Schlagwort: Rezensionsexemplar

  • Rezension: Black Orchid – Unlimited Sin

    Rezension: Black Orchid – Unlimited Sin

    Infos:
    • Autorin: Katie McLane
    • Selfpublisherin
    • E-Book
    • 108 Seiten (als Print)
    • Start einer Reihe in Zusammenarbeit mit Kitty Harper
    Klappentext:

    Der exklusivste Club von New York. Zutritt nur mit persönlicher Einladung. Traust du dich?

    Als neuer Kanzleipartner darf Farell Undsworth sich über einen außergewöhnlichen Bonus freuen – ein Probemonat im „Black Orchid“. Der Club verspricht seinen ausgewählten Mitgliedern grenzenlose sinnliche Erfahrungen für Körper und Geist. Eigentlich perfekt, um seine Neigungen zu erforschen. Wäre da nicht diese unwiderstehliche Versuchung mit den talentierten Händen, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.

    Nie zuvor hat Vivica Brabston so heftig auf einen Mann reagiert und ihn erst beim zweiten Treffen berührt, auf beruflicher Ebene. Sich mit ihm einzulassen, könnte sie ihren Job kosten, es muss bei den Massagen bleiben. Oder gibt es einen anderen Weg, der wachsenden Begierde freien Lauf zu lassen?

    Dies ist der Auftakt zu einer extrem prickelnden Reihe rund um das „Black Orchid“, den exklusivsten Club New Yorks. Alle zwei Monate erscheint ein neuer Kurzroman, abwechselnd mit Kitty Harper.

    Meine Meinung:

    Ich erhielt das E-Book, nachdem ich einem Aufruf von Kitty Harper bei Instagram gefolgt war. Mir wurde eine Postkarte zugesandt, auf der ein QR-Code ist, der mich zur Facebook-Seite der beiden Autorinnen und dieser neuen Reihe führte. Dort konnte ich dann mein E-Book-Exemplar anfragen. Diese Aktion finde ich großartig, wird man so gleich in eine geheimnisvolle Gruppe Eingeweihter aufgenommen, ganz wie der Protagonist der ersten Geschichte, der auch nur auf persönliche Einladung den New Yorker Club betreten darf..

    In dem Club gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Freizeit zu verbringen. Neben Fitness- und Wellnessräumen werden auch andere körperliche Bedürfnisse der weiblichen und männlichen Clubmitglieder befriedigt, sei es kulinarisch oder sexuell.

    Die erste Kurzgeschichte der Reihe folgt dabei Farell und Vivica. Sie arbeitet als Physiotherapeutin, er hat eine Probemitgliedschaft abgeschlossen, da er als neuer Partner einer Anwaltskanzlei eine persönliche Einladung für den Club erhalten hat.

    Bei dem ersten Rundgang durch die Clubräume lernen die beiden sich kennen und es knistert von Beginn an zwischen ihnen.

    Die Geschichte entwickelt trotz der Kürze genug Tiefe, um die Protagonisten glaubwürdig und nahbar zu beschreiben. Einige Nebencharaktere runden das Ganze ab und machen neugierig, welche Entwicklung die Geschichte aus der Feder von Kitty Harper im zweiten Teil wohl nehmen wird.

    Ich habe Black Orchid – Unlimited Sin mit Genuss gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung, die bestimmt ebenso sinnlich und emotional wird.

    Die Sprache ist dem erotischen Setting angemessen, aber nicht vulgär und auch leicht lesbar. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und war ein wenig enttäuscht, als es schon zu ende war.

    Ich kann das Buch Fans von erotischen Liebesgeschichten empfehlen.

    Mehr Erotik?

    Eine etwas härtere Gangart schlägt Kitty Harper in Princess Unchained an. Meine Rezension dazu findet ihr hier *klick*.

  • Rezension: Rose – Humiliated

    Rezension: Rose – Humiliated

    Infos:
    • Autorin: Lima Strysa
    • Verlag: Heartcraft Verlag
    • Genre: Psychothriller / Dark Romance
    Klappentext:
    Rose, …

    Du weißt nicht, wie krank und verdorben die Menschen sind, meine unschuldige Rose. Aber du wirst es bald erfahren. Ich will, dass du mir gehörst, doch um mit mir zusammensein zu können, musst du durch die Hölle gehen. Wenn dein Körper bricht, ist deine Liebe stark genug, um deine Seele zusammenzuhalten?

    Kennst du deine Grenzen?

    Weißt du, wie viel du aushalten kannst? Weißt du, was du ertragen kannst, bevor du zerbrichst? Dieses Buch wird dir nicht nur deine Grenzen zeigen, es wird sie zerstören. Du solltest es wirklich nur lesen, wenn du bereit dazu bist. Nichts für schwache Nerven.

