ältere von zwei Schwestern konnte ich so viele angesprochene Aspekte nachvollziehen, aber auch neue Denkansätze mitnehmen, wenn es zum Beispiel darum geht, dass Schwestern ihre Eltern in unterschiedlichen Lebensphasen kennen (lernen) und vieles zwar gleichzeitig erleben, aber völlig anders wahrnehmen.

    Auch wurde mein Blick auf die unterschiedlichen Geschwister-Konstellationen, die ich in meiner Familie erleben kann, nochmal neu geöffnet.

    Die Schwestern Ziebell bieten Workshops vor allem für Schwestern an, um ihnen zu helfen, ihre Beziehungen zueinander zu verbessern. In dem Gespräch wurde auch erwähnt, dass es manchmal einfach nicht klappt und es für alle beteiligten ein zwar schmerzvoller, aber gangbarer Ausweg ist, die Beziehung zueinander abzubrechen oder auf ein Minimum zu reduzieren.

    Auch die Rollenvorstellungen und Erwartungen der Gesellschaft an Geschwister waren ein Thema in diesem Gespräch. Als Schwester oder Bruder sollte man diese ebenso reflektieren und sich bewusst machen, wie die Erfahrungen mit Menschen außerhalb des Geschwisterkreises. Das alles prägt die Beziehungen und das Verhalten von Geschwistern.

    Auch Miku Sophie Kühmel ist eine Schwester und konnte bei ihrem Roman aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen. Der Roman ist nicht autobiographisch, aber einige Aspekte aus ihrem Leben als jüngste Schwester hat sie in ihre Figuren einfließen lassen, wie sie im Gespräch sagte.

    Überhaupt gefielen mir beide Autorinnen in dem Gespräch, wobei Frau Kühmel ein wenig lebhafter vorlas als Frau Ziebell, was aber sicherlich auch der Natur der Sache geschuldet sein mag. Aber der Text, den Frau Ziebell vorlas, machte mir Lust darauf, das Buch bald zu lesen und auch im Familienkreis darüber zu sprechen.

    Wer selbst Geschwister hat, sollte definitiv einen Blick auf die oben genannten Bücher werfen und sich vielleicht mit dem Thema eingehender beschäftigen.

    Mir hat der wirklich interessante Abend sehr gefallen.

  • Bloggerteam-Ankündigung und Buchvorstellung

    Bloggerteam-Ankündigung und Buchvorstellung

    Eine kleine Vorgeschichte

    Ich bin ja hier nicht so aktiv, wie ich es sein könnte, wenn ich ein wenig fleißiger wäre.. Dafür bin ich bei Instagram mehr unterwegs, was mir den glücklichen Umstand eingebracht hat, neu in ein Bloggerteam aufgenommen zu werden.

    Vor kurzem hat Charlotte Charonne auf ihrem Instagramkanal eine Blogger-Suche veröffentlicht und ich habe ganz zaghaft meinen Hut in den Ring geworfen. Und ich habe tatsächlich die Ehre, als Teil des Bloggerteams das nächste Buch exklusiv für Euch lesen und rezensieren zu dürfen!

    Charlotte Charonne

    schwarz-weiß Bild der Autorin, die den Betrachter anlächelt
    Zur Homepage

    Jetzt aber erst mal ein paar Fakten zur Autorin, die ihr natürlich auch in ausführlicherer Form auf ihrer Webseite nachlesen könnt:

    Geboren wurde Charlotte Charonne in Köln. Sie hat drei Kinder und ist ihrem Mann schon in verschiedene asiatische Länder gefolgt und hat dort mit ihrer Familie einige Jahre gelebt.

    Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre arbeitete sie zunächst für mehrere internationale Werbeagenturen. Nach dem Umzug mit ihrer Familie nach Thailand studierte sie per Fernstudium das lyrische Schreiben.

    die Autorin steht seitlich, das Gesicht dem Betrachter zugewandt

    Als die Familie dann nach Shanghai gezogen war, entstand der Roman Hinter dem Lächeln, der ihre Eindrücke über Thailand aus der weiblichen Sicht spiegelt.

    Außerdem sind auch bereits einige Gedichte, Kurzgeschichten und weitere Romane erschienen.

