Schlagwort: Krimi

  • Leserunde und Rezension: Blut und Blümchen

    Leserunde und Rezension: Blut und Blümchen

    Infos:

    Klappentext:

    Nele Blum wagt einen Neubeginn: Im Dörfchen Schönrath im Bergischen Land weckt sie das Gartenlokal „Stiefmütterchens Rast“ aus dem Dornröschenschlaf. Der idyllische Garten ihrer Großeltern, an den sie wunderschöne Kindheitserinnerungen hat, erweist sich als die richtige Wahl: Von der ebenso liebenswerten wie schrulligen Stammbelegschaft der Hortensia wird sie mit offenen Armen empfangen. Und Nele entdeckt schnell, dass sie nicht nur ein unerwartetes Talent als Gastronomin, sondern auch als Detektivin hat. Erik Gertner freut’s – der einzige Polizist des Ortes ist zwar ein lieber Kerl (und gutaussehend), aber nicht unbedingt mit einer Spürnase gesegnet.

    Mord hat immer Saison:

    Nele Blum ist voller Vorfreude: Endlich wird sie das alte Gartenlokal ihrer geliebten Großeltern wiederbeleben! Nur leider liegt eine Leiche darin: Der Wandergeselle Marvin Bär wurde in der Nacht vor ihrer Ankunft ermordet. Klar, dass Nele ein Interesse an der schnellen Aufklärung des Verbrechens hat – schon allein, um die Eröffnung des Lokals nicht zu gefährden. Und so beginnt sie, sich umzuhören. Der Dorfpolizist, Erik Gertner, ist froh über ihre Hilfe. Denn Mord ist nicht so sein Hobby…

    Bis zur letzten Bohne:

    Hochsommer in der Hortensia – Blütenduft und Grillgeruch liegen in der Luft der Gartenanlage. Alle sind entspannt, nur Neles Lieblingsnachbar Bohnen-Karl ist aufgeregt: Die Wahl zum Bergischen Bohnenkönig steht an, und seine diesjährige Ernte hat gute Chancen auf den Hauptgewinn. Doch dann wird ein Toter im Ruderboot am Steg neben Neles Gartenlokal entdeckt – und das beste Tatmotiv hat Bohnen-Karl…

    Ein dicker Fisch:

    Kartoffel-Paul hat Geburtstag und den harten Kern der Hortensianer zum großen Fest eingeladen. Doch als er und Nele zum Angeln auf den kleinen See beim Schrebergarten hinausrudern, geht ihnen neben köstlichem Fisch auch eine frische Leiche ins Netz. Wer ist der Mann im Nadelstreifenanzug? Was macht er im See der Hortensianer? Und welche Rolle spielt das silberne Zigarettenetui dabei, das in seiner Jacketttasche steckt und auf dessen Außenseite ein mysteriöses Fragezeichen eingraviert ist? Während Nele und Erik ermitteln, geraten Kartoffel-Pauls Partygäste in tödliche Gefahr, denn der Mörder geht noch immer um und will seine Geheimnisse schützen.

    Link zur Reihe

    Meine Meinung:

    Ich habe wieder an einer Leserunde in der Lesejury teilgenommen. Diesmal wurden den Teilnehmer*innen die ersten drei Bände einer Krimi-Reihe von Christian Humberg als E-Books angeboten. Jede Woche bekamen wir ein E-Book zugesandt, dass wir dann lesen und worüber wir gemeinsam diskutieren konnten.

    Mir hat es wieder viel Spaß gemacht. Sogar der Autor selbst hat sich unseren Fragen und Anmerkungen gestellt. Das ist immer etwas ganz besonderes, da mensch so einen anderen Blick auf die Geschichte erhaschen kann und sogar Fragen zum Entstehungsprozess beantwortet bekam.

    Bei den drei Krimis handelt es sich um relativ kurze, aber nicht weniger gehaltvolle Geschichten. Dabei verdichtet der Autor die Handlung auf die wichtigsten Elemente, um den jeweiligen Mordfall aufzuklären. Dennoch nimmt er sich ausreichend Zeit und Raum, um die Interaktionen mit- und die Beziehungen der Protagonist*innen untereinander weiterzuentwickeln.

    Band 1

    ‚Mord hat immer Saison‘ führt Nele Blum als Rückkehrerin in die Kleingartenanlage ein. Sie will ihr bisheriges Leben in der Großstadt hinter sich lassen und neu anfangen. Da kommt es ihr gelegen, dass das ehemalige Lokal ihrer Großeltern noch keine neuen Pächter hat. Doch der Neueröffnung steht zunächst ein Leichenfund in der Einliegerwohnung über dem Lokal im Weg. So lernt sie den Polizisten Erik Gertner kennen und hilft ihm durch einige Zufälle bei der Lösung des Mordfalls.

