Schlagwort: Science Fantasy

  • Rezension: Yogamino

    Rezension: Yogamino

    Infos:

    • Untertitel: Im Zickzack der Zeit und Ruckzuck der Räume
    • Autor: Matthias A.K. Zimmermann
    • Edition Modellwelten / BoD, Hamburg
    • 586 Seiten
    • Erscheinung: März 2026

    Klappentext:

    Alexandra und Zarina denken, mit Yoga bereits den Gipfel der Erleuchtung erreicht zu haben – bis ein mysteriöses Ereignis sie in die wildeste Achterbahnfahrt ihres Lebens katapultiert. Zeitzauberschleifen und Raumverwirbelungen bringen alles durcheinander. Und als wäre das nicht schon genug, tauchen fabelhafte Kreaturen und futuristische Technologien auf – als hätten die beiden sich in eine Geschichte verirrt, in der Wissenschaft und Magie um den krassesten Twist konkurrieren.

    Tja, das Leben wird richtig knifflig, wenn man herausfinden muss, ob die sprechende Katze von nebenan real ist oder ob man gerade mitten in einem Film steckt. Mit jedem weiteren Moment wird klar: Hier ist mehr im Spiel als nur ein paar verdrehte Dimensionen! Während die Welt um sie herum immer surrealer wird, bleibt den beiden nichts anderes übrig, als nach dem tieferen Sinn hinter all dem Durcheinander zu suchen. Zarina und Alexandra begeben sich auf eine spirituelle Entdeckungsreise durch das Mysterium der Zeit – vom flüchtigen Augenblick bis hin zur Unendlichkeit.

    Das Buch liegt neben einer dekorativen Zementscheibe mit Muscheln und Mosaiksteinen auf Rindenmulch
    Link zur Autorenseite
    Hinweis:

    Dieser Roman entstand in einem Zeitraum von neun Jahren, von 2017 bis 2026, und spiegelt die kontinuierliche Weiterentwicklung von Matthias A. K. Zimmermanns Bilderwelten, die sich aus der Verbindung von Musik, Malerei und digitalen Medien ergeben haben. Seine Bücher erscheinen sowohl in Verlagen als auch unter seiner eigenen Edition MODELLWELTEN.

    Meine Meinung:

    Als der Autor mich fragte, ob ich sein neuestes Buch lesen und rezensieren möchte, fühlte ich mich geschmeichelt. Zeugt dies doch davon, dass jemand Vertrauen in mein Urteil hat. Und die bisherigen Berührungen mit den Büchern von Matthias A.K. Zimmermann erzeugten in mir eine gewisse Erwartung. Nicht an das Buch, sondern an mich. Denn die Bücher sind immer überraschend und völlig anders, als alle bisher gelesenen Bücher. Aber ich konnte nicht versprechen, dass ich sehr bald Zeit und Energie für die Lektüre aufbringen könnte. Die Leipziger Buchmesse stand vor der Tür und ich hatte eine stressige Zeit bei der Arbeit hinter mir.

    Der Autor sicherte mir zu, dass ich mir Zeit lassen könnte und ließ mir das Buch nach meiner Zusage zuschicken. Vielen Dank für das Vertrauen und die Geduld!

    Meine Eindrücke:

    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit der Geschichte und der Protagonistin Alexandra warm zu werden. Sie war mir erst überhaupt nicht sympathisch. Dies besserte sich, als Zarina dazu kam und die Handlung wieder und wieder völlig neue Wendungen nahmen.

    Man kann den Roman überhaupt keinem bestimmten Genre zuordnen. Wie in seinen bisherigen Büchern lässt der Autor sich nicht in die Karten schauen und öffnet ständig neue Tore in die unterschiedlichsten Welten. Diese Komplexität hat mich auch manchmal verwirrt. Wenn man nicht aufmerksam liest oder die Konzentration gestört ist, verpasst man schnell mal wichtige Zusammenhänge oder Referenzen an die Popkultur.

    Der Mix aus Science Fiction, Fantasy, Krimi, Abenteuer, Liebesgeschichte, Drama und Comedy ist komplex und überraschend. Teilweise gab es auch Horror- und Märchenelemente und Magie.

    Alliterationen, von denen ich ein großer Fan bin, Wort- und Zahlenspiele, Gedichte und philosophische Fragen haben in diesem Buch genauso ihren Platz wie Yoga, physikalische Theorien und (mathematische) Rätsel. Der Autor beweist hierbei wieder seinen Sinn für Kunst und bildhaften Weltenbau.

    Man fühlt sich ein bisschen wie in einem Versuchsaufbau, der zum Leben erwacht ist.

    Die Protagonistinnen geraten in ein vielschichtiges Abenteuer durch Zeit und Raum, fliegen durchs All und entwerfen ihre eigenen Universen. Dabei werden auch so ernste Themen wie Tod und Gesellschaftskritik behandelt. Teilweise erinnerte die Geschichte an eine Serie oder ein Computerspiel. Wiederkehrende Elemente verbinden die verschiedenen Teile in den 6 Abschnitten.

    Fazit:

    Wer sich auf diese fast 600 Seiten starke Reise durch Zeit und Raum einlässt, wird mit einem flüssig lesbaren, zeitweise rasanten Abenteuer belohnt, dass durch seine Fülle und Tiefe dennoch eine anspruchsvolle Lektüre ist. Nichts, was ich mal eben so weglesen konnte. Aber Bücher dürfen auch gerne mal etwas fordernder sein.

    Würdet ihr gerne ewig leben, allwissend und allmächtig sein? Was würdet ihr mit einem Lottogewinn machen?

    Ich mag den Mix unterschiedlicher Genre in der Literatur genauso gerne wie die Verwendung der verschiedensten Musikrichtungen meiner Lieblingsbands. Das bringt dem Leben mehr Würze.

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