Rezension: Dinosaurier auf anderen Planeten


Infos:

  • Kurzgeschichten
  • Autorin: Danielle McLaughlin
  • Übersetzerin: Silvia Morawetz
  • Originaltitel: Dinosaurs on other Planets
  • Originalverlag: John Murray General Publishing Division
  • Rezensionsexemplar
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • 256 Seiten
  • Erschienen am 22. Februar 2021

Klappentext:

Eine junge Frau lernt ihren Mann ganz neu kennen, als sie zum ersten Mal seine Heimat an der nordirischen Küste besuchen; eine Mutter will verstehen, warum ihr kleiner Sohn so besessen ist von Tierknochen und der Apokalypse … In diesen Geschichten ist die Welt ebenso schön wie fremd. Männer und Frauen, Alt und Jung bewegen sich durchs Leben, wie ein Tourist ein fernes Land erkundet: aufmerksam, mit einer Mischung aus Staunen und Misstrauen. Sie leben in ständiger Gefahr, missverstanden, verletzt oder abgelehnt zu werden, und wollen doch nur begreifen, wer sie sind, in welcher Welt sie leben.

Meine Meinung:

Ich bin normalerweise keine Leserin von Kurzgeschichten. Aber der Klappentext und das Cover haben mich so stark angesprochen, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte und ein Exemplar beim Verlag angefragt habe. Und ich habe es nicht bereut. Vielen Dank nochmal an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung hat dies nicht beeinflusst.

Die Titel der einzelnen Geschichten lauten:
  • Die Kunst des Füßebindens
  • Gegen die ich mich wehre, die hasse ich nicht
  • Alles über Alice
  • Die Reiher am Fluss
  • Die Nacht des Silberfuchses
  • Kein Oleander
  • Silhouette
  • Ein anderes Land
  • Der Geruch welker Blumen
  • Im Sturz
  • Dinosaurier auf anderen Planeten

Ich möchte jetzt keine Zusammenfassung der einzelnen Texte wiedergeben. Grob gesagt kann man sagen, dass es in fast allen Geschichten um unterschiedliche Familienkonstellationen geht, in denen teils skurrile Begebenheiten geschehen, teils beunruhigende Abgründe aufbrechen.

Die Autorin schafft es in einer sehr gut lesbaren Sprache die Charaktere greifbar zu machen und den Lesenden auf eine fesselnde Reise durch die irische Landschaft zu schicken. Eine Geschichte spielt gar auf einer Reise durch Italien, die nicht weniger irritierende Gefühle auslösen kann.

Es gibt keine langen Einleitungen. Die Geschichten beginnen an einem Punkt im Leben der jeweiligen Erzähler*innen, die teilweise aus der Ich-Perspektive, teilweise aus der Sicht des personalen Erzählers geschrieben sind. So erhält man als Leser ganz unterschiedliche Einblicke in die jeweiligen Geschehnisse, die einen besonderen Sog erzeugen und tief in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten eintauchen lassen.

Die Autorin schafft ganz unterschiedliche Welten mit besonderer Atmosphäre, die stimmungsvoll und charmant sind, aber auch morbide und abschreckend wirken können.

Wenn man unsicher ist, ob dieses Buch gefallen könnte, kann man auf der Verlagsseite eine Leseprobe öffnen. Es handelt sich dabei um die erste Geschichte des Buches, mit dem Titel Die Kunst des Füßebindens. Ich habe die Leseprobe gelesen und war derart fasziniert, dass ich unbedingt weiter lesen wollte. Die übrigen Geschichten behandeln ganz unterschiedliche Themen wie Alkoholismus, Ehebruch, Selbstverletzung und weitere Abgründe menschlichen Verhaltens.

Fazit:

Ich habe alle Geschichten sehr gerne gelesen. Sie haben mich ganz unterschiedlich berührt, aber jede auf ihre Art fasziniert und gefesselt. Meine Fantasie und mein Kopfkino wurden sehr angeregt. Wer mal etwas aus seiner Komfortzone ausbrechen möchte, sollte sich auf diese Lektüre einlassen.

Von mir gibt es definitiv eine Empfehlung!


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