Rezension: Organisation Esperanza

Text: Rezension

Infos:

  • Autor: Günter Lützenkirchen
  • Selfpublisher
  • 372 Seiten
  • Taschenbuch
  • Erschienen: 26. Juli 2022

Klappentext:

Die Organisation Esperanza bekämpft global Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zielgruppe für die Organisation ist ein verbrecherisches Syndikat, dem Politiker, Beamte sowie wohlhabende und einflussreiche Geschäftsleute angehören. Die Verbrecher werden auf ungewöhnliche Weise auf den Pfad der Tugend zurückgeführt und tragen mehr oder weniger freiwillig zur Finanzierung der weltweit erfolgreichen Aktionen der Organisation Esperanza bei. Rache und die übliche Bestrafung der Täter interessiert die Organisation wenig. Das überlässt sie den Strafbehörden. Dieser interaktive Kriminalroman führt den Leser zu authentischen Schauplätzen weltweit, die in Google Earth erkundet werden können.

Im Vordergrund das Buch, im Hintergrund ein Waldstück. Es ist weiß gehalten, darauf der Titel, Name des Autoren und drei Personen, die auf einem Globus stehen. Die Körper enden nach oben wie Baumstämme.
Link zum Buch

Meine Meinung:

Das Buch ist ein Krimi mit Thrillerelementen, der Handlungsorte auf der ganzen Welt hat.
Zu fast jedem Kapitel werden die wechselnden Orte benannt, die man dann auf Online Weltkarten oder z. B. Google Earth suchen und ansehen kann.
Das habe ich beim Lesen nicht parallel gemacht, da es mich sonst zu sehr aus dem Lesefluss gerissen hätte. Aber hinterher fand ich es ganz spannend,
nochmal zu sehen, wo die Protagonisten überall unterwegs waren.

Da der Roman auch ohne Blutvergießen auskommt, ist er sicher interessant für zartere Gemüter. Die vielfältigen Verbrechen, die in diesem Buch behandelt werden, wie Kindesentführung, Drogenhandel, Prostitution, werfen einen umfassenden Blick auf die moralische Verderbnis, die in unserer Realität in allen Schichten zu finden sind. Der Autor möchte auf die Missachtung der Menschenrechte aufmerksam machen und versucht, zumindest fiktiv eine bessere Welt zu schaffen.

Dies war mir allerdings ein wenig zu schwarz-weiß gezeichnet. Die Guten konnten Probleme fast mit Leichtigkeit lösen, teilweise reichte ein
Telefonanruf und schon konnten die Pläne der Bösen vereitelt werden, oder sie wurden ganz einfach überlistet und zur Strecke gebracht.
Das war mir ein wenig zu eindimensional. Ich denke, es hätte der Spannung gut getan, wenn die Mitglieder der Organisation auch mal gescheitert wären.

Fazit:

Wer gerne weltweiten Ermittlungen folgt und eine abwechslungsreiche Geschichte mit unterschiedlichen Charakteren mag, der findet mit diesem Buch die richtige Lektüre.

Der Schreibstil ist gut lesbar und die Abläufe sind chronologisch. Einzelne Zeitsprünge sind gut nachvollziehbar.

Ich könnte mir das Buch auch gut als Miniserie im Fernsehen vorstellen, da die Protagonisten wechseln und die Handlung nicht auf einen Ort beschränkt ist.


2 Antworten zu “Rezension: Organisation Esperanza”

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