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  • Rezension: Praise The Wicked

    Rezension: Praise The Wicked

    Infos:

    • Untertitel: Wer will schon gut sein
    • Autor / Illustrator: Martin Gancarczyk
    • Selbstverlegt
    • ISBN: 978-3-98942-496-8
    • Erschienen am: 09.04.2025

    Klappentext:

    Wieso willst du gut sein, wenn du auch böse sein kannst? New Adult Urban Fantasy trifft auf eine düstere Interpretation deiner Lieblingsmärchen – erzählt aus der Sicht der Nachkommen der Bösewichte.

    In Sydney sind die Abkömmlinge berühmter Märchenfiguren in zwei Klassen gespalten. Auf der Seite der Unterdrückten stehen Regina, die Tochter der Dunklen Fee, und Malcom, der Sohn der Bösen Königin. Als Agenten des Geheimdienstes Fablehaven kämpfen sie um ihren Platz in der Gesellschaft, während sie gleichzeitig als Wickeds geächtet werden. Zu allem Überfluss steht das größte Fest des Jahrhunderts an: die Hochzeit ihres beliebten, strahlenden Mitagenten und Malcoms erklärtem Erzfeind Prinz Charming. Doch dann erschüttert eine grausame Mordserie Sydney. Gemeinsam mit den anderen Agenten von Fablehaven, darunter der mysteriöse Gavin, Spross der berüchtigten Mafia-Familie Hunter, der Reginas Herz schneller schlagen lässt, müssen sich die ungleichen Freunde der Bedrohung stellen.

    In einem Sydney voller Magie, gefährlicher Geheimnisse, politischer Ränkespiele und undurchsichtiger Allianzen müssen die Wickeds entscheiden, ob sie die Heldenfiguren ihrer eigenen Geschichte werden – oder die Monster, für die sie alle halten…

    Das Buch liegt in einem Blumenbeet, daneben steht eine Porzellanfee. Zwei Lesezeichen liegen neben der Fee.
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich folge Martin Gancarczyk (ausgesprochen etwa: Ganzartschik) schon eine ganze Weile bei Instagram und habe letztes Jahr im Urlaub sein Buch Salem Boys gelesen und es geliebt. Und als er dann Ausschnitte aus seiner aktuellen Arbeit in seinen Storys teilte, wusste ich: Das Buch muss ich auch haben. Ich glaube, im September war es dann vorbestellbar und natürlich wollte ich die signierte Ausgabe mit Farbschnitt haben. Also bestellte ich bei der Buchhandlung Graff, wo dieser großartige Service schon lange für viele Bücher angeboten wird.

    Erscheinungstermin sollte Anfang des Jahres sein, aber durch Probleme mit Druckereien etc. verzögerte sich das Projekt. Aber ich habe meine ganze Geduld zusammen gekratzt und brav gewartet. Schließlich wollte ich kein lieblos hingerotztes Buch, sondern ein Kunstwerk. Und ich finde, es sieht einfach genial aus! Alleine die Optik lohnt die Anschaffung schon!

    Ich habe das Buch also nun endlich Anfang letzter Woche erhalten. Durch die Feiertage musste ich etwas warten. Und es gab wieder eine Hürde: Die Lesezeichen kamen nicht rechtzeitig aus der Druckerei an. Die sollten der signierten Ausgabe nämlich beiliegen. Und die Buchhandlung hat dann mit Martin abgemacht, zu warten, bis er die Lesezeichen schicken kann. Und bis dann über 1.000 Exemplare oder mehr an die Vorbesteller:innen verschickt werden, vergehen nun mal ein paar Tage. Einige hatten die Bücher noch vor Ostern und ich habe mich über jeden begeisterten Post mitgefreut. Das hat meine Vorfreude erst recht angefacht. Und das Warten hat sich wirklich gelohnt:

    Nun aber mal zum Inhalt

    Der Roman ist eine Urban Fantasy. Das heißt, es spielen Fantasyelemente eine Rolle, aber die Handlung und das Setting sind hauptsächlich in unserer bekannten Welt angesiedelt. In diesem Fall hat der Autor bekannte Wesen aus Märchen und Sagen und ihre Geschichten als Vorlage genutzt, und erzählt die Geschichten möglicher Nachfahr:innen. Dabei wird zwischen normalen Menschen (unsere bekannte Welt), Saints (die guten Märchenfiguren) und Wickeds (die sogenannten bösen Märchenfiguren) unterschieden.

    Die Vorgeschichte baut auf der Märchenwelt von Figuren wie Dornröschen, Schneewittchen, das Biest, die böse Fee und vielen anderen auf. Dabei wird davon ausgegangen, dass alle in der gleichen Welt lebten, bis die böse Königin (die Mutter von Malcolm, einem der Helden[?] des Romans) die Drachen und andere Wesen unterwarf, um die Macht in der gesamten Märchenwelt an sich zu reißen. Die Märchenwelt wurde zu einem Ort, an dem niemand mehr leben wollte und so flohen alle, die dazu in der Lage waren, durch ein Portal in unsere Menschenwelt. Also entstand eine Welt, in der Menschen und Märchenwesen zusammen leben, was auch nicht immer problemlos funktioniert.

    Zum Schutz der guten Märchenwesen, die sich selbst Saints nennen, und der Menschen wurden zahlreiche Gesetze erlassen, die das Zusammenleben regeln sollen. Doch diese Gesetze wurden vermehrt diskriminierend gegenüber den Wickeds formuliert, also der Märchenwesen, die selbst über magische Kräfte verfügen und daher als potentiell gefährlich und böse angesehen werden.

    Und da die menschliche Polizei nicht immer unbefangen an ihre Arbeit ging, wurde ein Geheimdienst namens Fablehaven gegründet, in dem Wickeds und Saints gleichberechtigt für die Belange aller arbeiten.

