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  • Leserunde und Rezension: Ring The Bells

    Leserunde und Rezension: Ring The Bells

    Infos:

    • Nicht jede Bescherung ist ein Geschenk. The Stranger Times packt aus
    • Teil 5 der Reihe The Stranger Times
    • Autor: C. K. McDonnell
    • Verlag: Eichborn
    • Übersetzer: André Mumot
    • Format: E-Book, 512 Seiten (Hardcover)
    • ISBN: 978-3-7517-8390-3
    • Erscheinungstag: 28.11.2025

    Klappentext:

    Da will man in seinem Buchclub ein wenig Spiritualität ausprobieren und schon hat man aus Versehen den alten Gott Zalas heraufbeschworen. Und Zalas hat natürlich nur eins im Sinn: möglichst viele Gläubige um sich scharen. Doch wer glaubt heutzutage überhaupt noch an irgendwas? Kinder! Mithilfe des unglückseligen Neil Aikens erschafft Zalas ein Winterwunderland, in dem alle Wünsche wahr werden – vom echten Einhorn bis zum Besuch des Opas, der letztes Jahr doch eigentlich das Zeitliche gesegnet hat.

    Diese gewaltige Menge an Magie bleibt nicht lange unbemerkt; und die Zeit drängt, denn wenn die vierte Kerze brennt, sind Zalas und seine Anhänger nicht mehr aufzuhalten. Das Team der Stranger Times muss einen Weg finden, um nicht nur Weihnachten, sondern womöglich die ganze Welt zu retten.

    Das Buchcover ist auf einem E-Book-Reader eingeblendet. Darüber steht weihnachtliche Deko mit verschiedengroßen Hunden und einem Weihnachtsmann mit einem Quietscheentchen in einem Badezuber.
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich habe mich sehr gefreut, als ich zur Leserunde in der Lesejury zugelassen und mir ein Exemplar als E-Book zur Verfügung gestellt wurde. Die Teilnahme an der Leserunde hat mir viel Spaß gemacht. Der Austausch war wertschätzend, aufschlussreich und vor allem kurzweilig. So gingen die 3 Wochen der Leserunde wie im Flug vorbei.

    Dies ist der 5. Band der Reihe. Beim Lesen und Diskutieren in der Leserunde fiel mir auf, dass ich Band 4 zwar schon seit Erscheinen im Regal stehen habe, aber es bisher noch nicht gelesen hatte. Das hat allerdings mein Lesevergnügen in keiner Weise geschmälert. Jeder Band führt die Entwicklung und Abenteuer der Hauptfiguren fort, und man sollte wenigstens Band 1 bereits gelesen haben, um ein grundsätzliches Verständnis für die Welt der Stranger Times aufzubringen. Wer Band 1 mag, wird an den Folgebänden nicht vorbei gehen.

    Zum Buch

    In dieser turbulenten Weihnachtsgeschichte geht es um nicht weniger als die Rettung der Welt vor einem zerstörerischen Gott, was nur die Mitarbeiter der Stranger Times vollbringen können. Dabei sind die liebgewonnenen Charaktere nicht die einzigen, die diesmal Raum in der Geschichte einnehmen.

    Im Prolog wird eine kurze Übersicht über die Geschehnisse der vergangenen Bände geliefert, so dass Fans, die die Bücher vor längerer Zeit gelesen haben, ihr Wissen auffrischen können.

    Mit die witzigsten Szenen handeln vom Gott Zalas, der nach sehr langer Zeit in eine ihm völlig unbekannte Welt voller technischer Spielereien und ignoranter Menschen gerät, die seine Suche nach wahren Gläubigen zu einer harten Prüfung werden lassen. Mit wenigen Sätzen hält uns C. K. McDonnell einen Spiegel vor und öffnet die Augen für die kritikwürdigen Seiten der Weihnachtszeit und ihrer Konsumsucht.

    Neben dem schwarzen Humor und den großartigen Dialogen gibt es auch tiefgründige und berührende Kapitel, die zum Nachdenken anregen. So handelt ein Teil des Buches von den traumatischen Erlebnissen einer beliebten Figur, die die düsteren Seiten des Krieges und seiner Folgen beleuchtet.

    Dabei schafft es der Autor problemlos, auch die ernsten Töne zu treffen und gleichzeitig mit irrwitzigen Plottwist die Erwartungen der Lesenden zu übertreffen.

    Besonders hervorzuheben sind auch in diesem Band die zwischen den Kapiteln vereinzelt eingefügten Zeitungsartikel, die mit ihrem ganz besonderen Humor und den schrägen Storys den Witz von C. K. McDonnell unterstreichen.

    Auch wenn der Showdown zum Ende dann ein wenig unerwartet und leichtfüßig daher kommt, bleiben einige offene Fragen ungeklärt und wecken die Hoffnung auf eine würdige Fortsetzung.