    Neben diesem Ermittlerduo ist die Geschichte gespickt mit skurrilen und mitunter überzeichneten Charakteren, die einen wichtigen Teil des Ganzen ausmachen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist bildhaft und humorvoll, was einen Cosy Crime ausmacht. Sprichwörter und Beschreibungen sind auf das Gartenthema ausgerichtet. Das rundet den Krimi vorzüglich ab.

    Ich habe beim Lesen des ersten Bands irgendwie immer an ‚Mord mit Aussicht‘ und ähnliche Serien gedacht. Das war ja auch ziemlich bunt und chaotisch. Und so habe ich mir das hier irgendwie auch vorgestellt. Ich sehe Band 1 als Einführung der wichtigsten Figuren, die in den Folgebänden sicher noch
    mehr Raum einnehmen werden.
    Der Schreibstil ist locker und humorvoll, die Sprache ist bildhaft und die kurze Geschichte hat alles, was sich ein*e CosyCrime-Leser*in wünscht. Skurrile Charaktere, sonderbare Mordfälle und kurzweilige Ermittlungen. Es ist nicht immer alles ganz logisch oder realitätsnah, aber das wird bei dieser Krimiform auch nicht erwartet.
    Alles in allem eine schöne Lektüre für Zwischendurch, besonders wenn man dabei gemütlich im eigenen Garten sitzen kann.

    Band 2

    Der 2. Band hat mich von Anfang an etwas irritiert. Im ersten Band ging es um eine Leiche. In Band 2 wird erzählt, es hätte nach mehreren Wochen oder Monaten mittlerweile schon haufenweise Mordermittlungen gegeben, dennoch beginnt Nele zum ersten Mal damit, Erik Gärtner zu duzen. Und die Auflösung des Falles hat mich doch auch etwas ratlos gemacht. Habe ich etwas überlesen, dass Nele plötzlich so schnell auf den wahren Täter kam? Das Ende war für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber bis dahin fand ich den Ermittlungsverlauf logisch und fesselnd.

    Auch sonst war es wieder eine cosy Geschichte, vor allem die Dynamik der ganzen Kleingärtner*innen untereinander gefällt mir. Band 2 fand ich nicht so stark wie Band 1, aber finde die Geschichte dennoch gut lesbar. Als humorvolle Vorabendserie, die auch nicht immer alles ganz logisch nachvollziehbar oder ganz stimmig erzählen, wäre der Plot durchaus geeignet.

    Band 3

    Bleibt noch mein Eindruck von Band 3. Dieser Teil hat mir von den drei Geschichten am besten gefallen. Die Geschichte ist abwechslungsreich, hat genau wie die Vorgänger einen bildhaften Schreibstil, und ist voll von amüsanten Zitaten und Sprichwörtern, die zum Gartenthema passen.

    Der Mordfall ist spannend und lädt wieder zum Miträtseln ein und es ist im Ganzen eine runde Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten konnte. Besonders die Entwicklung der Protagonist*innen wird in den Vordergrund gestellt.

    Auch in Band 3 gibt es wieder ein paar kleine Logik- oder Anschlussfehler. Vor allem der Umgang mit der Leiche, dem Tatort und möglichen Spuren könnte echte Ermittler*innen stören. Aber als unterhaltsame Lektüre mit Humor und Eigenwilligkeit funktioniert dieser Band vorzüglich.

    „Die Hortensia war ein ganz eigenes Fleckchen Erde, mit eigenen Regeln, eigenen Typen und einem eigenen Verständnis von Normalität. Was anderswo schräg oder skurril anmuten mochte, war hier nicht selten Alltag.“

    Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar, bauen aber locker aufeinander auf.

    Ich fände es schön, wenn zusätzlich noch das eine oder andere Rezept zu Neles Gerichten ans Ende der Bücher gesetzt würde. Das wäre das Bienchen auf der Kirschblüte, um mal einen Gartenvergleich zu strapazieren.

  • Rezension: Pagans

    Rezension: Pagans

    Infos:

    • Titel: Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
    • Untertitel: Spannende Mörderjagd in einem alternativen England
    • Autor: James Alistair Henry
    • Übersetzer: Dietmar Schmidt
    • Verlag: Lübbe
    • Format: E-Book
    • ISBN: 9783751784023
    • Erscheinung: 29.08.2025

    Klappentext:

    Saturday-Times-Bestseller

    Eine fremde Welt. Und doch vertraut. Und sehr, sehr tödlich

    England, heute: Ein modernes Land, doch die industrielle Revolution hat hier nie stattgefunden. Stattdessen stammen alle technischen Errungenschaften von der weitaus fortschrittlicheren Südhalbkugel. Auf den britischen Inseln leben Kelten, Sachsen und Pikten in einem brüchigen Frieden zusammen. Regelmäßig gibt es Versuche, die Insel zu einem »United Kingdom« zu vereinen. Ausgerechnet zu solch einem Zeitpunkt wird die Leiche eines keltischen Diplomaten aufgefunden, brutal angenagelt an einen uralten Baum. Die sächsische Ermittlerin Aedith und der keltische Inspektor Drustan werden trotz aller Gegensätze und Konflikte gemeinsam auf den Fall angesetzt. Können sie den Täter fassen, bevor er die Friedensbemühungen zunichte macht und das Land ins Chaos stürzt?