    Meine Meinung:

    Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Meine Meinung wurde dadurch allerdings nicht beeinflusst.

    Der Klappentext warnt davor, dass die Geschichte nichts für schwache Nerven ist. Und ich denke, das ist absolut berechtigt. Es ist richtig gut geschrieben, spannend, fesselnd und konnte mich für knapp drei Stunden komplett aus der Realität entführen.

    Entführung. Das ist auch ein passendes Stichwort für die Erlebnisse der Protagonistin, die von ihrem Freund Rose genannt wird. Er macht sich gerne einen Spaß daraus, sie einfach irgendwohin mitzunehmen, ohne vorher einen Ausflug oder ähnliches anzukündigen, was für sie anfangs sehr beängstigend ist. Er genießt es, ihr Angst und Schmerzen zu bereiten, betont dabei aber immer, wie sehr er sie liebt. Dabei ist Rose aber keineswegs das schwache Mäuschen, sondern weiß sich durchaus zur Wehr zu setzen, was mir an ihr sehr gefallen hat.

    So manche Szene in diesem Buch verdient dann auch die Bezeichnung ekelhaft und widerlich, hat mich aber nicht davon abgehalten, fiebernd weiter zu lesen, um zu erfahren, wie es weiter geht.

    Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt verraten, um niemandem die Spannung zu nehmen. Wie kommt Rose in den abgeschlossenen Raum? Was geschehen ihr dort für schockierende Dinge? All das sollten die geneigten Lesenden selbst ‚erlesen‘. Und ob Rose aus dieser Situation heil wieder heraus kommt, kann auch nicht verraten werden, da dieses Buch der erste Teil einer Reihe ist und mit einem entsprechenden Cliffhanger endet. (Ich habe der Autorin mein Missfallen über diese Tatsache bereits mitgeteilt..)

    Die Erlebnisse von Rose und Vicco werden jeweils von den beiden Protagonisten selbst geschildert, als würden sie dem jeweils anderen davon erzählen. Ich fand diese Erzählweise unglaublich passend, weil man so noch näher am Geschehen ist. Die Kapitel sind entsprechend mit Rose oder Vicco betitelt, so dass man nie durcheinander kommt.

    Mir waren die sogenannten Antagonisten teilweise sehr unsympathisch, was aber absolut den ihnen zugedachten Rollen entspricht. Auch habe ich bereits eine Vermutung über ein Geheimnis, dessen Lösung bis zuletzt nur zwischen den Zeilen angedeutet wird, und bin entsprechend gespannt auf die Fortsetzung. Zwischendurch musste ich sogar laut lachen. Ja, mein Humor ist speziell.

    Wenn ihr also gerne in düstere, brutale Welten abtaucht, könntet Ihr Euch bei Rose heimisch fühlen.

    Fazit: Wirklich nichts für schwache Nerven, aber so gut geschrieben!

    Noch mehr?

    Mögt Ihr es hart und schaut gerne in die Abgründe der menschlichen Seele? Dann könnte Mine ja auch ein passendes Buch für Euch sein. Hier *klick mich* geht es zu meiner Rezension.

  • Lesemonat August

    Lesemonat August

    Mitte August hätte ich nicht gedacht, dass ich doch so viele Bücher lesen würde, wie es dann Ende August wurden. Aber es war auch ein Wochenende dabei, an dem ich einige Mangas verschlungen habe. Die sind ja in der Regel schnell mal weggelesen.

    Hier nun die Aufstellung der gelesenen Bücher in der gelesenen Reihenfolge:

    • Die Tanzenden (im Vormonat begonnen)
    • Paradiesische Aussichten
    • Ein Liebling der Götter
    • Keine Heilige – Jess Marple ermittelt (Rezensionsexemplar)
    • Mittagsstunde (Das Buch für den Lesekreis)
    • Living with Matsunaga 1
    • Living with Matsunaga 2
    • Living with Matsunaga 3
    • Living with Matsunaga 4
    • Living with Matsunaga 5
    • Living with Matsunaga 6
    • Die Chroniken von Usha – Der Drachenkönig (SuB-Abbau)
    • Die Rätsel von Badger’s Drift
    • Requiem für einen Mörder
    • Rose – Humiliated (E-Book, Rezensionsexemplar)
    • Black Orchid – Unlimited Sin (E-Book, Rezensionsexemplar)
    • Totes Land – Ausnahmezustand (begonnen, SuB-Abbau)

    Und natürlich habe ich auch diesmal wieder die Cover für Euch im Überblick:

    Die Cover in der Übersicht.