    Fazit:

    Das Buchcover ist auf einem E-Book-Reader eingeblendet. Darüber steht weihnachtliche Deko mit verschiedengroßen Hunden und einem Weihnachtsmann mit einem Quietscheentchen in einem Badezuber. 
Im weißen Randbereich steht der Schriftzug STRANGER TIMES

    Ring the Bells war ein großes Lesevergnügen und passt perfekt in die Vorweihnachtszeit. Die Übersetzung hat einen großartigen Job gemacht und den englischen Humor bestens ins Deutsche übertragen.

    C. K. McDonnell hat einen fantastischen Stil, der sich ein wenig mit Terry Pratchett, Ben Aaronovitch und Derek Landy vergleichen lässt, verleiht Manchester allerdings seinen ganz eigenen Charakter. Ich kam auch in diesem Buch wieder voll auf meine Kosten und freue mich schon, mehr von ihm zu lesen!

    P. S.: Unbedingt die Danksagung lesen!

    Tipp:

    Link zur Rezension Ursula und das V-Team

  • Buchvorstellung des Lesekreises – Teil 2

    Buchvorstellung des Lesekreises – Teil 2

    Heute stelle ich euch die restlichen Bücher vor, die wir beim letzten Lesekreis-Treffen im November besprochen haben. Ich glaube, es war kein Buch dabei, das ich nicht lesen würde. Durchweg waren die Eindrücke positiv und beeindruckt.

    Falls Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, werdet Ihr hier sicher fündig.

    Bernhard Schlinck: Abschiedsfarben

    Eine Frau in einem roten Gewand sitzt mit dem Rücken zum Betrachter auf einem Bett.
    Link zum Buch
    Klappentext:

    Geschichten über Abschiede, die bedrücken, und Abschiede, die befreien, über das Gelingen und Scheitern der Liebe, über Vertrauen und Verrat, über bedrohliche und bewältigte Erinnerungen und darüber, dass im falschen Leben oft das richtige liegen kann und im richtigen das falsche. Geschichten von Menschen in verschiedenen Lebensphasen, ihren Ängsten, Verstrickungen und Hoffnungen. »Liebe und mache, was du willst« ist vielleicht kein Rezept für ein gutes Ende, aber eine Antwort, wenn andere Antworten versagen.

    Mehr zum Inhalt

    Ein Mann verrät den Freund, den er nicht verlieren will. Einen anderen wirft eine Kränkung aus der Bahn und lässt ihn zerstören, was er liebt. Eine späte Begegnung mit der Jugendliebe – kann sich jetzt noch erfüllen, was damals versagt blieb? Eine Frau ringt damit, dem geschiedenen, todgeweihten Mann zu vergeben.

    Eine Nacht, in der an ein Tabu gerührt wird – kann es danach weitergehen, als sei nichts geschehen? Ein Junge verbringt mit seiner Mutter einen Sommer am Meer, entdeckt sie, wie er sie nicht kannte, und entdeckt sich selbst.

    Jemand hat selbstbestimmt Abschied vom Leben genommen – was macht das mit den Hinterbliebenen, wie werden sie damit fertig? Als seine Erinnerungen seine Gegenwart überwältigen, muss ein Mann seinen Frieden mit der Vergangenheit machen. Sie sind miteinander glücklich, er einundsiebzig, sie dreiunddreißig – was hat es mit seinem plötzlichen Gefühl auf sich, er dringe mit seiner Altersliebe in ihr junges Leben ein? Geschichten, die überraschen, verstören und beglücken.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Ganz verschiedene Abschiede auf unterschiedliche Weise erzählt: traurig, wütend, schuldbewusst heiter, gelassen. Für den Abschiednehmenden jedoch nicht das Ende. Die Leserin haben die Erzählungen immer wieder in ihren Bann gezogen.

    Robert Lewis Stevenson: Reise mit einer Eselin durch die Cevennen

    Klappentext:
    Zeichnung eines Esels auf grünem Grund.
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    Als junger Mann bricht Robert Louis Stevenson auf zu einer eigenwilligen Reise: Gemeinsam mit der Eselin Modestine durchwandert er die französischen Cevennen. Ausgerüstet mit einem eigens entworfenen Schlafsack, einem Revolver gegen Wölfe und Räuber, Weißbrot für sich und Schwarzbrot für den Esel, sucht Stevenson die Einsamkeit. Und entdeckt als Erstes, dass Modestine ihren eigenen Willen hat. Während sich die ungleichen Wandergesellen langsam anfreunden, erkundet Stevenson die Geheimnisse der Landschaft und ihrer Bewohner. Denn eines weiß er sicher: Reisen muss man um des Reisens willen.Stevensons geistreicher wie humorvoller Reisebericht gilt als Meisterwerk der frühen Reiseliteratur und wurde vom Guardian unter die hundert besten Sachbücher aller Zeiten gewählt.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Entdeckung eines Klassikers, der begeistert hat. Zeitlos und amüsant zu lesen.