    »Eines der besten Debüts seit Langem. Henrys Mischung aus Alternativwelt-Elementen und klassischem Krimi ist innovativ, unterhaltsam, bissig und sehr oft sehr lustig.« The Financial Times

    Das Cover des Buches ist auf einem E-Book-Reader zu sehen.  Dieser liegt auf einem gehäkelten Poncho und ist umgeben von verschiedenen Schmuckstücken, die thematisch zum Buch passen. Der Krimi ist Teil einer Alternativgeschichte.
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Für mich ist das Buch eines meiner Jahreshighlights und ich will definitiv mehr aus dieser Welt lesen!

    Der Autor hat eine diverse und reiche Welt geschaffen, die einerseits komplett erfunden ist, andererseits Parallelen zu unserer Welt hat. So gibt es eine industrielle Entwicklung, nur hat die nie im europäischen Raum stattgefunden. Die hochentwickelten Länder stammen aus dem afrikanischen oder asiatischen Raum und das Christentum wurde nie zur vorherrschenden Religion in großen Teilen der Welt. Dadurch blieben die verschiedenen Glaubensrichtungen in den einzelnen Teilen der britischen Inseln erhalten und entwickelten sich bis in die heutige Zeit weiter. Zwischen den Völkern gibt es Spannungen. Die Länder wurden nie zu einem Großbritannien vereint und begegnen sich mit Vorurteilen und Misstrauen. Daher wird Drustan, ein keltischer Ermittler in den sächsischen Teil geschickt, als ein keltischer Diplomat ermordet wird, um die Ermittlungen zu begleiten. Er begleitet Aedith Mercia, die nicht nur Kriminalkomissarin ist, sondern auch die Tochter eines hochrangigen Mitglieds der Gesellschaft der Sachsen.

    Altertum trifft Moderne in einer alternativen Welt

    Der ganze Aufbau der Welt ist komplex und gespickt mit fremdartigen Begriffen, die ganz am Ende des Buches in einem Glossar erläutert werden. Handys werden Mobifone genannt. Das Netzwerk, über die Kommunikation und soziale Medien laufen, wird Graswurzelmedien genannt. Auch werden bekannte Worte, wie Yarl, Triskele oder Torque verwendet. Die Vermischung von Altertum und Moderne finde ich besonders faszinierend an der Geschichte.

    In diese alternative Welt ist der spannende Kriminalfall eingebaut, der aus der Suche nach einem Serienmörder, aber auch aus der allgemeinen Bedrohungslage durch Proteste gegen Verhandlungen um die Vereinigung der Königreiche der Inseln besteht.

    Teilweise ist das Buch mit schwarzem Humor geschrieben, teilweise gibt es ordinäre Ausdrücke und Gewalt. Man findet auch hier und da Gesellschaftskritik, anhand historischer Völker und Kulturen, die als führende Gesellschaft agieren und nicht in anderen Völkern aufgegangen sind, wie es in unserer Realität der Fall ist. So spielt der Autor gekonnt mit Traditionen, Vorurteilen und kulturellen Eigenarten und webt einen bunten Flickenteppich.

    Mir haben die Protagonisten richtig gut gefallen. Allen voran Drustan und Aedith. Aber auch Nebencharaktere wie Banba oder Hilde würde ich gerne in einem weiteren Abenteuer begleiten.

    Irgendwie mochte ich auch den geheimnisvollen Fenryr. Von dem würde ich in einer Fortsetzung gerne wieder lesen.

    Das Ende lässt mich ein wenig auf eine Fortsetzung hoffen. Darin würde ich gerne einen Blick auf das größere Ganze werfen. In diesem Buch liegt der Fokus auf der angelsächsischen Seite der Welt mit kurzen Einblicken in die Einflüsse aus anderen Ländern. Gerne würde ich mehr über Panafrika und die übrigen Kontinente erfahren. Welche Sprachen werden weltweit gesprochen? Wie ist die Weltordnung im Ganzen aufgebaut? Was sind die gesellschaftlichen und politischen Grundlagen, nach denen die Menschen leben? Pagans hat vieles angedeutet und oberflächlich umrissen. Da wäre in einer Fortsetzung definitiv noch viel Raum, um diese Themen zu vertiefen und der Welt eine größere Substanz zu verschaffen.