    Die Agenten von Fablehaven müssen immer wieder gegen gefährliche Wesen kämpfen, die durch Risse aus der Märchenwelt in die Menschenwelt eindringen. Außerdem sind 100 Märchenwesen verschwunden und plötzlich werden Leichen gefunden, die nicht durch Menschenhand gestorben sind. Eine seltsame Magiesignatur wird an den Leichen bemerkt, die nur von mächtigen magischen Wesen hinterlassen worden sein können.

    Martin Gancarczyk schafft es in seinem Roman, bekannte Märchen in neue Gewänder zu kleiden und mit hochaktuellen Themen zu veredeln. Queerness ist in diesem Buch nur eine Facette des ganz normalen diversen Lebens. Wobei man nicht von normal sprechen kann. Was ist schon normal, wenn alles total magisch ist?

    Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte es kaum weglegen. Erzählt wird wechselnd aus der Sicht von Regina und Malcolm. Beide gehören zu den Wickeds und haben Schwierigkeiten, sich den ausgrenzenden Regeln zu unterwerfen, vor allem, da sie die ungerechte Behandlung nicht hinnehmen wollen. Hinzu kommt ihre jeweilige dunkle Seite, die gerne mal die Oberhand gewinnen möchte. Vor allem Malcolm kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Beide sind dabei loyal ihren Freund*innen gegenüber und versuchen alles, um in der feindlichen Welt zu bestehen.

    Und diese Freund*innen sind ebensolche faszinierenden und unterschiedlichen Persönlichkeiten. Ich habe jede*n auf ihre eigene Art ins Herz geschlossen und hoffe, in weiteren Büchern (Ja, Mehrzahl, Martin! Schreib mehr davon, ..bitte!) mehr von ihnen zu lesen.

    Ich hatte manchmal Schwierigkeiten, die Märchenfiguren auf den ersten Blick den Vorlagen zuzuordnen. Aber das ist nur mein persönliches Problem. Vielleicht würde da eine kleine Legende am Ende des Buches helfen, aber das ist sicherlich auch ein juristischer Grund, die ursprünglichen oder bekannten Namen 1:1 zu übernehmen. Vor allem Disney wird da genau aufpassen, dass ihre Copyrights nicht missachtet werden. Aber damit kenne ich mich nicht gut aus.

    Die Sprache ist teilweise sehr direkt und derb, aber dabei nie vulgär oder herabsetzend. Spannende und herzzerreißende Szenen werden abgelöst durch einen großartigen Humor. Dieser Roman war eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit überraschenden Wendungen, die teilweise erst im Rückblick passend erscheinen. Vor allem Kapitel 28 war ein Höllenritt!

    Gefallen hat mir, dass es nicht nur Figuren aus Märchen gibt, sondern auch Sagen, wie die vom Rattenfänger oder Sandmann in diese richtig gute Urban Fantasy eingearbeitet wurden. Es fühlt sich an, wie ein zweites Zuhause, in dass ich gerne zurück kehren möchte. Gut, dass es möglicherweise noch in diesem Jahr ein weiteres Buch geben wird, dass in der Wicked-Welt angesiedelt ist und noch mehr bekannte Figuren bereit halten wird. Ich warte sehnsüchtig auf den Vorbestelltermin. Folgt Martin auf Instagram, wenn ihr ab und zu Text-Schnipsel aus seinen aktuellen Arbeiten lesen wollt. Aber Vorsicht, das könnte zu spontanen Buchkäufen verleiten.

    Wem könnte das Buch gefallen?

    Ich empfehle das Buch allen, die eine anständige Alternative zu Harry Potter suchen, denn hier schimmert die Grundeinstellung des Autors durch: Queerness, Rassismus, Gut gegen Böse, Moral, Ethik und soziale Werte. Martin Gancarczyk legt den Finger in die offene Wunde unserer Realität. Es gibt so viele Parallelen zu den aktuellsten Entwicklungen, dass ich mir schlicht wünsche, selbst magische Fähigkeiten zu haben, um entsprechend handeln zu können, damit wir endlich in einer besseren Welt leben können. Wie gerne wäre ich in der Lage, mich in einen riesigen Drachen zu verwandeln. Ja, ich lebe jetzt in Wicked-Sydney.

    Wenn Dir magische Welten gefallen, die einen Bezug zu unserer alltäglichen Welt haben, dann bist Du hier genau richtig. Ich lese auch gerne Bücher wie die Skulduggery Pleasant-Reihe oder die Flüsse von London. Auch Stranger Times Fans könnte das Buch gefallen.

    Signierstunde bei der Leipziger Buchmesse:

    Bei der LBM hatte ich das Vergnügen, eine sehr kurzweilige Wartezeit zu verbringen, bis ich mir ein Autogramm von Martin in mein Autogramme-Buch holen konnte. Es wurde nicht nur mir sondern auch BdB gewidmet, der mich zur Buchmesse begleitet hatte. Es war wirklich toll, Martin endlich mal persönlich zu treffen, und das neue Buch schonmal „probe zu halten“. Außerdem sind seine Eltern, die ihn begleiteten, sehr sympathische Menschen, mit denen Mo und ich noch einen freundlichen Schnack gehalten haben.

    Ich finde, diese Bilder sagen doch alles:

    Links:

  • Vorschau auf das Herbstprogramm und Lesung

    Vorschau auf das Herbstprogramm und Lesung

    Am Buchmesse-Samstag waren wir wieder bei der Vorstellung des Herbstprogramms des DuMont-Verlags, bei der auch wie schon letztes Jahr aus einem aktuellen Titel gelesen wurde.