    Markus Thielemann: Von Norden rollt ein Donner

    Klappentext:

    Der Wolf ist zurück in der Lüneburger Heide. Und während Jannes – wie schon sein Vater und sein Großvater – täglich seine Schafe über die Heideflächen treibt, kochen die Emotionen im Dorf hoch. Kann Heimatschutz Gewalt rechtfertigen? Wo es vordergründig um Wolfspolitik geht, stößt er bald auf Hass, völkische Ideologie – und auf ein tiefes Schweigen. „Von Norden rollt ein Donner“ ist eine Spurensuche in der westdeutschen Provinz, die Geschichte eines brüchigen „urdeutschen“ Idylls.

    Eine Schafherde in einer Heidelandschaft umrahmt vom Buchtitel und dem Namen des Autors.
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    Täglich treiben der 19-jährige Jannes und seine Familie die Schafe über die Flächen der Lüneburger Heide. Doch es herrscht eine gärende Unruhe in der Gegend, der Wolf ist zurück. Es mehren sich Schafsrisse und mit ihnen Konflikte im Dorf, die schnell politisch werden. Während völkische Siedler versuchen, das Thema für ihre Zwecke in Beschlag zu nehmen, die Situation sich zuspitzt und in Selbstjustiz der Bevölkerung zu eskalieren droht, flüchtet sich Jannes zu seinen Schafen in die Heide. Doch dort wird durch eine gespenstische Begegnung plötzlich die düstere Ortsgeschichte aufgefächert, die ihren langen Schatten in die Gegenwart wirft. Markus Thielemann schreibt mit seinem Anti-Heimatroman das Psychogramm einer Sehnsuchtslandschaft und zeigt auf ebenso subtile wie fesselnde Weise, wie sich ein Idyll in sein Gegenteil verkehren kann.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Die Leserin hat einen persönlichen Bezug zur Heidelandschaft, da sie dort her stammt und hat deswegen eine besondere Verbindung gespürt. Das Buch besticht durch eine wunderbare Sprache, ist spannend und poetisch.

    Kim Thuy: Der Klang der Fremde

    Klappentext:
    Auf dem Cover sitzt eine Person mit einem asiatischen Strohhut vom Betrachter abgewandt auf einem Holzsteg und blickt aufs Wasser.
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    »Man glaubt immer, das Leben von Einwanderern sei nur schwer. Und vergisst dabei, dass ihre Erfahrungen auch wunderbare, lustige, bewegende und oft ganz absurde Momente umschließen…«

    Die kleine Kim ist zehn, als ihre Familie aus Vietnam fliehen muss. Auf einer abenteuerlichen Odyssee ­gelangen sie übers Meer, vegetieren in überfüllten Flüchtlingslagern, finden schließlich im Westen, im fernen Kanada eine neue Heimat.
    Wenn der Schock der Fremdheit überwältigend ist, lässt sich die Welt nur über die Sinne erschließen. An Klängen, Farben, Gerüchen entfalten sich deshalb die Erinnerungsbilder, an denen Kim Thúy dreißig Jahre später der Spur ihres Lebens nachgeht – eine lose Kette, mäandernd zwischen Einst und Jetzt, Krieg und Frieden, Verstörung und überraschendem Glück. Da ist die Kindheit im goldenen Käfig einer großbürgerlichen Familie in Saigon. Die Flucht im lichtlosen Unterdeck eines maroden Schiffes. Ein Kinderarmband aus rosa Plastik, in dem die Eltern Edelsteine schmuggelten. Der erste Anblick von Schnee in Québec, der Krach, den fremde Stimmen machen, auch wenn sie freundlich sind. Die Komik zahlloser Missverständ­nisse. Die Wiederbegegnung mit der alten Heimat, in die man als Fremde zurück­kehrt.

    Mit selbstverständlicher Meisterschaft hat Kim Thúy einen überraschenden, ganz und gar persönlichen Lebensroman einer Emigration geschrieben. In unvergesslichen, sinnlichen Bildern erzählt er von Flucht, Vertreibung und Neubeginn, von Schmerz und Lust der Erinnerung und dem täglichen Glück, sein Leben zu wagen.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Die Leserin war selbst bereits in Vietnam und findet die Schilderungen des Landes und der Kultur als eindrucksvoll. Die Beschreibungen, auch der heute sehr aktuellen Flüchtlingsproblematik empfindet sie als authentisch. Die Autorin schreibt in kurzen Kapiteln mosaikartig und schildert ihre Erinnerungen an die Flucht und das Ankommen im für sie fremden Kanada in einer bilderreichen poetischen Sprache. Das Erschließen ihrer neuen Heimat beschreibt sie anhand von Klängen, Gerüchen und Farben. Sehr lesenswert.

    Das Buch liegt auf einer karierten Decke.
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    Sybil Volks: Café Finito

    Ich selbst habe das Buch Café Finito vorgestellt. Folgt gerne diesem Link zur Rezension, um mehr darüber zu erfahren:

    Café Finito.