    Fazit:

    Der Autor hat eine abwechslungsreiche, originelle Geschichte geschrieben, die ich sehr empfehlen kann.

  • Rezension: Inspector Pescadores und der Tote im Pool

    Rezension: Inspector Pescadores und der Tote im Pool

    Infos:

    • Autor: Daniel Verano
    • Band 1 der Reihe: Der Gran-Canaria-Mordclub ermittelt
    • Verlag: beTHRILLED
    • Format: E-Book
    • ISBN: 978-3-751-77647-9
    • Erscheinung: 01.07.2025

    Klappentext:

    Der perfekte Krimi für den nächsten Urlaub

    Kriminalhauptkommissar Markus Fischer hat die Nase voll: geschieden, ausgebrannt und einfach durch mit dem Job. Doch dann meint es das Schicksal gut mit ihm – und beschert ihm auf Gran Canaria einen millionenschweren Lottogewinn! Fischer kündigt und will fortan in einer idyllischen Bungalowanlage dem süßen Nichtstun frönen.

    Doch die Entspannung findet ein jähes Ende, als eines Morgens ein Toter mit einem mysteriösen Metallstück in der Brust im Pool treibt. Während die Polizei den Fall schnell zu den Akten legen will, zweifeln Fischer und seine neuen Freunde an der einfachen Erklärung – und nehmen die Ermittlungen selbst in die Hand. Ihre Nachforschungen führen sie zu zwielichtigen Geschäften und dunklen Inselgeheimnissen …

    Die Abenteuer des Gran-Canaria-Mordclubs sind perfekt für Krimifans, die humorvolle Unterhaltung und spannende Ermittlungen in Urlaubsatmosphäre lieben.

    eBooks von beTHRILLED – mörderisch gute Unterhaltung!

    Das Cover des Buches besteht aus einer bunten Zeichnung eines Pools mit Liegestühlen, einem Sonnenschirm und der Sonne am Horizont. Die Hauptfarben sind Blautöne.
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich hatte gerade an einer Leserunde in der Lesejury teilgenommen, als ich sah, dass es eine neue Leserunde gibt, zu der man sich anmelden kann. Und da mir das Cover so ins Auge fiel und auch der Klappentext meine Neugier wecken konnte, bewarb ich mich für ein Exemplar des E-Books.

    Und ich muss sagen, mir hat die Leserunde sehr gefallen. Besonders positiv hervorheben möchte ich den Austausch der Lesenden und vor allem, dass der Autor auch mit von der Partie war. Es war „nur“ eine Schnellleserunde innerhalb einer Woche, aber es war dennoch ein ergiebiger Austausch über Gran Canaria, die spanische Küche und besonders über den Krimi.

    Über das Buch

    Der hat mir von der ersten Seite an gefallen. Der Protagonist erzählt die Geschehnisse aus seiner persönlichen Sicht, was in meinen Augen absolut richtig ist. So weiß man als Lesende nie mehr als der Ich-Erzähler über die Ermittlungen, was die Spannung entsprechend halten kann.

    Die Liebe des Autors zur Insel spürt man in jedem Satz. Ich selbst war noch nicht auf Gran Canaria, konnte mir aber anhand der bildhaften Beschreibungen alles gut vorstellen.

    Als Kritikpunkt kann man vielleicht erwähnen, dass der einheimischen Küche viel Platz eingeräumt wird, was einfach nur gemein ist, wenn man selbst gerade vor einer Schale Müsli sitzt und das nächste spanische Restaurant 10 km entfernt ist.

    Ansonsten ist das Zusammenspiel der Protagonist*innen sehr harmonisch und humorvoll, man lernt einige spanische Sätze kennen und kann fleißig bei den Ermittlungen mit rätseln.

    Der Mordfall wird zum Ende des Buches aufgelöst und lässt keine Fragen offen. Die vier Freunde, der sogenannte Mordclub, lassen aber noch einige (private) Fragen unbeantwortet, auch untereinander, so dass die Fortsetzung sicherlich noch einiges an spannenden Wendungen und Enthüllungen bereit halten wird. So ist vor allem rätselhaft, was Marianne vor ihrer Auswanderung nach Gran Canaria beruflich gemacht hat. Aber auch Ex-Kommissar Markus Fischer hat seinen Freunden bisher nichts aus seiner beruflichen Vergangenheit offenbart.

    Und so hoffe ich, dass die Fortsetzung nicht zu lange auf sich warten lässt. Angekündigt ist die Veröffentlichung für April 2026. Cover und Titel werden bereits am Ende des ersten Bandes bekannt gegeben.