    Über den Thriller Asklepios findet ihr bei Mo eine lesenswerte Rezension.

    Heute lebt die Familie wieder in Köln.

    Charlotte Charonne ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern.

    Über Drachenkönigin

    Jetzt möchte ich Euch noch das Buch vorstellen, weswegen ich gerade hier den Text schreibe.

    Herausgeber: Lindwurm Verlag; Originalausgabe Edition (16. Mai 2022)
    Taschenbuch: ‎ 350 Seiten
    Preis: Taschenbuch 16,- Euro, E-Book 9,99 Euro

    Klappentext:

    Seit Jades Vater bei einer Expedition in China auf der Suche nach den letzten Drachen verschwunden ist, trainiert sie täglich, um ihr Kung-Fu zu verbessern.
    Als ihr Großvater sie bittet, ins Reich der Mitte zu reisen, um die Mission zu vollenden, lehnt sie zunächst ab. Sie hält nichts von Aberglauben und ist überzeugt, dass ihr Vater nur untergetaucht ist. Aber als Schläger ihren Großvater bedrohen, begibt sie sich dennoch auf die gefährliche Reise.
    In Shanghai gerät Jade in einen Strudel aus dunklen Machenschaften. Kinder verschwinden, Jade wird gejagt. Wird es ihr gelingen, die Drachenstatuen zum Leben zu erwecken und die Kinder zu retten?

    Das Buchcover ist in dunklen Farben gehalten, rote und hellere Dekoelemente sind über dem goldenen Buchtitel angeordnet.
    Link zum Buch

    Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch und hoffe, es bald in den Händen zu halten. Mein Plan ist, es mit in den Urlaub zu nehmen und eine kleine „Foto-Love-Story“ damit zu erstellen. Lasst Euch überraschen und folgt mir gerne auf Instagram für coole Storys. (Eigenwerbung btw)

    Ist das Buch auch etwas für euch? Macht euch der Klappentext neugierig auf den Inhalt? Habt ihr es vielleicht sogar schon vorbestellt? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

    PS: May the 4th be with you.

  • Buddy-Read: Der Buchspazierer

    Buddy-Read: Der Buchspazierer

    Infos:

    • Pendo Verlag
    • Autor: Carsten Henn
    • Hardcover mit Schutzumschlag
    • 224 Seiten
    • ISBN: 978-3-86612-477-6
    • Erschienen: 02.11.2020

    Klappentext:

    „Das geschriebene Wort wird immer bleiben, weil es Dinge gibt, die auf keine Art besser ausgedrückt werden können.“

    Mit „Der Buchspazierer“ präsentiert der renommierte Autor Carsten Henn eine gefühlvolle Geschichte darüber, was Menschen verbindet und Bücher so wunderbar macht.   

    Es sind besondere Kunden, denen der Buchhändler Carl Christian Kollhoff ihre bestellten Bücher nach Hause bringt, abends nach Geschäftsschluss, auf seinem Spaziergang durch die pittoresken Gassen der Stadt. Denn diese Menschen sind für ihn fast wie Freunde, und er ist ihre wichtigste Verbindung zur Welt. Als Kollhoff überraschend seine Anstellung verliert, bedarf es der Macht der Bücher und eines neunjährigen Mädchens, damit sie alle, auch Kollhoff selbst, den Mut finden, aufeinander zuzugehen …  

    „Ein Buch zum Einkuscheln, ein Buch das wärmt und Zuversicht spendet. Genau das Richtige für alle, die wissen, wie wichtig ein gutes Buch sein kann.“ 

    BRIGITTE
    Das Buch liegt auf einem Tisch mit Mosaik-Tischplatte. Um das Buch sind dekorativ bemalte Steine platziert.
    Link zum Buch

    Zum Buddy-Read:

    Ich habe das Buch schon seit längerem auf meiner „zu-lesen-Liste“ gehabt und mir dann vor kurzem gebraucht gekauft. Das Buch hat ein wenig gelitten, die Schrift auf dem Umschlag ist teilweise verblichen (das könnte vom Verlag aber so beabsichtigt sein) und der Umschlag ist etwas verdreckt.

    Dadurch sieht das Buch zwar nicht mehr so schön aus, aber solange der Inhalt vollständig und lesbar ist, kann ich darüber hinweg sehen.