    Veranstaltungstitel auf einem großen Bildschirm: Blogger*innen-Event auf der Leipziger Buchmesse mit Mascha Unterlehberg

    Zunächst wurden wir gewohnt herzlich vom Blogger*innen-Team, Torsten, Johanna und Liesa begrüßt.

    Blick in den Raum. Es sind sitzende Personen im Vordergrund von hinten zu sitzen, im Hintergrund stehen zwei Frauen an einem Stehpult. Auf dem Bildschirm steht: Unsere Highlights im Herbst.

    Auf unseren Plätzen fanden wir leckere Süßigkeiten und man hörte es im Raum immer wieder knistern und knuspern.

    verpackte Snacks liegen auf der Sitzfläche eines Stuhls

    Dieses Mal wurden aus dem umfangreichen Herbstprogramm 10 Titel vorgestellt. Teilweise kamen die Autor:innen per Video zu Wort und konnten ein paar Worte über ihre Bücher direkt an uns richten.

    Ich habe mir auch direkt ein Buch markiert, dass ich anfragen möchte, sobald es verfügbar ist. Der Titel Der Krabbenfischer hat mich sofort angesprochen.

    Eine Videobotschaft hat uns alle sehr amüsiert: Der Autor Christian Schnalke begrüßte uns kurz und kündigte dann an, dass er zur Buchvorstellung etwas Musik spielen würde. Also startete er einen bekannten Rocksong und präsentierte ein paar Illustrationen aus seinem im Oktober erscheinenden Buch Ich bin der beste Freund des Menschen. Dabei übertönte die Musik seine Worte, was er auch so beabsichtigt hatte. Ich fand das sehr witzig. Er ließ also die Bilder sprechen, die definitiv einen Blick ins Buch wert sind.

    Auch die Zeichnungen gefielen mir. Das Buch landete direkt auf meiner Wunschliste.

    Buchcover. Ein Hund steht vor einem Buch, das sagt: Ich bin der beste Freund des Menschen. Weißer Hintergrund, Name des Autors mittig oben in roter Schrift, Verlag rechts unten in schwarzer Schrift.

    Nach der Vorstellung der Bücher wurde wieder ein kleines Rätsel rund um DuMont-Titel präsentiert. Diesmal konnte man online über sein Smartphone teilnehmen und es gab auch wieder etwas zu gewinnen. Aber ich fürchte, dafür habe ich nicht genug Fragen richtig beantwortet, obwohl ich zum Beispiel direkt den ersten Satz aus dem Buch 22 Bahnen von Caroline Wahl erkannte. Gut, dass wir dieses Buch im Lesekreis lasen. Spaß gemacht hat das Rätsel aber auf jeden Fall.

    Text auf einem großen Bildschirm:
Bereit für ein Rätsel?
Gefolgt von einem einleitenden Text, dem Link und dem entsprechenden QR-Code, um am Rätsel teilnehmen zu können.

    Eine Übersicht der vorgestellten Titel:

    Erscheinungstermin 15. Juli:

    • Furye von Kat Eryn Rubik
    • Der Krabbenfischer von Benjamin Wood (Übersetzer: Werner Löcher-Lawrence)

    Erscheinungstermin 12. August:

    • Botanik des Wahnsinns von Leon Engler
    • Der große Gary von Rob Perry (Übersetzer: Stephan Kleiner)
    • Das gelbe Haus von Mieko Kawakami (Übersetzerin: Katja Busson)

    Erscheinungstermin 16. September:

    • Medulla von Verena Güntner
    • Über die Toten nur Gutes von Andreas Izqierdo

    Erscheinungstermin 10. Oktober:

    • Maya und Samuel von Franziska Fischer
    • Bist du sauer auf mich? von Meg Josephson (Übersetzerin: Maria Mill)
    • Ich bin der beste Freund des Menschen! von Christian Schnalke

    Außerdem wurde uns ein besonderer Titel von Ewald Arenz angekündigt, auf den wir uns sehr freuen können. Ich bin sehr gespannt!

    Weitere Titel, die im Herbst im Verlag erscheinen werden.

    Lesung und Gespräch

    Nach den Buchvorstellungen gab es wie schon im Vorjahr eine Lesung und ein Gespräch mit der Autorin. Dieses Mal las Mascha Unterlehberg den kompletten Prolog aus ihrem Roman Wenn wir lächeln.

    Liesa im Gespräch mit Mascha. Auf dem Bildschirm sind einige Bilder und Meinungen zum Buch von Rezensenten zu sehen.

    Liesa stellte der Autorin auch einige Fragen zum Buch und ihrem bisherigen Werdegang.

    Mascha Unterlehberg wurde in Mülheim an der Ruhr geboren und hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg und Paris sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Sie hat bereits an Theatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet.

    Das Buch Wenn wir lächeln spielt Anfang der 2000er Jahre und handelt von Freund:innenschaft und dem Patriarchat und den Auswirkungen auf die jungen Frauen. Der Titel kam dadurch, dass Frauen oft gesagt wird, dass sie mehr lächeln sollen. Mascha Unterlehberg hat etwa 4 Jahre daran gearbeitet. In der Zeit wohnte sie in Leipzig und hatte dort mit anderen Frauen ein Schreibatelier, u. a. war Ruth Maria Thomas ein Teil davon. Mascha Unterlehberg ist dankbar für die gemachten Erfahrungen und der Schwesternschaft mit anderen Autorinnen, die einander unterstützen, wertschätzen und sich den Erfolg nicht gegenseitig neiden.

    Generell hofft sie, dass viele Männer das Buch lesen, damit diese einen anderen Einblick in die Welt von uns Frauen erhalten.

    Mascha lächelt und hält ein Mikrofon. Ihr Kopf ist seitlich abgewandt.