    Fazit

    Wer gerne Cosy Crime mit Urlaubsfeeling liest, ist bei Inspector Pescadores auf Gran Canaria bestens aufgehoben.

    Die 532 E-Book-Seiten lesen sich leicht und sorgen für kurzweilige Lesestunden.

    Weitere Rezensionen zu Krimis:

  • Rezension: Vier Pfauen und ein Mord

    Rezension: Vier Pfauen und ein Mord

    Infos:

    • Teil 5 der Reihe „Ein Fall für Frederik Loebell“ – Morden ohne Sorgen
    • Autor:
    • Verlag: beTHRILLED
    • Erscheinung: 01.07.2025
    • ISBN: 978-3-7517-5662-4
    • Format: E-Book
    • 161 Seiten
    Der E-Book Reader liegt auf einem Stück Häkelponcho in bunten Farben.
Das Cover wird auf dem Reader angezeigt.
Oben Schrift: Andreas K. Buchholz
Darunter der Buchtitel in einer Umrandung: Frederik Loebell ermittelt
Morden ohne Sorgen
Vier Pfauen und ein Mord
Ein Dackel in einem bunten Jäckchen sitzt vor einer leuchtenden Glaskugel auf der ein blutiger Handabdruck ist. im Hintergrund ein parkartiges Gelände auf einer Insel mit Bäumen, Wasser und zwei Pfauen.
(Potsdam, Mord, Pfaueninsel)
    Link zum Buch

    Klappentext:

    Ein Potsdam-Provinz-Krimi

    Ein toter Vogelflüsterer, eine zwielichtige Wahrsagerin und diebische Pfauen

    Potsdams Lokalreporter Frederik Loebell hat schon entspanntere Aufträge erlebt. Eigentlich wollte er nur einen Artikel über Madame Karamba schreiben, die auf der berühmten Pfaueninsel in die Zukunft blickt. Begleitet von seiner Kollegin Lisi und Zwergdackel Wilhelm gerät er jedoch mitten in einen Mordfall: Ein Mann wird tot im Gasthaus vor der Insel gefunden – ausgerechnet von Loebells Mutter Maria.
    Schnell fällt der Verdacht auf die zwielichtige Wahrsagerin mit den großen Füßen. Doch auch die diebischen Pfauen und die verschwundene Freundin des Opfers werfen Fragen auf. Eine Insel voller Rätsel – und das Potsdamer Ermittlerteam ist wieder im Einsatz.

    Sommerlich, spritzig, spirituell – dieser humorvolle Cosy-Krimi steckt voller skurriler Charaktere, tierischer Verwicklungen und kriminalistischem Spürsinn! Der nächste Fall für Frederik Loebell aus der Provinz-Krimi-Reihe »Morden ohne Sorgen«.

    Im schönen Potsdam, zwischen Schlössern und Parks, stolpert Frederik mit seinem Zwergdackel Wilhelm über die eine oder andere Leiche. Zum Glück stehen ihm mehrere tapfere Helfer zur Seite – die lebensfrohen Reporterin Lisi und der junge Redakteur Tuan, sowie Loebells liebste Ermittlungspartnerin Fleur. Ach, und Zwergdackel Wilhelm ist mit seiner Spürnase natürlich auch immer dabei.

    eBooks von beTHRILLED – mörderisch gute Unterhaltung.

    Meine Meinung:

    Ich bekam das Buch wieder als Rezensionsexemplar über den Autor zugeschickt. Dafür möchte ich mich nochmal bedanken und darauf hinweisen, dass es meine Meinung nicht beeinflusst.

    Ich habe die Reihe von Anfang an verfolgt und finde, dass die Geschichten von Mal zu Mal besser werden.

    Auch in diesem fünften Teil, der in Band 4 am Ende wieder angeteasert wurde, geht es um die Abenteuer von Frederik Loebell und seinem Wilhelm, dem vorwitzigen Zwergdackel, der für so einige ulkige Begebenheiten sorgt. So schmuggelt ihn sein Herrchen zu Beginn dieses Romans auf die Pfaueninsel, ein bei den Touristen beliebtes Ausflugsziel mitten in der Havel, auf der Hunde verboten sind.

    Dort begegnet er einer verdächtigen Wahrsagerin, einem zwielichtigen Anwalt, Loebells Mutter stolpert diesmal über eine Leiche auf einer Herrentoilette und die ganze Redaktion rätselt, ob die plötzlich abstinente Lisi schwanger von ihrem Janni sein könnte.

    Und als ob das noch nicht reicht, scheinen die vier titelgebenden Pfauen, in Wahrheit diebische Elstern zu sein.

    Aber ich möchte nicht zu viel erzählen, um anderen Leser:innen nicht die Freude am Miträtseln zu rauben. Ich selbst lag diesmal komplett daneben mit meinen Verdächtigen!