  • Buchvorstellung des Lesekreises – Teil 1

    Buchvorstellung des Lesekreises – Teil 1

    Heute möchte ich Euch ein paar Bücher vorstellen, die für den Lesekreis gelesen wurden. Zum letzten Lesekreis-Treffen hat jede der Damen ein Buch ihrer Wahl gelesen und dann wurde das jeweilige Buch den übrigen präsentiert.

    Das war ein wirklich schöner Abend voller vielfältiger und interessanter Lektüre und ich möchte Euch diese Bücher nicht vorenthalten. Vielleicht sucht Ihr ja noch nach einem literarischen Weihnachtsgeschenk. Ich denke, diese Bücher eignen sich sehr als Geschenkvorschläge.

    Da es insgesamt zehn Bücher waren, werde ich zwei Beiträge veröffentlichen, damit diese nicht so lang werden.

    Zwei Leben von Ewald Arenz
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    Ewald Arenz: Zwei Leben

    Klappentext:

    Ein Dorf, die Welt – und die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben
    1971 in einem Dorf in Süddeutschland. Nach einer Art Schneiderlehre in der Stadt kehrt die 20-jährige Roberta auf den Hof ihrer Eltern zurück. Sie ist das einzige Kind und wird irgendwann einmal die Bäuerin sein. Hier auf dem Land sind Vergangenheitsbewältigung, Kriegsdienstverweigerung, Feminismus, Popkultur und Miniröcke nichts, womit man sich beschäftigt. Hier zählen Arbeit, Gehorsam und moralisches Verhalten. Roberta träumt davon, eigene Kleider zu entwerfen, aber sie weiß genau, dass das Träume bleiben werden. Zugleich liebt sie ihren Hof und die körperliche Arbeit in der Natur, wo sie sich ganz und gar spürt. Und sie liebt Wilhelm, den Pfarrerssohn. Wilhelm ist nicht nur für Roberta der Grund, im Dorf zu bleiben. Auch seine Mutter Gertrud bleibt wegen ihres Sohnes. Im Gegensatz zu Roberta hasst sie das Landleben und wünscht sich nichts mehr, als weggehen zu können, hinaus in die Welt.
    Beide Frauen werden schwanger und müssen eine Entscheidung treffen. Doch ein tragisches Unglück gibt ihrer beider Leben eine komplett neue Richtung.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Sehr flüssiger Schreibstil mit wunderbaren Bildern. Die Geschichte fängt langsam an, nimmt aber dann an Fahrt auf und hat es schwer gemacht, das Buch wegzulegen.

    Madame Bovary von Gustave Flaubert
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    Gustave Flaubert: Madame Bovary

    Klappentext:

    Als Emma den Landarzt Charles Bovary heiratet, träumt sie von Liebe, Luxus und Leidenschaft, von einem Leben, wie sie es aus ihren Romanen kennt. Doch der Alltag in der Provinz ist ganz anders als erhofft. In ihrem Bestreben, ihre Sehnsüchte zu erfüllen, lässt sie sich verführen und setzt damit eine verheerende Spirale aus Betrug und Verzweiflung in Gang.
    Gustave Flaubert brachte sein Ehebruchroman eine Anklage wegen Verstoßes gegen die öffentliche Moral ein. Das Gericht sprach den Autor zwar frei, rügte aber insbesondere den schockierenden Realismus, der sich in der erotisch aufgeladenen und psychologisch scharfen Darstellung der Emma Bovary zeigte. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Die Geschichte einer gelangweilten Arztgattin, die nach Leidenschaft und Erfüllung in ihrem Leben sucht, hat beeindruckt und durch seinen literarischen Realismus überzeugt,

    Daniel Glattauer: Die spürst Du nicht

    Die spürst du nicht von Daniel Glattauer
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    Klappentext:

    Zwei Ehepaare gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise darf ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus Somalia. Kaum hat man sich mit Prosecco und Antipasti in Ferienlaune gebracht, kommt es zur Katastrophe: Aayana ertrinkt im Swimming-Pool. Unweigerlich stellt sich die Schuldfrage, an der bald nicht nur die Freundschaft der Familien zu zerbrechen droht. Was ist ein Menschenleben wert? Und jedes gleich viel?

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Sehr gut lesbar, keine komplizierte Sprache. Sehr gelungene Darstellung komplizierter aktueller Themen und zwischenmenschlicher Emotionen und Reaktionen.

    Rónán Hession: Leonard und Paul

    Leonard und Paul von Rónán Hession
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    Klappentext:

    Leonard und Paul sind allerbeste Freunde. Während Leonard als Ghostwriter Kinderenzyklopädien verfasst, arbeitet Paul als Aushilfspostbote. Das Leben der beiden verläuft in ruhigen, wohlgeordneten Bahnen – bis jedem von ihnen etwas widerfährt, das eine ganze Reihe von Veränderungen in Gang setzt.
    Dieser hochgelobte Debütroman rückt jene Menschen in den Mittelpunkt der Erzählung, die im Alltag oftmals übersehen werden. Leonard und Paul beteiligen sich nicht am Lärmen der Welt, sondern zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die immer seltener anzutreffen sind: Freundlichkeit, Sanftmut und Bescheidenheit. Eine hinreißend charmante Lektüre voller Humor, die nachdrücklich vor Augen führt, wie bereichernd es sein kann, sich auf den Nebenstraßen des Lebens zu bewegen.