    Außerdem konnten wir uns wieder über einen Stoffbeutel mit zwei Büchern darin freuen. Neben Wenn wir lächeln befand sich darin noch Perlen von Siân Hughes. Dieses Buch erscheint erst am 13. Mai. Es stand 2023 auf der Longlist für den Booker Prize.

    Und natürlich gab es noch die Gelegenheit, das Buch von Mascha Unterlehberg signieren zu lassen und mit ihr für ein Foto zu posieren. Ich fand die Autorin sehr sympathisch.

    Linksammlung:

    Was ich an diesem Tag noch erlebte

    Der Rest des dritten Messetages verlief entspannt. Wir hatten keine weiteren Termine, außer dass Mo eine befreundete Autorin am Stand der Mörderischen Schwestern besuchen wollte, was ihr in ihrem Messebericht zu Tag 3 nachlesen könnt. Ich sage nur: 2 Stunden?!?!? (Nächstes mal gerne wieder, aber dann bitte sitzend mit einem Kaffee und einem Happen zu essen dabei..)

    Und ich wollte unbedingt Ann-Kathrin Karschnick in ihrem Schildkrötenkostüm sehen. Sie hatte nämlich eine Wette verloren und „durfte“ deshalb den ganzen Samstag als Schildkröte herum laufen. Die Wette besagte, dass sie es nicht schaffen würde, die Erstauflage ihres Romans Kumara bis Mitte März auszuverkaufen. Das hat allerdings geklappt. Sobald ich es gelesen habe, werde ich Euch die Rezension nachreichen.

    Auf dem Weg dorthin hielten wir aber noch am Stand des Kulturverlags Kadmos an, da ich meine „Dienste“ als Bloggerin anbieten wollte. Ich bekam ein Exemplar von Ostseetiere, was mir die Autorin sogar signierte, da sie gerade am Stand war. Auch hierzu werde ich noch eine ausführliche Buch- und Verlagsvorstellung verfassen.

    Zwischendurch verlor ich Mo, da ich so durstig war, dass ich mir im Bloggerroom etwas Wasser holte. Und als ich zum Treffpunkt zurück kam, war Mo mittlerweile auf dem Weg zur Toilette. Aber wir fanden uns doch noch und konnten kurz vor Schließung der Hallen noch ein paar Fotos von den nun fast leeren Ständen machen. Ein paar Bilder habe ich schon in meinem Nachbericht gezeigt.

    Anschließend trugen wir unsere Schätze ins Hotel und gingen dann noch bei einem American Burger in Sichtweite des Hotels ein leckeres Abendbrot essen, bevor wir wieder einmal völlig fertig ins Bett fielen.

  • Buchvorstellung: Mathilda

    Buchvorstellung: Mathilda

    Infos:

    • Autorin: Mary Shelley
    • Übersetzung: Stefan Weidle
    • Zusätzliche Texte: Mit einem Nachwort von Stefan Weidle
    • Verlag: Pendragon Verlag Bielefeld
    • Preis: € 22,00
    • Format: Hardcover, 196 Seiten
    • ISBN: 978-3-86532-870-0
    • Erschienen am: 26.02.2025

    Klappentext:

    Die junge Mathilda wächst nach dem Tod ihrer Mutter einsam und ohne Zuwendung auf. Erst als ihr Vater aus seinem selbst auferlegten Exil zurückkehrt, wagt sie, auf Glück zu hoffen. Doch nach wenigen gemeinsamen Wochen legt sich ein Schatten über die Beziehung der beiden, und Mathilda droht in einen noch tieferen Abgrund zu stürzen …

    Mary Shelley schrieb mit »Frankenstein« einen wegweisenden Roman der Schwarzen Romantik. Auch in dem nachfolgenden Werk »Mathilda«, das erst über hundert Jahre später posthum veröffentlicht wurde, verarbeitete sie Themen wie Obsession, Empfindsamkeit und die Erhabenheit der Natur.

    Link zum Buch

    Lesung und Gespräch am Stand des Literatur-Rats NRW am letzten Messetag

    Leere Sessel stehen auf einem Podest, dahinter ein großer Bildschirm mit der Ankündigung des Programmpunktes. Seitlich im Bild steht das Buch auf einem Tisch vor einem aufgeklappten Laptop.

    Das Gespräch

    Am letzten Messetag bin ich bei der Buchvorstellung zu dem Buch Mathilda von Mary Shelley gewesen. Die Autorin schrieb das Buch nachdem sie zwei ihrer Kinder im Kleinkindalter verloren hatte und noch in tiefer Trauer darüber war. Dies merkt man der Geschichte an. Generell ist Mary Shelley als Erfinderin der Gothic Novel bekannt. Also den düsteren, romantischen Titeln mit Horrorelementen.

    Das Gespräch führte Günther Butkus, der Verlagsleiter des Pendragon Verlags aus Bielefeld, bei dem das Buch erschienen ist, mit dem Übersetzer Stefan Weidle, der früher selbst als Verleger tätig war. Seine Frau Barbara Weidle las zwischendurch einen Abschnitt aus dem Buch vor, der mir sehr gefallen hat und mir definitiv Lust darauf gemacht hat, das Buch zu lesen. Vielleicht ja mit meinem Lesekreis.

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Wie sich der Übersetzer auf die Arbeit mit dem Buch vorbereitete

    Stefan Weidle las unter anderem die Wahlverwandtschaften von Goethe, um sich auf die Sprache der Zeit um 1819 einzustellen. Außerdem kann er die Frankenstein-Übersetzung von Alexander Pechmann und die Mary Shelley Roman-Biografie von Barbara Sichtermann empfehlen.

    Er betonte, dass Mary Shelley stets sagte, dass sie nicht die Vorlage für ihre Protagonist:innen war.