    Am Ende gibt es erneut einen kleinen Ausblick auf die Fortsetzung, die wieder sehr vielversprechend klingt.

    Ach, ich muss endlich mal nach Potsdam reisen!

    Fazit:

    Mir hat die Lektüre wieder viel Spaß gemacht. Der Schreibstil ist bildhaft und leicht zu lesen. Die Geschichte ist humorvoll, unterhaltsam und wieder überraschend bis zum Schluss. Die Protagonist:innen haben alle ihren eigenen, durchaus skurrilen Charakter. Einige Male musste ich doch den Kopf schütteln über so manche Handlung. Ich kann mir diese Krimireihe auch prima als Vorabend-Krimi vorstellen. Ob so ein Filmteam eine Sondergenehmigung für Dreharbeiten mit Dackel auf der Pfaueninsel bekäme?

    Wer Agatha Raisin und Hubert mit und ohne Staller mag, wird Wilhelm lieben.

    Alle bisher erschienenen Bücher der Reihe:

  • Rezension: Das Nest

    Rezension: Das Nest

    Infos:

    • Autorin: Sophie Morton-Thomas
    • Verlag: Pendragon Verlag, Bielefeld
    • Übersetzerin: Lea Dunkel
    • Format: Klappenbroschur, 304 Seiten
    • ISBN: 978-3-86532-909-7
    • Erscheinung: 02.07.2025
    Das Buch liegt in einem, mit Rindenmulch bedeckten Beet, daneben steht ein Glas mit Muschelschalen. 
Auf dem Cover ist eine junge Frau in einem weißen Top zu sehen, auf deren Schulter ein kleiner Vogel (vielleicht ein Buchfink) sitzt. Sie scheint auf einer Wiese zu liegen. Sie hat die Augen halb geschlossen, ihre Haare sind dunkelblond und gewellt.
Der Titel "Das Nest" und der Verlagsname stehen in der rechten unteren Ecke, der Name der Autorin steht über der Zeichnung der Frau.
Noir Küstenkrimi
    Link zum Buch

    Klappentext:

    Fran führt ein ruhiges Leben in einem einsamen englischen Küstenort, wo das Marschland auf den Ozean trifft. Sie kümmert sich um ihren Sohn Bruno, betreibt eine Wohnwagensiedlung und beobachtet Vögel. Dann verschwindet Brunos Lehrerin und der Ort gerät in Aufruhr: Hat Frans Schwager Ellis etwas damit zu tun? Welche Rolle spielen die Roma, die in der Nähe ihr Lager aufgeschlagen haben? Warum findet Fran mehrere tote Vögel, und was wissen Bruno und seine Cousine Sadie? In einer hypnotischen Prosa erzählt die Autorin die Geschichte einer Frau, die ihre Geheimnisse zu schützen versucht.

    Leseprobe

    »In diesem atmosphärischen Vorstadt-Noir stellt Sophie Morton-Thomas bestehende Vorurteile gekonnt in Frage.«  Sunday Times

    Meine Meinung:

    Ich habe ja Mathilda von Mary Shelley vorgestellt und den Verlag im Beitrag verlinkt. Daraufhin bot mir der Verlag an, mir ein Buch von den kommenden Neuerscheinungen auszusuchen und Das Nest hat mich sehr neugierig gemacht. Also fragte ich es an. Vor ein paar Wochen habe ich es dann erhalten und konnte es jetzt endlich lesen. Ich danke dem Verlag sehr für die Bereitstellung dieses Exemplars. Meine Meinung beeinflusst das nicht.

    Das Cover gefällt mir schon sehr und das Buch liegt auch sehr gut in der Hand. Der glänzende Einband macht es etwas schwierig, das Buch zu fotografieren, da sich alles ein wenig darin spiegelt, aber es ist ein absoluter Hingucker.

    Zum Inhalt

    Zu Beginn der Geschichte steht ein kurzer Prolog, der ein wenig rätselhaft klingt. Aber am Ende ist klar, wer da zu Wort kommt. Das kann ich vorweg nehmen. Das Ende hat mich ziemlich überrascht. Es gibt eine Wendung, die man absolut nicht kommen sieht. Zumindest ging es mir so.

    Zunächst beginnt Fran ihre Sicht der Geschehnisse zu erzählen, dann wechselt der Erzähler kapitelweise. Fran hat dabei den größten Anteil. Tad, der zweite Erzähler hat manchmal nur wenige Sätze zwischendurch, die Frans Sicht um einen wichtigen Teil erweitern und uns Lesenden einen etwas größeren Überblick zu verschaffen.