    »Wenn Sie in diesem Jahr nur ein einziges Buch lesen, dann bitte dieses. Und wenn Sie fertig sind, dann gehen Sie in Ihre Buchhandlung und kaufen noch ein Exemplar für einen lieben Menschen. Denn jeder sollte einen Leonard oder einen Paul haben – und wenn nur in Buchform.« WDR 5 SCALA

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Die Kraft dieses Buches liegt in der sehr ruhigen, manchmal auch humorvollen Beschreibung dieser beiden besonderen Menschen, die geradlinig im Leben stehen.

    Susann Pasztor: Von hier aus weiter

    Von hier aus weiter von Susann Pásztor
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    Klappentext:

    Von zweiten und dritten Chancen im Leben

    Nach dreißig Jahren Ehe ist Marlene plötzlich Witwe​, doch statt zu trauern, ist sie vor allem wütend. Die Mitglieder ihrer ​angeheirateten Großfamilie wundern sich über ihr Verhalten, aber Marlene lässt niemanden an sich heran. Bis sie eine​s Tages einen unerwarteten Mitbewohner bekommt: Jack​ ist nicht nur ein begnadeter Koch, sondern stellt auch die richtigen Fragen.​ Und er ist nicht der Einzige, der Marlene noch mal so richtig aus dem Konzept bringt.

    Meinung aus dem Lesekreis:

    Die Geschichte hat sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt. Fazit: Auch wenn man nicht mehr leben wollte, das Leben geht weiter, und man kann sogar noch etwas sehr Schönes erleben und neue Menschen kennenlernen, die zu Freunden werden können.

    Link zur Leseliste des Lesekreises der letzten Jahre

  • Rezension: Café Finito

    Rezension: Café Finito

    Infos

    • Autorin: Sybil Volks
    • Verlag: C.Bertelsmann
    • Ausgabe: Hardcover, mit Schutzumschlag, 336 Seiten
    • Erschienen am: 01.10.2025
    • ISBN: 978-3-570-10540-5
    Eine Reihe Gräber an einem Fußweg, im Vordergrund wird das Buch vor die Kamera gehalten.
    Link zum Buch

    Klappentext

    Café Finito – wo sich Trauernde und Liebende, Tragik und Komik begegnen. Eine Hymne an die Kraft der menschlichen Gemeinschaft. Ein Roman, der das Leben feiert.

    »Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin, in Gesellschaft von Deutschlands talentiertesten Toten, stand das Café Finito. Hier versorgte Kristof seine Gäste mit Kaffee, Tee und Torte, und wer es wünschte, bekam eine Portion Sahne und Trost obendrauf. Kristof riss ein Blatt vom Kalender, sein Blick fiel auf das Schild an der Wand, Lost & Found. Er war gespannt auf die Menschen seiner neuen Abschiedsgruppe, die sich heute zum ersten Mal trafen – und auf ihre gemeinsame Reise durch das kommende Jahr. Es war ein Anfang für alle – nach einem Ende, das für sie alles verändert hatte.«

    Kristof ist die Seele des Cafés. Seit vielen Jahren geleitet er die Abschiedsgruppen mit sanfter Autorität durch das Tal der Trauer. Nur über seine eigene weiß niemand etwas. Iris, die Schriftstellerin, hat ihre Mutter verloren, Matthias, Versicherungsmakler, seine Geliebte, Lizzie nach siebzig Jahren ihren Mann, und Mira, die junge Ärztin, trauert um ihre beste Freundin. Sie lassen sich ein auf ein Angebot, das ihnen völlig neue Perspektiven eröffnet.

    Ein hinreißend erzählter, lebenskluger Roman über all das, was Menschen verbindet und das Leben einzigartig macht. Ein wenig Magie kommt ins Spiel. Und wie es sich beim Tod gehört, sitzen Tragik und Komik im selben Boot.

    Für Leser:innen von Mariana Leky, Alena Schröder und Elisabeth Strout – und für all jene, die sich auf kluge Weise mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen möchten.

    Die Rückseite des Buches mit dem Klappentext.

    Meine Meinung:

    Ich kann dieses Buch unbedingt empfehlen. Sybil Volks hat auf dem Berliner Friedhof, auf dem sie die Handlung spielen lässt, einen ganzen Kosmos zwischen Leben und Tod angesiedelt.