    Selbstverständlich habe ich noch die Links für Euch.

    Noch ein paar Worte zu den verschiedenen Büchern

    Es war glücklicherweise keine Enttäuschung dabei, von manchen Büchern war ich sogar sehr begeistert. Ich wurde unterhalten, gefesselt, berührt und man hat sogar versucht, mich zu schockieren. Aber so leicht ist das bei mir gar nicht. Obwohl ich mich einmal sehr geekelt habe, als die/der Protagonist*in (ich will nicht zu viel verraten!) Schnecken essen musste! Das ist etwas, was ich nun wirklich nicht sehen möchte. Da ist zu viel Kopfkino manchmal eher hinderlich..

    Die Manga-Reihe Living with Matsunaga habe ich ja Ende Juli nachträglich zum Geburtstag von meiner lieben Freundin Mo geschenkt bekommen. Und sie hat meinen Geschmack wieder aufs Beste getroffen. Die Reihe ist so süß und zauberhaft, dass ich sie an einem Nachmittag / Abend weg gelesen habe. Bei Mo findet ihr auch zu allen 6 Büchern bereits tolle Rezensionen. (Link zu Band1)

    Kennt Ihr schon eines oder mehrere der Bücher? Wie haben sie Euch gefallen? Lasst es mich gerne wissen. 🙂

  • Rezension: Keine Heilige

    Rezension: Keine Heilige

    Infos:
    • Autorin: Kate Rapp
    • Verlag: Selfpublishing
    • 444 Seiten, Taschenbuch
    • Debütroman
    Klappentext:

    Jessica Marple hat eine Ehekrise und einen pubertierenden Sohn. Sie ist keine Amateurdetektivin, sondern Krankenschwester am King´s College Hospital in London. Natürlich ist sie nicht verwandt mit Agatha Christies blaustrümpfiger Miss Marple, sondern genervt davon, ständig mit dieser fiktiven Spürnase in Verbindung gebracht zu werden. Das ändert sich, als eine schwer verletzte junge Frau, der nach einer Vergewaltigung beide Brüste abgeschlagen wurden und die nun ihr Gedächtnis verloren hat, auf ihre Station kommt. Sie beginnt, den ermittelnden Inspector bei seiner Arbeit zu unterstützen und versucht herauszufinden, wer diese junge Frau ist. Nebenbei entdeckt sie, dass die Verbindung ihrer Familie zu Agatha Christie weniger zufällig ist, als sie dachte. 

    Meine Meinung:

    Ich habe den Aufruf der Autorin bei Instagram gesehen. Dort verloste sie Belegexemplare an interessierte Blogger*innen, die das Buch zum Erscheinungstermin gelesen und rezensiert haben konnten.

    Da mich der Klappentext neugierig machte und ich durch die Bookstagram Klassenfahrt nach UK sowieso gerade im britischen Fieber war, bewarb ich mich für ein Exemplar. Ich hatte Glück und erhielt es bald per Post. Danke noch mal dafür! Meine Meinung hat das natürlich nicht beeinflusst. Die teile ich Euch jetzt mit.

    Das Buch nochmal in Szene gesetzt.
    Schade, schon zu ende!

    Das dachte ich als erstes, als ich das Buch beendet hatte. Ich habe Jess und Eddie gerne bei ihren Ermittlungen begleitet!
    Man war nie sicher, wer was getan hatte und wer wem was vormachte.

    Die verschiedenen Protagonisten in dem Buch haben alle Charakter und ich konnte der Handlung gut folgen.
    Die Kapitel beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln Opfer und Ermittler, die alle ihre eigenen kleineren und größeren Probleme haben. Auch die Täter sind greifbar und werden nachvollziehbar beschrieben.
    Wobei ich einigen nicht unbedingt im wirklichen Leben begegnen möchte.

    Dabei liegt der Fokus nicht allein auf den Ermittlungen, sondern liegt auch auf den Hintergrund-Geschichten der jeweiligen Personen, die mir teilweise sehr sympathisch waren. Was bei einigen Personen ein wenig länger gedauert hat, die dennoch durch ihre Eigenarten und ihre Charaktere die Geschichte bereichert haben.
    Der Schreibstil ist gut lesbar und an den richtigen Stellen mit der entsprechenden Sprache gewürzt.
    Keine Heilige ist allerdings kein Cosy Crime, jedoch auch nicht allzu harter Stoff. Für mich die richtige Mischung aus Krimi und Thriller mit einem kleinen Schuss Humor und einem guten Schuss Drama und Tragik.