    Fran ist eine etwas verträumte, in sich gekehrte Frau, die es liebt, Vögel zu beobachten und sogar eine Beobachtungshütte bekommt. Sie stellt allerdings fest, dass sie den Standort der Hütte verkehrt ausgewählt hat, da die seltenen Zwergseeschwalben im Marschland brüten, so dass sie die Hütte nur selten aufsucht.

    Fran berichtet auch von den Eheproblemen mit ihrem Mann, der neuen Lehrerin an der Schule, mit der ihre Nichte nicht zurecht kommt und ihrem Sohn, der wunderschöne Zeichnungen von Vögeln und ihren Nestern anfertigt und ihrem Alltag in ihrer Wohnwagensiedlung. Sie erzählt von den Sorgen um ihre Schwester und deren Lebensgefährten. Das alles überfordert sie, so dass sie häufig ins Marschland verschwindet, um Vögel zu beobachten und so zur Ruhe zu kommen.

    Tad ist einer der Roma, die eines Tages auf dem angrenzenden Feld zur Wohnwagensiedlung ihr Lager aufschlagen und erzählt von seinen Beobachtungen der Tätigkeiten der Nachbarn und den Besuchen der Kinder in ihrem Lager. Die Kinder finde ich zwischendurch ziemlich unheimlich. Sie bringen tote Vögel und erzählen, sie hätten sie gefunden und wollten sie heilen. Ihr Verhalten ist mit am verstörendsten im Buch.

    Aber..

    Ich möchte nicht zu viel erzählen, um zukünftigen Leser:innen nicht die Freude zu verderben, diesen Roman selbst zu entdecken. Mich hat das Buch sehr in seinen Bann gezogen. Ich fühlte mich regelrecht an die Küste versetzt und hätte gerne selbst zwischen den Dünen nach Vogelnestern Ausschau gehalten.

    Die Komplexität der Beziehungen der Charaktere untereinander und die Motivationen ihres Verhaltens werden im Verlauf der sich langsam entwickelnden Handlung nach und nach aufgedeckt. Das macht für mich auch den Reiz dieses Buches aus. Nichts hieran ist offensichtlich, alles ist möglich. Mir hat auch sehr gefallen, dass die Roma hier eine vorurteilsfreie und in meinen Augen wertschätzende Beachtung finden.

    Der Krimi hat eine besondere Atmosphäre, die permanent einen bedrohlichen Unterton mitschwingen lässt. Es wird viel Raum für Spekulationen gelassen. Langweilig wurde mir während der Lektüre keinesfalls.

    Fazit:

    Ich kann diesen Roman sehr empfehlen. Die Beschreibungen der Landschaft sind fast poetisch und geben diesem Noir – Krimi den richtigen Rahmen, um das Unbehagen und die Spannungen zu reflektieren. Ich hoffe, ich kann von der Autorin noch viele weitere Bücher lesen.

    Ich werde das Buch auf jeden Fall in meinem Lesekreis empfehlen!

    Das Buch liegt in einem, mit Rindenmulch bedeckten Beet, daneben steht ein Glas mit Muschelschalen. Der Klappentext ist zu lesen.

    Über den Verlag (Auszug)

    Seit seiner Gründung 1981 hat sich der Pendragon Verlag stetig weiterentwickelt und ist dabei doch immer seinen Wurzeln treu geblieben. Besonders im Fokus stehen hier Romane, die verschiedene Epochen und Orte der deutschen Geschichte thematisieren.

    Doch nicht nur die deutsche Geschichte findet Repräsentation, sondern auch spannende Werke aus anderen Kulturen stehen bei Pendragon im Fokus.

    Mit Stephen Crane hat außerdem einer der ganz großen Autoren Amerikas bei Pendragon ein Zuhause gefunden. Viele seiner Werke erschienen als deutsche Erstübersetzungen beim Verlag.

    Doch nicht nur die Prosa ist im Verlag gut aufgehoben, sondern auch Lyrik findet sich im Programm. In die magische Welt der Worte entführt Lina Atfah, deren arabische Gedichte in zwei Gedichtbänden kunstvoll auf Deutsch übersetzt wurden. Auch Hellmuth Opitz schreibt in seinen Werken mit poetischen Worten Bilder.

    Pendragon ist ein kleiner Verlag mit großer Vielfalt, der übrigens 2020 und 2022 den Deutschen Verlagspreis erhielt.

    Der Verlag führt auch einen Blog, den ihr unter diesem Link finden könnt.