    Die Protagonist*innen sind dabei sehr individuell und bezaubern durch ihre Eigenarten und teils skurrilen Gewohnheiten. Die Autorin erzählt aus diesen unterschiedlichen Perspektiven und gibt jeder Figur den notwendigen Raum. Das verbindende Element ist dabei Kristof, der auf dem Friedhof lebt und arbeitet und hier auch das Café betreibt, in dem er Trauernden ein Jahr lang einen festen Termin anbietet, an dem sie sich untereinander austauschen und Halt geben können.

    Mir gefiel auch der fast märchenhafte Teil mit dem Fest zum Día de los Muertos, das seinen Höhepunkt mitten in der Nacht auf dem Friedhof findet.

    Der Roman behandelt die Themen Trauer und Tod berührend und respektvoll, aber dennoch mit Wärme und Humor und öffnet den Raum für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Lebenden.

    Ein Buch über Abschiede und den Mut für Neuanfänge, voller Poesie und Fantasie.

    Ich habe gerne meine Zeit mit Lizzie, Iris, Kristof und den anderen Protagonist*innen verbracht.

  • Theater und Pfannkuchen

    Theater und Pfannkuchen

    Vor zwei Wochen war ich mit meiner Familie im Neuen Theater. Heute möchte ich kurz davon berichten.

    Vorher:

    Wir sind mit dem Bus in die Innenstadt gefahren und hatten noch Zeit bis zum Einlass. Also schlenderten wir gegenüber des Theaters über den Opernplatz, auf dem gerade eine sehr interessante Outdoor-Ausstellung über die städtebauliche Entwicklung in den 1970er Jahren stattfand.

    Außerdem entdeckte ich eine interessante Fläche, die zum Sitzen einlädt. Es ist ein Projekt, bei dem sich Menschen an verschiedenen Terminen zu verschiedenen Themen treffen und einfach nur still Zeit miteinander verbringen können. Vielleicht schaffe ich es mal, zu einem der Termine dort hinzugehen. Finde es sehr spannend.

    Das Neue Theater

    Das Theater ist in privater Hand und wurde 1962 von James v. Berlepsch gegründet. Es wird in 2. Generation geleitet und hat ein abwechslungsreiches Programm mit einem meist wechselnden Ensemble.

    Wir gehen seit ein paar Jahren regelmäßig hin. Es gibt zwar nur 151 Sitzplätze und ist nicht barrierefrei, da der Saal im Untergeschoss nur über Treppen erreichbar ist. Aber es gibt dort auch eine gemütliche Bar, in der mensch sogar passende Cocktails zu den aktuellen Stücken trinken kann. Durch die schmalen Sitzreihen kommt man den übrigen Gästen ziemlich nah, aber die Sitze sind doch bequem.

    Aufsteller mit Flyern zum Programm und Hinweisschild zum Theater mit Werbung zum aktuellen Stück.

    Das besuchte Stück

    Diesmal sahen wir uns Das Gasthaus an der Themse an. Das Stück wurde von Florian Battermann und Jan Bodinus nach dem Kriminalroman von Edgar Wallace geschrieben.

    Zu Beginn sehen wir eine Hafenszene, in der jemand mit einem Harpunenpfeil ermordet wird. Der ikonische Beginn der Filme mit den Schüssen und der bekannten Melodie sowie der Londoner Nebel auf der Bühne erzeugen direkt die richtige Atmosphäre. Die Fans der Filme kommen bei diesem Stück voll auf ihre Kosten.

    Die Schauspieler übernehmen teilweise mehrere Rollen. So hat Kay Szacknys sogar 4 Rollen. Jedoch war ich so von der Handlung gefangen, dass es mir teilweise gar nicht auffiel.

    Das Stück ist herrlich nostalgisch, humorvoll, fesselnd und mit einem Augenzwinkern.

    Bühnenbild

    Das Bühnenbild ist raffiniert aufgebaut. Durch einfache Handgriffe wechselt der Handlungsort vom Hafen, zur berüchtigten Kneipe Mekka und auch zur Praxis des Gerichtsmediziners Dr. Smith. Einfache Elemente wie das beleuchtete Schild über der Kneipentür, Aktenordner des Arztes oder Windlampen auf dem Schiffsdeck helfen bei der Zuordnung der Orte. Bei Szenenwechseln bauen die Schauspieler*innen diese durch schnelle Handgriffe im Halbdunkel um. Das hat mich beeindruckt, denn es ging schnell von der Hand, ohne dass jemand über irgendetwas gestolpert ist.

    Die Schauspieler*innen finden sich auf der kleinen Bühne auch dann perfekt zurecht, wenn gedämpftes Licht und Londoner Nebel um die Kisten im Hafen wabert und schaffen es, das Stück mit viel Leben zu füllen. Hannes Ducke spielt einen etwas tölpelhaften Langstreckenschwimmer, der dem Kommissar wichtige Hinweise zur Lösung des Falles geben kann und sogar selbst Akkordeon spielt und dazu singt. Mit einigen fast slapstickhaften Szenen erinnert er an die Rollen von Eddi Arendt aus den Edgar Wallace Verfilmungen und sorgt für einige Lacher in dem Stück.