    Als Mo in meiner Instagram-Story gesehen hat, dass das Buch bei mir eingezogen ist, hat sie gefragt, ob wir das Buch nicht gemeinsam im Buddy-Read lesen wollen. Natürlich habe ich ja gesagt, denn ich tausche mich gerne mit anderen über Bücher aus. (Surprise!)

    Mo erklärt Euch unter diesem Link, was eigentlich ein Buddy-Read ist.

    Wir haben uns dann für April diesen Buddy-Read vorgeplant und am 19. April ging es los! Mo war so lieb, das Buch in Abschnitte einzuteilen:

    • Abschnitt 1: Kapitel 1 + 2 (S. 7 – 65)
    • Abschnitt 2: Kapitel 3 + 4 (S. 66 – 124)
    • Abschnitt 3: Kapitel 5 (S. 125 – 152)
    • Abschnitt 4: Kapitel 6 (S. 153 – 190)
    • Abschnitt 5: Kapitel 7 (S. 191 – 222)

    Die ersten beiden Abschnitte waren etwas länger als die übrigen Abschnitte und somit ergaben sie zusammen knapp die Hälfte des ganzen Buches. Aber das war in Ordnung. Jede hat diese Abschnitte über den Tag verteilt in ihrem eigenen Tempo gelesen und wir haben uns dann (meistens abends) über den Instagram-Messenger ausgetauscht. Unsere Meinungen waren sich ziemlich ähnlich, denke ich.

    Die Rezension von Mo findet Ihr unter diesem Link.

    Atlas literarischer Orte, Der Buchspazierer, Die souveräne Leserin, ein kleines rotes Notizbuch auf dem ein Kugelschreiber liegt, liegen auf einem blauen Sofa, auf dem ein Kissen mit Quiltbezug liegt.
    Eine kleine Büchercollage

    Meine Meinung:

    Zu Beginn war ich etwas befremdet, da der Autor nur so mit Metaphern um sich wirft. Das lässt im Laufe der Geschichte etwas nach und auch der Lesefluss war nicht lange beeinträchtigt. Auch die gemächliche Erzählweise gewinnt nach den ersten Kapiteln an Tempo und irgendwann war ich einfach gefesselt und habe die letzten beiden Abschnitte direkt in einem Rutsch gelesen.

    Der Protagonist Carl gibt den Menschen, denen er die Bücher ausliefert eigene Namen. So begegnen wir Effi Briest, Mr. Darcy, Frau Langstrumpf, Doktor Faust und noch einigen anderen. Das fand ich sympathisch, aber stellte es mir auch kompliziert vor. Ich hätte jedenfalls Schwierigkeiten, die echten und die erfundenen Namen meiner Kunden auseinander zu halten.

    Die Namen vergibt Carl auch nicht zufällig. Er kennt seine Kunden recht gut, kennt ihre Lesevorlieben und hat einen kleinen Einblick in ihr Leben, wenn er ihnen die Bücher liefert. So kann er die Namen nach ihrem Charakter oder besonderen Eigenschaften auswählen.

    Eines Tages setzt sich ein Mädchen namens Schascha in den Kopf, ihn unbedingt begleiten zu wollen, was Carl zunächst ablehnt. Aber sie gibt nicht auf und irgendwann freunden sich die beiden an und Carl beginnt Schascha zu vermissen, wenn sie nicht dabei ist.

    Das Kind bringt eine erfrischende Offenheit mit und bringt Carl dazu, aus seiner Komfortzone heraus zu kommen. Auch die Leben der Gruppe, die aus Carls Stammkunden besteht, werden ordentlich auf den Kopf gestellt.

    Teilweise besteht das Buch aus poetischen Formulierungen und manche Geschehnisse haben etwas Märchenhaftes. So sind ein paar logische Ungereimtheiten und verkürzte Zeitabläufe, die uns im Laufe der Geschichte auffielen, schnell erklärt. Vieles, was in unserer Realität unerklärlich bleibt, bekommt im Märchen einen durchaus vernünftigen Sinn.