    Links:

  • Rezension: Eine Flussfahrt, die ist tödlich

    Rezension: Eine Flussfahrt, die ist tödlich

    Infos:

    • Autor: Andreas K. Buchholz
    • Teil 4 der Reihe: Morden ohne Sorgen – Ein Fall für Frederik Loebell
    • Verlag: beTHRILLED
    • Format: eBook
    • Genre: Krimi / Potsdam-Provinz-Krimi
    • 155 Seiten
    • ISBN: 978-3-7517-5661-7
    • Erscheinungsdatum: 01.03.2025

    Klappentext:

    Der Frühsommer ist in Potsdam eingekehrt und die Vögel zwitschern. Perfekte Zeit für eine romantische Bootsfahrt. Schade nur, dass im Ruderboot ganz unromantisch eine Leiche liegt. Noch dazu ein Beamter vom Umweltamt. Da schnuppern Frederik Loebell und sein Zwergdackel Wilhelm doch direkt den nächsten Fall.

    Für den Lokalreporter ist der Täter auch schnell gefunden: der stinkreiche Reeder Kai-Uwe Hannig. Wenn der kein wasserdichtes Alibi hätte, wäre die Sache leichter. Gemeinsam mit Kommissarin Edda Kleist und seiner Jugendliebe Fleur geht Loebell jedem Hinweis nach. Wenn er dabei mal nicht das Wichtigste übersieht …

    Frühlingshaft, mörderisch und leicht chaotisch: »Eine Flussfahrt, die ist tödlich« ist der nächste Fall für Frederik Loebell aus der humorvollen Provinz-Krimi-Reihe »Morden ohne Sorgen«.

    Im schönen Potsdam, zwischen Schlössern und Parks, stolpert Frederik mit seinem Zwergdackel Wilhelm über die eine oder andere Leiche. Zum Glück stehen ihm mehrere tapfere Helfer zur Seite – die lebensfrohen Reporterin Lisi und der junge Redakteur Tuan, sowie Loebells liebste Ermittlungspartnerin Fleur. Ach, und Zwergdackel Wilhelm ist mit seiner Spürnase natürlich auch immer dabei.

    eBooks von beTHRILLED – mörderisch gute Unterhaltung!

    Mein e-Book-Reader mit dem Cover des Buches.
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch wieder als Rezensionsexemplar direkt vom Autoren erhalten. Das hat mich sehr gefreut, meine Meinung aber nicht beeinflusst.

    Gelesen habe ich das Buch bereits im März, kam aber durch Krankheit und den Besuch der Buchmesse nicht direkt dazu, eine Rezension zu schreiben. Ich hoffe, Ihr könnt es mir nachsehen.

    Auch in diesem Teil der Reihe wird als erstes eine Leiche gefunden. Diesmal von Loebells Tante Katharina und ihrem Freund Graf Anton, der sie auf eine romantische Bootstour mitnehmen wollte. Katharina wittert sofort einen Mord und alamiert die Polizei, die das ganze als bedauerlichen Unfall bewertet.

    Loebell selbst ist auf der Suche nach einem Tierarzt für seinen Dackel Wilhelm. Das scheitert allerdings oft an den ungeheuren Erwartungen, die an ihn als Hundebesitzer gerichtet werden. Schließlich ist sein Dackel in Bestform und benötigt bestimmt keine Diät oder mehr Bewegung. Seine Kollegin Lisi interessiert sich auch für den Tierarzt, aber nur, weil ihr Jan gerade an einem Austauschprogramm in Spanien teilnimmt und bestimmt von den dortigen weiblichen Kolleginnen umschwärmt wird.

    Und dann kommt der Chefredakteur mit einer großen Geschichte. Das große Bauvorhaben am See muss in der Zeitung gehörig gewürdigt und beworben werden. Schließlich handelt es sich bei dem Reeder um den größten Werbepartner der Zeitung.

    Das Buch beginnt also bereits gewohnt humorvoll und chaotisch und ich bin den bereits liebgewonnenen Charakteren weiterhin gerne in ihre Abenteuer gefolgt.

    Hauptrolle in diesem kurzweiligen Krimi ist diesmal der See, an dem so einiges passiert. Schüsse am und auf dem See, mehrere Leichen, Kaninchenzüchter im Kleingartenverein am See und Proteste gegen den Neubau von Luxusappartements.

    Der Frühling hält also einen bunten Strauß aufregender Abenteuer und komischer Momente bereit. Ich musste einige Male laut lachen. Vor allem Dackel Wilhelm hat einige Glanzmomente.

    Auch beim Mordfall konnte ich wieder fleißig miträtseln, und wer aufmerksam liest, könnte die eine oder andere Vermutung anstellen. Am Ende lag ich gar nicht so weit daneben, aber wurde trotzdem noch mit einer Wendung überrascht, die ich absolut nicht kommen sehen habe.

    Ich freue mich schon auf Band 5, der den Titel Vier Pfauen und ein Mord tragen wird. Einen kleinen Ausblick darauf gibt es bereits am Ende von Band 4, der mich auf die Fortsetzung neugierig gemacht hat. Erscheinungstermin ist Anfang Juli.

    Alle bisher erschienenen Bücher der Reihe: