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Allgemein Rezension

Osk – Die Liebe des Wikingers von Katharina Münz

»Also, wer fällt dir ein, der hübsch, höflich und von des Hohen Lied erhellt sein könnte – und ungebunden?«
Deigja zieht die Lippen in die Breite wie eine Kröte. »Lass mich überlegen …« Ihr Blick wendet sich nach innen, sie spinnt gut und gern 13 Ellen Garn, ehe sie einen Vorschlag gefunden hat: »Alle sind verheiratet«, sagt meine Freundin und grinst.
Sie grinst? Weshalb grinst sie? Ich lege den Kopf schief.
»Bis auf einen«, meint sie. »Osk.«
»Osk?« Ich starre Deigja an. »Welchen Osk meinst du?«

Klappentext:

Stattlich, vermögend, ein Bootsbauer, der sich auf sein Handwerk versteht. Óskasteinn Eysteinnsson, genannt Osk, könnte der glücklichste Mann auf Gotland sein – läge seine Mutter ihm nicht tagtäglich mit dem Wunsch nach einer standesgemäßen Schwiegertochter in den Ohren.

Hending Brekisdottir hat ganz andere Sorgen. Entgegen ihren Erwartungen konnte ein hübsch anzusehender Norweger ihr Herz in Flammen setzen. Doch insgeheim, ohne dass ihre Eltern davon ahnen, fordert der Händlerssohn Kenntnisse von seiner zukünftigen Frau – über die Hending bei weitem nicht verfügt.

Könnte ausgerechnet der Handwerker, der ein neues Schiff für ihren Vater baut, ihr als Lehrmeister taugen?

Selfpublisher, bisher nur als E-Book erschienen, ca. 316 Seiten

Meine Meinung:

Ich habe das E-Book als Testleser-Exemplar von der Autorin erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dies hat meine Meinung allerdings nicht beeinflusst.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Hending und Osk erzählt. Dabei wird man als Leser humorvoll und berührend in die Welt der Wikinger entführt, in der es auch mal heiß her gehen kann.

Die Protagonisten sind mir sympathisch und ich konnte mich in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gut hinein versetzen. Besonders gefallen hat mir auch die Geschichte mit dem Kater von Osk, der eine besondere Nebenrolle hatte.

Das Buch liest sich flüssig und ist fesselnd. Manche Begriffe sind anfangs etwas ungewohnt, passen aber hervorragend zur beschriebenen Zeit.

Ich mag den Schreibstil von Katharina Münz sehr! Er ist bildhaft und sehr gut vorstellbar. Außerdem lernt man nebenbei noch ein paar Wörter kennen, die heute eher selten oder gar nicht mehr Verwendung finden. Das mag ich auch total.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, vor allem für Fans des frühen Mittelalters und gefühlvoller Liebesromane.

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