    „I did not make myself the heroine of my tales.“

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Die Autorin und ihre Zeit

    Mary Godwin war die Tochter der Feministin und Schriftstellerin Mary Wollstonecraft, die kurz nach ihrer Geburt starb. Ihr Vater William Godwin war Philosoph und sorgte für eine umfassende Bildung seiner Töchter. So sprach Mary Shelley Italienisch und lebte mit ihrem späteren Mann eine Zeitlang in Italien, wo sie auch zum Beispiel Texte von Dante übersetzte.

    In ihrem Umfeld gab es einige Selbstmorde. Zwei ihrer Kinder starben früh, was sie in schwere Depressionen stürzte. Dies spiegelt sich auch in ihren Geschichten. Ihre Texte sind sprachlich von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Teilweise nutzt sie eine karge Sprache. Sie hat den starren Blick einer Depressiven, den man nur schreiben kann, wenn man selbst depressiv ist.

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Ein paar Worte zu Mathilda

    Die Geschichte entstand zu der Zeit, als ihre Kinder starben. Wie Mary selbst, wächst die Protagonistin ohne Mutter auf. Das Buch selbst erschien erst 1959 posthum, über 100 Jahre nach dem Tod der Autorin. Das Manuskript wurde ihm Nachlass ihres Vaters gefunden.

    Im Originalmanuskript hat Mary Shelley Hinweise auf literarische Werke anderer Autor:innen ihrer Zeit eingestreut. Dies war durchaus üblich und galt als Hommage. Dies hat der Übersetzer mit aktuelleren Zitaten aus der deutschen Literatur eingebaut, da die heutigen Leser:innen die Zitate von damals nicht erkennen würden.

    In der Geschichte geht es auch um Inzest, ein Mode-Thema der damaligen Zeit. Dieser ist die Wurzel des Elends von Mathilda, die der Leidenschaft des Vaters ausgesetzt ist, der in ihr die verstorbene Mutter sieht. Er war nach dem Tod der Mutter lange abwesend und nach der Rückkehr ziehen sie nach Schottland, wo er sie jedoch nach einigen Wochen wieder verlässt. Mathilda gibt sich daran die Schuld.

    Stefan Weidle schilderte im Gespräch eine Verfolgungsszene des Buches derart bildhaft, dass ich spätestens dann beschloss, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Seid Ihr auch neugierig geworden?

    Weiterführend:

    Meine Rezension zu einem Roman über Mary Shelley findet Ihr unter diesem Link. Ich hätte Stefan Weidle gerne gefragt, ob er dieses Buch kennt und wie er es fand, aber mir fiel die Autorin leider nicht ein.

    Buchvorstellung Für immer von Maja Lunde

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Über den Verlag (Auszug)

    Seit seiner Gründung 1981 hat sich der Pendragon Verlag stetig weiterentwickelt und ist dabei doch immer seinen Wurzeln treu geblieben. Besonders im Fokus stehen hier Romane, die verschiedene Epochen und Orte der deutschen Geschichte thematisieren.

    Doch nicht nur die deutsche Geschichte findet Repräsentation, sondern auch spannende Werke aus anderen Kulturen stehen bei Pendragon im Fokus.

    Mit Stephen Crane hat außerdem einer der ganz großen Autoren Amerikas bei Pendragon ein Zuhause gefunden. Viele seiner Werke erschienen als deutsche Erstübersetzungen beim Verlag.

    Doch nicht nur die Prosa ist im Verlag gut aufgehoben, sondern auch Lyrik findet sich im Programm. In die magische Welt der Worte entführt Lina Atfah, deren arabische Gedichte in zwei Gedichtbänden kunstvoll auf Deutsch übersetzt wurden. Auch Hellmuth Opitz schreibt in seinen Werken mit poetischen Worten Bilder.

    Pendragon ist ein kleiner Verlag mit großer Vielfalt, der übrigens 2020 und 2022 den Deutschen Verlagspreis erhielt.

    Der Verlag führt auch einen Blog, den ihr unter diesem Link finden könnt.

    Frühjahrstitel vom Pendragon Verlag mit Mathilda von Mary Shelley
    Link zum Verlag

  • Buchvorstellung: Für immer

    Buchvorstellung: Für immer

    Infos:

    • Autorin: Maja Lunde
    • Ausgabe: Hardcover, mit Schutzumschlag, 320 Seiten
    • Erschienen am: 15.01.2025
    • Originaltitel: Lukkertid
    • Übersetzung: Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
    • ISBN: 978-3-442-76278-1
    • Originalverlag: Forlaget Oktober

    Klappentext:

    An einem gewöhnlichen Tag Anfang Juni kommt die Zeit zum Stehen. Niemand stirbt, niemand wird mehr geboren. Die neue Ewigkeit verändert das Lebensgefühl der Menschen: Die Rentnerin Margo will ausgelassen das Leben feiern und auf Reisen gehen – doch ihr pflanzenliebender Ehemann Otto möchte seine Balkonblumen nicht alleine lassen. Für die Fotografin Jenny gibt es nichts Schöneres, als die geschenkte Zeit mit ihrer Familie im Sommerhaus zu verbringen. Trotzdem plagt sie das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. Und die Krankenschwester Eva erlebt die Sorge der Schwangeren, die nicht wissen, wann ihre Babys zur Welt kommen. Überall im Land rätselt man, warum die Menschen aus dem Lauf der Zeit herausgefallen sind. Ist es ein Virus, ein alter Zauber oder eine Verschwörung böser Mächte? Und warum geht in der Natur der Kreislauf von Werden und Vergehen unvermindert weiter? Feinfühlig und mit viel Wärme schreibt Maja Lunde in ihrem neuen großen Roman über das Leben im Jetzt, die eigene Endlichkeit und über unsere Verbindung zur Natur.