    Der Kommissar wird von Jens Knospe gespielt. Ihn und Fiona Sonnemann kennen wir bereits aus dem Stück Mein Mann wird Mutter. Beiden schaue ich sehr gerne beim Schauspiel zu. Fiona Sonnemann und Sabine Schmidt-Kirchner spielen im Gasthaus an der Themse die schüchterne Ziehtochter und die durchsetzungsstarke Wirtin. Außerdem erfüllen sie noch zwei weitere Rollen mit Leben.

    Da ich das Buch noch nie gelesen und den Film vor einer halben Ewigkeit gesehen habe, war die Auflösung des Mordfalles eine Überraschung für mich.

    Das Stück hat viel Spaß gemacht und ich kann es sehr empfehlen. Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Fluge und am Ende hat der ganze Saal begeistert applaudiert.

    Besetzung

    • Hannes Ducke Woodrow Wilson (Woody)/Käpitän Brown
    • Bernd E. Jäger van Boxen Doktor Smith/Romanow
    • Jens Knospe Inspektor Harry Wade/Nachtwächter
    • Sabine Schmidt-Kirchner Mrs. Nelly Oaks/Anna Fuller
    • Fiona Sonnemann Lila Watson/Delilah Pattison
    • Kay Szacknys Fred McMullen/William Golly/Nathan Lane/Matrose Jim

    Abendessen

    Nach dem Theater sind wir noch essen gegangen. Da wir bereits in der 16 Uhr Vorstellung waren, konnten wir ein gemütliches Abendessen planen. Also haben wir zur Abwechslung mal Halt im Pfannkuchen-Haus gemacht. Dort gibt es unterschiedliche Pfannkuchen, herzhaft und süß, mit verschiedensten Füllungen und auch saisonalen Angeboten. Auch wenn die Wartezeit manchmal länger ist, weil es voll ist, esse ich doch gerne dort, da es einfach schmeckt.

    Und außerdem gibt es dort immer was zu sehen. Die Einrichtung ist urtümlich, voll mit alten Fässern und Dekorationen und an der Decke fährt ein Zeppelinmodell an einer Schiene herum.

    Fazit

    Ich hatte wirklich einen tollen Tag und freue mich schon auf den nächsten Theaterbesuch. Vielleicht berichte ich ja mal wieder davon.

    Linksammlung:

  • Rezension: Jane Austen

    Rezension: Jane Austen

    Infos:

    • Untertitel: Ihr Leben als Graphic Novel
    • Autorin: Janine Barchas
    • Ausgabe: Hardcover, Pappband, 144 Seiten, durchgehend vierfarbig illustriert
    • Erschienen am: 27.08.2025
    • Originaltitel: The Novel Life of Jane Austen. A Graphic Biography
    • Übersetzung: Aus dem Englischen von Eva Bonné
    • ISBN:978-3-328-60356-6
    • Verlag: Penguin
    • Illustrator*in: Isabel Greenberg

    Klappentext:

    Zum 250. Geburtstag am 16. Dezember 2025: Das Leben der geliebten Literatur-Ikone in zauberhaften Bildern

    Jane Austen wird zur Hauptfigur ihrer eigenen Graphic Novel! Liebevoll gezeichnet und mit großer Detailtreue erzählt dieses Buch von Janes Leben: Als unverheiratete Frau kämpft sie mit finanzieller Unsicherheit und muss sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen. Mit Witz und Schlagfertigkeit umschifft sie die Klippen der Konventionen und macht sich ihre scharfsinnigen Gedanken über Mode, Literatur und ihre Mitmenschen.

    Wir begleiten Jane und ihre Schwester Cassandra, ihre engste Verbündete, durch das England der Regency-Ära mit seinen strikten Vorstellungen davon, was eine Frau tun sollte (heiraten!) und was sie nicht tun sollte (Künstlerin sein!). Wir sind dabei, wenn »Stolz und Vorurteil«, »Emma« und die anderen berühmten Romane Gestalt annehmen und Jane sich nach Zurückweisungen, Zweifeln und Enttäuschungen über ihre erste Veröffentlichung freuen darf. Zahlreiche Zitate aus den Romanen und Anspielungen auf deren Verfilmungen sind in den bezaubernden Bildern versteckt.

    Für leidenschaftliche Jane-Austen-Fans und alle, die es werden möchten.

    Auf einem gedeckten Tisch mit einer Teetasse und Gebäck liegt das Buch neben einer Karte mit einem Buch-Zitat: "In der ganzen Welt gilt es als ausgemachte Wahrheit, dass ein begüterter Junggeselle unbedingt nach einer Frau Ausschau halten muss."
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich gebe zu, ich habe das Buch beim Verlag angefragt und nicht damit gerechnet, tatsächlich ein Rezensionsexemplar zu erhalten. In diesem Jubiläumsjahr kommt mensch ja kaum an Büchern von und mit Jane Austen vorbei. Daher rechnete ich damit, dass die Rezensionsexemplare längst vergeben wären. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, als ich das Buch tatsächlich im Briefkasten hatte.

