Rezension: Vortreffliche Frauen von Barbara Pym

Rezension: Vortreffliche Frauen von Barbara Pym

Klappentext:

»Barbara Pym erinnert uns an die herzzerreißende Lächerlichkeit des Alltags.« ANNE TYLER

London in den späten Vierzigerjahren: Hier gilt eine ledige Frau über dreißig schon als alte Jungfer. Mildred Lathbury, eine solche etwas farblose Dame ohne feste Bindungen, ist als Pfarrerstochter aufgewachsen, arbeitet für eine Hilfsorganisation und engagiert sich in der Kirchengemeinde. Alles verläuft in ruhigen Bahnen, bis neue Nachbarn einziehen: eine attraktive Anthropologin und ein charmanter Marineoffizier. Dieses Paar stellt Mildreds Leben auf den Kopf. Nicht nur ist man dem Alkohol zugeneigt, es werden Dinge beim Namen genannt, die eine Lady lieber verschweigt; vor allem aber wird Mildred wiederholt in Ehezwiste hineingezogen. Als sich schließlich noch der Pfarrer in ein neues Gemeindemitglied verliebt und Mildred um Hilfe bittet, wird es ihr zu viel. Mit einem Mal entdeckt die stets selbstlose Mildred ihre eigenen Bedürfnisse und hat am Ende tatsächlich die Wahl zwischen zwei Männern. Legt sie als treusorgende Gattin des Wissenschaftlers fortan Sachverzeichnisse an, entscheidet sie sich für den Pfarrer oder verzichtet sie gar auf beide?

Meine Meinung:

Ich habe das Buch als Teil der Schmökerbox im Juni erhalten. Es gab wieder ein geheimes Goodie, das erst bei einer bestimmten Seite ausgepackt werden durfte, diesmal auf Seite 44. Was es war, zeige ich am Ende des Beitrags und warne vorher all jene, die nicht gespoilert werden wollen.

Ich gebe zu, dass ich vor meiner Bestellung recherchiert habe, um welches Buch es sich handeln könnte und mich dann erst für die Box entschieden. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und das Cover finde ich sehr ansprechend.

Die Ich-Erzählerin berichtet von ihren Erlebnissen, die mit dem Einzug neuer Nachbarn beginnen und nur kurz nach ihrem Auszug wieder enden. Dabei bleibt am Ende offen, ob es für die Protagonistin, ledig, über 30 und sehr patent, ein klassisches Happy End mit Ehemann gibt. Am Schluss könnte sie sich immer noch anders entscheiden.

Die Erzählung ist unaufgeregt und mit einem Witz, der mich an die Bücher von Jane Austen erinnert. Dabei sind die Frauen in diesem Buch bereits emanzipierter. Sie sitzen nicht nur zu Hause, handarbeiten und warten auf die Heimkehr der Männer, sondern schaffen sich ein eigenes Leben, dass nicht mehr völlig abhängig von der Großzügigkeit männlicher Verwandter ist.
Dennoch wandern sie auf einem schmalen Grad der Anständigkeit, an deren Abgrund die Anrüchigkeit und der Verlust des Ansehens lauert. Aber zum Glück gibt es für alles eine Lösung: Wann immer es nötig ist, kann man ja erst mal einen Tee zubereiten. Und wenn es hart auf hart kommt, hilft notfalls ein Schluck Brandy.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin und hoffe, noch mehr Bücher von ihr entdecken zu können.

SPOILERWARNUNG!

Nun zum geheimen Goodie! Wer nicht wissen will, was es ist, schaut lieber schnell weg!

SPOILERWARNUNG!

Auf der beiliegenden Karte in der Box stand, es ist etwas, mit dem ich etwas Zeit für mich genießen kann und da hatte ich schon einige Vermutungen, die irgendwie alle mit Tee zu tun hatten. Es hätte auch ein Badeschaum oder so etwas sein können. Aber letztendlich war mein erster Gedanke, etwas mit Tee, doch richtig.

Schaut, wie schön: Es ist ein Teesieb mit Keramik-Anhänger!

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