    Link zum Buch

    Gespräch mit Maja Lunde bei der Leipziger Buchmesse 2025

    Vor der Buchmesse hatten wir die Gelegenheit uns für einige Lesungen und Buchvorstellungen anzumelden, die im Bloggerroom BL:OOM stattfinden sollten.

    Unter anderem hatte ich mich für das Gespräch mit Maja Lunde angemeldet, das am Eröffnungstag um 13 Uhr stattfand. Mein Messebuddy Mo war auch dafür angemeldet und wir trafen pünktlich am BL:OOM ein und setzten uns erwartungsvoll in den bereits gut gefüllten Raum.

    Die Gespräche wurden hauptsächlich von Buchblogger:innen geführt, die die Buchmesse-Verantwortlichen eigens hierfür eingeladen hatten.

    Die Autorin:

    Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin.

    Das Gespräch

    Das Gespräch wurde komplett in Englisch geführt, was für mich unproblematisch war. Allerdings ging das nicht allen Anwesenden so. Da hätte es sicher geholfen, wenn die Gesprächsführerin Ilke einiges auf Deutsch übersetzt hätte.

    Zunächst fragte sie die Autorin einiges über ihren Werdegang. So erfuhren wir etwas über ihre Entwicklung von der Drehbuch- und Kinderbuchautorin zur gefeierten Autorin für Erwachsenenromane.

    »Die Geschichte der Bienen« war ihr erster Roman für Erwachsene. Es folgten »Die Geschichte des Wassers«, »Die Letzten ihrer Art« und »Der Traum von einem Baum«, womit ihr literarisches »Klimaquartett« abgeschlossen ist.

    Die Autorin Maja Lunde und Ilke sitzen sich an einem Stehtisch auf erhöhten Stühlen gegenüber. Sie sitzen sich zugewandt, leicht schräg zum Publikum, und sehen sich an. Maja Lunde hält ein Mikrofon und spricht gerade.
Hinter ihnen steht ein Plakat der Buchmesse, auf dem das Logo der Leipziger Buchmesse und das Logo der Leipziger Messe ist, dazwischen steht BL:OOM, darunter in kleineren Buchstaben BloggerRoom #lbm in verschiedenen Farben. In großen Worten steht dort außerdem das Motto der LBM 2025: Worte bewegen meine Welt #LBM25.
    Maja Lunde im Gespräch mit Ilke (Buchgeschichten)

    Anschließend ging es dann um den aktuellen Roman „Für immer“, der Anfang dieses Jahres auf Deutsch erschien.

    Als sie vor etwa 10 Jahren größere Berühmtheit erlangte und 40 Jahre alt wurde, begann sie über das Leben und den Tod nachzudenken. Sie fragte sich, was passiert, wenn die Zeit stehen bleibt und niemand mehr stirbt. Daraus entstand dann der Roman, in dem sie aus den Perspektiven verschiedener Protagonist:innen erzählt, die alle unterschiedlich mit dem neuen Leben umgehen.

    Zunächst fühlen sich alle gesegnet und freuen sich über die neu gewonnene Zeit, doch irgendwann wird die Situation angsteinflößend und verzweifelt, nichts ändert sich mehr.

    Am Beispiel der Fotografin Jenny, die durch ihre Fotos versucht, Menschen und Szenen zu einer bestimmten Zeit einzufangen und für die Ewigkeit zu konservieren, zog Maja Lunde den Vergleich, dass Social Media versucht, den Tod zu besiegen, in dem unvergängliche Momente geschaffen werden sollen. Man versucht, Normalität in einer schwierigen Zeit zu erhalten.

    „To capture photos makes time stand still.“

    Ich fand die Aussage gut, dass es immer Hoffnung geben sollte. Denn:

    „Without hope we don’t have the urge to act.“

    Ein anderer Aspekt des Romans ist, dass die Natur weiter im Kreislauf des Werdens und Vergehens bleibt. Maja Lunde begründete dies damit, dass die Natur genug von der Menschheit hatte und sie einfach gestoppt hat.

    Auch sind die Geschichten in diesem Roman miteinander verbunden.

    Die Autorin hat noch einen kleinen Hinweis für zukünftige Leser:innen gegeben:

    Auf Seite 309 kann man den Roman auf eine komplett andere Art betrachten. Mehr konnte sie, ohne zu spoilern, nicht dazu sagen.

    Vorschlag für meinen Lesekreis

    Ich bin von der Geschichte sehr fasziniert und habe sie bereits meinem Lesekreis vorgeschlagen, da ich denke, dass wir dazu sehr viel zu diskutieren haben werden. Ich konnte die Damen definitiv sehr neugierig auf das Buch machen und wir planen, es noch in diesem Jahr zu lesen. Mal sehen, ob wir genug Exemplare über die Bücherei beziehen können.

    Abschließend

    Zuletzt wurde noch nach kommenden Projekten gefragt. Maja Lunde weiß schon, worum es in ihrem nächsten Roman gehen wird, hat aber nichts weiter verraten.

    Nach dem Druck gefragt, den sie als Autor:in verspüren könnte, wenn man bereits ein erfolgreiches Buch geschrieben hat, sagte sie, dass sie beim Schreiben nicht an die Leser:innen denkt, sondern den Fokus auf die Geschichte legt.

    Und auf die Frage, was sie am meisten freut, war ihre Antwort, die Reaktionen der jungen Frauen und Mädchen, die sich durch ihre Romane inspiriert fühlen. Sie bekam bereits Nachrichten, in denen ihre Leserinnen ihr berichteten, dass sie sich weniger auf sich selbst fixieren, sondern hinaus gehen, um die Welt zum Besseren zu verändern.