    Auf einem gedeckten Tisch mit einer Teetasse und Gebäck liegt das Buch. Es ist die Rückseite mit dem Klappentext zu sehen.

    Ich habe es sofort meiner Mutter gezeigt, die auch ein großer Fan ist und sie war mindestens genauso begeistert.

    Das Buch ist einfach wunderschön gestaltet und beinhaltet viele Fakten und Wissenswertes rund um das Leben und die Welt der Autorin, die im Dezember vor 250 Jahren geboren wurde. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass sie eine große Bewunderung von Shakespeare war und es daher viele Referenzen zu seinen Texten in ihren Büchern gibt.

    Handlung

    Die Handlung ist in drei Abschnitte unterteilt, die Schlaglichter auf jeweils einige Jahre werfen. Der Aufenthalt in Bath in jüngeren Jahren, die Zeiten der Armut und des Mangels nach dem Tod des Vaters und der Umzug nach Steventon und die späteren Jahre in Chawton mit der Suche nach einer Heilung ihrer Krankheit und ihren Tod im Alter von 41 Jahren. Hier habe ich unter anderem auch gelernt, dass Esel keiner Steuer unterworfen waren und die Damen deshalb einen Eselskarren zur Fortbewegung nutzten.

    Wer schon eine der zahlreichen Biografien über Jane Austen gelesen hat, wird hier kaum neue Erkenntnisse gewinnen. Aber mir gefällt der knappe Stil, der durch die Zeichnungen aufs Bezauberndste ergänzt wird. Auch das Farbkonzept – gedeckte Farben für den Alltag der Autorin, leuchtende Farben für Szenen aus ihren Büchern – hat mich überzeugt. So war immer eindeutig unterscheidbar, worum es gerade geht.

    Besonders hervorzuheben ist auch das ausführliche Glossar am Ende, das chronologisch die Fakten aus der Erzählung mit weiteren Informationen ergänzt und erläutert.

    Wer die Bücher kennt, wird viele Zitate in den Texten zu den Illustrationen finden, aber auch Kenner*innen der Filme und Serien können in den Zeichnungen einige (versteckte) Hinweise und Anspielungen entdecken.

    Grundsätzlich kann ich dieses Buch allen Interessierten empfehlen. Wem ausführliche Biografien zu langweilig sind, ist eingeladen, sich hier einen ersten Einblick in das Leben der (in meinen Augen) viel zu früh verstorbenen Jane Austen zu verschaffen. Viele werden sicherlich danach noch tiefer darin eintauchen wollen.

    Ergänzend:

    Besonders faszinierend fand ich das im Buch am Ende erwähnte Onlineportal What Jane saw, auf dem man virtuell zwei verschiedene Gemäldesammlungen besuchen kann, in denen Jane Austen nachweislich im Verlauf ihres Lebens gewesen ist.

    Mein sehr persönliches Empfinden:

    Nach der Lektüre habe ich (erneut) ein großes Bedauern verspürt, dass noch einige Texte unvollendet blieben. Auch die Vernichtung eines Teils der Korrespondenz Jane Austens durch ihre geliebte Schwester Cassandra empfinde ich als großen Verlust, habe jedoch auch Verständnis dafür, das Andenken an ihre Schwester nicht unnötig zu belasten. Es lässt sich aus heutiger Sicht sicherlich schlecht nachvollziehen, aber Jane und Cassandra werden sich darüber bestimmt einig gewesen sein, was erhaltenswert war. Die Lücken in den erhaltenen Briefen und Texten lassen Platz für Spekulationen, die auch in der Graphic Novel thematisiert wurden.

    Diese nimmt sich an der einen oder anderen Stelle künstlerische Freiheiten heraus, die ich allerdings als nicht allzu kritikwürdig empfand. Am Ende wird es anhand der tatsächlichen Ereignisse erklärt.

    Ich habe auch wieder große Lust, mal wieder die Bücher zu lesen, die ich bereits in verschiedenen Ausgaben gesammelt habe.

    Tea-Time
    Auf einem gedeckten Tisch mit einer Tasse Tee und Scones mit Marmelade und Clotted Cream und herzhaften Scones liegt das Buch.

    Die Graphic Novel hat mich auch dazu gebracht, einige der Verfilmungen zu erwerben, die ich bisher noch nicht kannte. So kam es, dass ich einen Filmabend mit meiner Mutter veranstaltet habe. Sie hat dazu einige Leckereien vorbereitet und wir haben eine gemütliche Tea-Party gefeiert, während unsere Männer zum Fußball gegangen sind.

    Auf einem gedeckten Tisch mit Teetassen und Gebäck liegen vier DVDs und das Buch.
    Auf einem Fernsehbildschirm ist eine Filmszene zu sehen.
Im Vordergrund ist ein gedeckter Tisch mit Tee und Gebäck.

    Weitere Rezensionen:

    Virtueller Galeriebesuch:

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