    Durch die rasante Entwicklung, eine gewisse Tragik und Spannung wird das Buch zum Ende noch mal fesselnd. Dieses wartet noch mit der einen oder anderen überraschenden Entwicklung auf, was den Abschied von den lieb gewonnenen Charakteren ein wenig leichter macht.

    Fazit:

    Das Buch ist eine Lektüre für Menschen, die Bücher und das Lesen lieben. Es werden einige Titel der Literaturgeschichte genannt, die vielen Lesern sicher bekannt sind. Anfangs verliert sich der Autor allerdings in ausschweifenden Metaphern, was mich ein wenig belustigt hat. Aber so hat das Buch mich auf diese Art auch gut unterhalten.

    Ich kann diesen Roman als schöne Lektüre zwischendurch empfehlen.

    Passend für Buchliebhaber:

    Meine Rezension zu Atlas literarischer Orte

    Ein weiterer Buddy-Read:

    Buddy-Read Buch vs. Film

  • Rezension: Kleinstadtfarben

    Rezension: Kleinstadtfarben

    Infos:

    • Verlag: Luchterhand
    • Autor: Martin Becker
    • Roman
    • Hardcover mit Schutzumschlag
    • 288 Seiten
    • Erschienen: 13. September 2021
    • ISBN: 978-3-630-87637-5

    Klappentext:

    Er frisst, statt zu essen, er säuft, statt zu trinken, er quarzt, statt zu rauchen, und er ackert, statt zu arbeiten. Pinscher wiegt hundertdreißig Kilo bei einer Körpergröße von einssiebzig, wobei das um fünf Zentimeter geschummelt ist. Sein Aussehen gibt nur zum Teil seine Maßlosigkeit preis. Und doch, seine Kleidung ist ordentlich, ein wenig aus der Mode, er ist nie ganz von hier weggekommen. Hier, das ist Mündendorf, hartes Arbeitermilieu. Jetzt, das ist der Sommer seiner Zwangsversetzung zurück in die Polizeiwache, die er nicht erträgt. Und es ist der Abschied von seiner geliebten Mutter. Er muss nun etwas tun, was er all die Jahre vermieden hat: sich der Erinnerung stellen, vor der polierten Schrankwand im engen Reihenhaus sitzen, den kalten Zigarettenrauch im alten Wohnzimmer riechen und den Menschen auf den alten Fotos wirklich ins Gesicht sehen.

    »Unsentimental, aber warmherzig, mit subtilem Witz, aber ohne seine oft allzu menschlichen Figuren zu verraten, schildert Martin Becker das Kleinstadtleben.«

    Brigitte Schmitz-Kunkel / Kölnische Rundschau (16. September 2021)
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Die Geschichte wird aus der Sicht des Kommissars Pinscher, in einer für mich etwas ungewohnten Erzählweise erzählt. Der Protagonist wird in seine Heimatstadt strafversetzt, da er seinen Vorgesetzten zu oft unangenehm aufgefallen ist.

    Ich musste mich zunächst ein wenig an den Erzählstil gewöhnen, der fließend zwischen dem personalen Erzähler und einem inneren Monolog Pinschers wechselt. Aber diese Erzählweise hat ihren Reiz und hat mich nach kurzer Zeit gepackt.

    Zunächst begegnet der Leser dem Protagonisten nach der Beerdigung seiner Mutter, anschließend erzählt der Protagonist zunächst, wie er wieder in der Kleinstadt gelandet ist, aus der er vor vielen Jahren u.a. vor seinen Ängsten geflohen ist.

    Dabei versteht es der Autor, den Leser durch die Geschehnisse zu fesseln und emotional an diesen etwas abgehalftert und schwierig scheinenden Charakter zu binden.

    Das Erzähltempo wechselt von eher beschaulich zu rasant und wartet bis zum Schluss noch mit einigen überraschenden Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hätte.

    Am relativ offenen Ende können sich dann die Geister scheiden. Hätte man selbst auch so gehandelt? Würde man diesen Weg ebenso einschlagen (wollen)?

    Teilweise ist die Handlung berührend, dann wieder hart und realistisch und auch mal unappetitlich.

    Ein Buch, auf das man sich einlassen sollte.

    Fazit:

    Ein ziemlich großer Mann in einer ziemlich kleinen Welt, die die eigene sein könnte.