    Zu guter Letzt

    Nach dem Gespräch war noch Zeit, ein paar Fotos zu machen und sich ein Autogramm zu holen. Die Autorin war mir sehr sympathisch.

    Die Autorin Maja Lunde sitzt auf einem Stuhl an einem Stehtisch, ich stehe daneben. Wir blicken beide lächelnd in die Kamera.
BLOOM Gespräch
    Maja Lunde und ich

    Links:

    Nachbericht LBM 25

    Vorschau auf die LBM 25

    Bericht von Mo zum ersten Messetag

  • Rezension: Eine Flussfahrt, die ist tödlich

    Rezension: Eine Flussfahrt, die ist tödlich

    Infos:

    • Autor: Andreas K. Buchholz
    • Teil 4 der Reihe: Morden ohne Sorgen – Ein Fall für Frederik Loebell
    • Verlag: beTHRILLED
    • Format: eBook
    • Genre: Krimi / Potsdam-Provinz-Krimi
    • 155 Seiten
    • ISBN: 978-3-7517-5661-7
    • Erscheinungsdatum: 01.03.2025

    Klappentext:

    Der Frühsommer ist in Potsdam eingekehrt und die Vögel zwitschern. Perfekte Zeit für eine romantische Bootsfahrt. Schade nur, dass im Ruderboot ganz unromantisch eine Leiche liegt. Noch dazu ein Beamter vom Umweltamt. Da schnuppern Frederik Loebell und sein Zwergdackel Wilhelm doch direkt den nächsten Fall.

    Für den Lokalreporter ist der Täter auch schnell gefunden: der stinkreiche Reeder Kai-Uwe Hannig. Wenn der kein wasserdichtes Alibi hätte, wäre die Sache leichter. Gemeinsam mit Kommissarin Edda Kleist und seiner Jugendliebe Fleur geht Loebell jedem Hinweis nach. Wenn er dabei mal nicht das Wichtigste übersieht …

    Frühlingshaft, mörderisch und leicht chaotisch: »Eine Flussfahrt, die ist tödlich« ist der nächste Fall für Frederik Loebell aus der humorvollen Provinz-Krimi-Reihe »Morden ohne Sorgen«.

    Im schönen Potsdam, zwischen Schlössern und Parks, stolpert Frederik mit seinem Zwergdackel Wilhelm über die eine oder andere Leiche. Zum Glück stehen ihm mehrere tapfere Helfer zur Seite – die lebensfrohen Reporterin Lisi und der junge Redakteur Tuan, sowie Loebells liebste Ermittlungspartnerin Fleur. Ach, und Zwergdackel Wilhelm ist mit seiner Spürnase natürlich auch immer dabei.

    eBooks von beTHRILLED – mörderisch gute Unterhaltung!

    Mein e-Book-Reader mit dem Cover des Buches.
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch wieder als Rezensionsexemplar direkt vom Autoren erhalten. Das hat mich sehr gefreut, meine Meinung aber nicht beeinflusst.

    Gelesen habe ich das Buch bereits im März, kam aber durch Krankheit und den Besuch der Buchmesse nicht direkt dazu, eine Rezension zu schreiben. Ich hoffe, Ihr könnt es mir nachsehen.

    Auch in diesem Teil der Reihe wird als erstes eine Leiche gefunden. Diesmal von Loebells Tante Katharina und ihrem Freund Graf Anton, der sie auf eine romantische Bootstour mitnehmen wollte. Katharina wittert sofort einen Mord und alamiert die Polizei, die das ganze als bedauerlichen Unfall bewertet.

    Loebell selbst ist auf der Suche nach einem Tierarzt für seinen Dackel Wilhelm. Das scheitert allerdings oft an den ungeheuren Erwartungen, die an ihn als Hundebesitzer gerichtet werden. Schließlich ist sein Dackel in Bestform und benötigt bestimmt keine Diät oder mehr Bewegung. Seine Kollegin Lisi interessiert sich auch für den Tierarzt, aber nur, weil ihr Jan gerade an einem Austauschprogramm in Spanien teilnimmt und bestimmt von den dortigen weiblichen Kolleginnen umschwärmt wird.

    Und dann kommt der Chefredakteur mit einer großen Geschichte. Das große Bauvorhaben am See muss in der Zeitung gehörig gewürdigt und beworben werden. Schließlich handelt es sich bei dem Reeder um den größten Werbepartner der Zeitung.

    Das Buch beginnt also bereits gewohnt humorvoll und chaotisch und ich bin den bereits liebgewonnenen Charakteren weiterhin gerne in ihre Abenteuer gefolgt.

    Hauptrolle in diesem kurzweiligen Krimi ist diesmal der See, an dem so einiges passiert. Schüsse am und auf dem See, mehrere Leichen, Kaninchenzüchter im Kleingartenverein am See und Proteste gegen den Neubau von Luxusappartements.

    Der Frühling hält also einen bunten Strauß aufregender Abenteuer und komischer Momente bereit. Ich musste einige Male laut lachen. Vor allem Dackel Wilhelm hat einige Glanzmomente.

    Auch beim Mordfall konnte ich wieder fleißig miträtseln, und wer aufmerksam liest, könnte die eine oder andere Vermutung anstellen. Am Ende lag ich gar nicht so weit daneben, aber wurde trotzdem noch mit einer Wendung überrascht, die ich absolut nicht kommen sehen habe.

    Ich freue mich schon auf Band 5, der den Titel Vier Pfauen und ein Mord tragen wird. Einen kleinen Ausblick darauf gibt es bereits am Ende von Band 4, der mich auf die Fortsetzung neugierig gemacht hat. Erscheinungstermin ist Anfang Juli.

    Alle bisher erschienenen Bücher der Reihe:

  • Nachbericht Leipziger Buchmesse 2025

    Nachbericht Leipziger Buchmesse 2025

    Heute möchte ich Euch einen kleinen Messebericht von meinem Besuch mit meinem Lieblings-Messebuddy bei der Leipziger Buchmesse geben.

    Kaum zu glauben, dass sie schon wieder eine Woche her ist!

    Dieses Jahr sind Mo und ich bereits am Mittwoch angereist, um den Stress zu vermeiden, den wir letztes Jahr durch die Anreise am ersten Messetag hatten.

    So kamen wir ganz entspannt am Mittwochnachmittag im Hotel an, haben eingecheckt, unsere Sachen aufs Zimmer gebracht und dann die nähere Umgebung erkundet. Geschäfte und Restaurants waren fußläufig erreichbar, und das Beste, auch das Messegelände befand sich direkt auf der anderen Straßenseite!

    Kein Stehen im Stau oder in überfüllten Straßenbahnen auf dem Weg zur Messe.

    So konnten wir Donnerstag bis Sonntag ganz entspannt nach dem Frühstück aufs Messegelände spazieren und waren pünktlich bei den frühen Veranstaltungen, zu denen wir uns angemeldet hatten.

    Bisheriger Besucherrekord

    Die Buchmesse war übrigens die bisher am stärksten besuchte Leipziger Buchmesse mit 296.000 Besuchenden! Das waren etwa 13.000 mehr als im Vorjahr.

    Und das haben wir schon am Donnerstag und Freitag gemerkt. Das waren bisher immer die ruhigsten Tage, aber diesmal waren schon an diesen ersten beiden Messetagen die Schlangen an den Eingängen unglaublich lang und die Messehallen voller als in vergangenen Jahren!

    Ein kleiner Überblick über meine Abenteuer auf der LBM

    Donnerstag:

    Am Donnerstag habe ich bei den Standeröffnungen der Stände des Gastlandes Norwegen und der Vereinigung der südosteuropäischen Länder, Traduki, vorbei geschaut. Beim norwegischen Stand bekam man allerdings kein Bein an die Erde, da das Interesse sehr groß war. Und bei Traduki musste ich eher gehen, da Mo schon auf mich wartete.

    Mittags waren Mo und ich dann bei der Buchvorstellung des Buches Für immer von Maja Lunde. Ich werde das Buch meinem Lesekreis vorstellen, da ich denke, es ist für unsere Gruppe perfekt geeignet.

    Außerdem wollte ich unbedingt einen Abstecher bei den drei Autoren-Amigos machen, um André Milewski endlich persönlich zu treffen. Schließlich hatte ich extra mein Sharkbusters-T-Shirt angezogen.

    André und ich

    Abends lernten wir, dass das überteuerte Essen vom Vorabend nicht besser war, als das Essen bei unserem bisherigen Lieblingsvietnamesen in Leipzig. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Freitag:

    Am Freitag waren Mo und ich bei der Vorstellung der Preisträgerin des Preises der Leipziger Buchmesse Belletristik, Kristine Bilkau und ihrem Buch Halbinsel. Auch dieses Buch möchte ich dem Lesekreis als gemeinsame Lektüre vorschlagen.

    Später hatte Mo andere Termine und ich ging zur Blogger-Happy-Hour am Norwegen-Stand. Leider gab es die angekündigten Waffeln nicht, aber es wurden ein paar tolle Bücher vorgestellt.

    Blick in den Stand des Gastlands Norwegen.
Leipziger Buchmesse Messebericht

    Anschließend gingen wir zusammen zur Signierstunde von Martin Gancarczyk, bei der wir viel Spaß hatten und uns eine Weile mit seinen richtig netten Eltern unterhielten.

    Martin, ich, sein Buch und Bernd das Brot

    Abends waren wir dann spontan zu einem Abendessen mit Autor:innen und Blogger:innen eingeladen. Dort gab es leckeres italienisches Essen und wir konnten tolle Gespräche mit den Anwesenden führen. Außerdem gab es drei Bücher, die die jeweiligen Autor:innen signierten.

    Samstag:

    Samstag erwartete uns als erstes die DuMont Herbstvorstellung und den Rest des Tages konnten wir frei durch die Hallen bummeln.

    Wichtig war mir dabei, Ann-Kathrin Karschnick im Schildkrötenkostüm zu sehen.

    Außerdem gelang es mir, mich beim Kadmos-Verlag als Bloggerin vorzustellen und wir vereinbarten eine zukünftige Zusammenarbeit, die mit dem Sachbuch Ostseetiere beginnt, das ich freundlicherweise direkt mitnehmen konnte, inklusive Signatur der Autorin! Eine Rezension wird folgen.

    Sonntag:

    An unserem letzten Messetag hatte Mo noch ein paar Termine auf dem Zettel, also stromerte ich allein durch die Hallen.

    Vor unserer Abreise stand dann noch ein gemeinsamer Termin im Kalender: Jane Austen, ihre Welt und ihre Bücher. Ein faszinierendes Gespräch mit zwei Blogger:innen, bei dem es sogar Tee und Kekse gab.

    Danach machten wir noch einen Rundgang durch Halle 1, wo wir doch noch einige Dinge kaufen „mussten“..

    Ich werde zu einigen der Programmpunkte noch genauere Berichte verfassen. Wir haben in den 4 Tagen so viel erlebt, dass ein Bericht alleine nicht ausreicht.

    Wir haben so viele nette Menschen getroffen und so viele spannende und spaßige Gespräche geführt! Es waren 4 großartige Tage!

    Linksammlung Buchmesseberichte:

    -folgen.

    Beitrag von Mo zum ersten Messetag