    Ich hoffe, die Autorin nimmt uns bald wieder mit in die Welt der Krankenschwester und des Inspectors. Ich will doch wissen, wie sich die beiden weiter entwickeln und ob Inspector Wolfe tatsächlich noch seinen Vater kennen lernen kann.

    Diesen Krimi kann ich guten Gewissens Fans des Genres empfehlen.

    Weitere Leseempfehlung:

    Falls Ihr gerne besondere Krimis lest, könnte Euch auch Der Tag, an dem ich David B. ermorde von Victoria Abdo ebenfalls interessieren.

  • Lesemonat Juli

    Lesemonat Juli

    Für den Juli hatte ich keine besonderen Lesepläne.

    So konnte ich an den Monat ganz entspannt heran gehen und fing ihn mit einem Rezensionsexemplar an.

    Doch dann..

    Plötzlich war fast der halbe Monat um und ich „musste“ noch die Lektüre für den Lesekreis lesen, also habe ich das Rezensionsexemplar erst einmal beiseite gelegt, da ich nicht so schnell voran kam, wie ich es anfangs dachte.

    Als ich dann die beiden „Pflichtlektüren“ beendet hatte, war vom Monat gar nicht mehr so viel übrig und ich dachte schon, dass ich mal wieder viel zu wenig „schaffen“ würde.

    Ich konnte die „Enttäuschung“ jedoch abwenden..

    Aber schlussendlich konnte ich mein Lesetempo doch noch ein wenig steigern und habe letztendlich fünf Bücher komplett gelesen und eines angefangen.

    Welche Bücher das waren, zeige ich Euch jetzt.

    Folgende Titel habe ich im Juli gelesen
    Die Cover im Überblick
    Weitere Infos?

    Um nähere Infos zu den Büchern zu erhalten, klickt gerne auf die verlinkten Titel:

    Mein Lesehighlight im Juli?

    Keines der gelesenen Bücher war eine Enttäuschung.

    Aber als wirkliche Überraschung, die mich gleichermaßen fesseln wie begeistern konnte, stellte sich das Buch mit dem längsten Titel heraus:

    Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht!

    Wer einen etwas schrägen Humor und eine hohe Ekel – Toleranz hat, wird dieses Buch sicherlich mit einem genau so hohen Genuss verschlingen wie ich. Und durch die etwa 150 Seiten ist das Buch schnell verspeist. Ich war rundum hingerissen von der Handlung und den Protagonisten.

    Ich hatte es bei einer Verlosung bei Instagram gewonnen und es lag letztlich keine vier Wochen auf meinem SuB.

    Im Bild halte ich das Buch vor ein weißes Mädchen-Kleid.
    Bei dem quietschbunten Cover ist es aber auch kein Wunder, dass ich so schnell zum Buch gegriffen habe, um es zu lesen.

    Wie ist es bei Euch?

    Habt Ihr im Juli ein paar tolle Bücher entdeckt?

    Erzählt es mir gerne in einem Kommentar.

  • Rezension: Anaqam – Die Schamanin

    Rezension: Anaqam – Die Schamanin

    Infos:

    • Autor: Cengiz Erbektas
    • 284 Seiten
    • Taschenbuch

    Klappentext:

    Ein inspirierender und tiefgründiger Roman

    Begeben Sie sich auf eine lebendige Reise voller Magie und Mysterien. Erfahren Sie aus den Augen des Erzählers, wie er in die Pflichten einer mysteriösen Frau mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten tritt, und welche Weisheit und Einsichten sie für ihn bereithält, die mit Geld nicht erwerbbar sind. Lassen Sie es zu Ihrem persönlichen Wegbegleiter werden, aus dem Sie Mut schöpfen, um Ihren eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.

    »Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

    Meine Meinung:

    Das Taschenbuch wurde mir freundlicherweise von dem Autor selbst angeboten. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich gerne zugesagt, das Buch zu lesen und rezensieren. Ich danke auch Mo, die den Autor an mich weiter vermittelt hat.

    Die Bereitstellung des Rezensionsexemplares hat aber meine Meinung nicht beeinflusst.

    Zunächst zum Cover:

    Die Wahl des Coverbildes passt zum Inhalt und ist harmonisch in Szene gesetzt. Wie man auf meinen Bildern sehen kann, ist es allerdings nicht immer ganz einfach, solche glänzenden Buchumschläge fotografisch einzufangen. Dennoch wirkt es durch den Glanz edel und hochwertig.

    Nun zum Inhalt:

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Man ist von Anfang an mitten im Geschehen, da der Ich-Erzähler unmittelbar und direkt von seinen Erlebnissen berichtet.

    In diesem Buch wird in Romanform von einer spirituellen Reise zu sich selbst erzählt.

    Der Protagonist hadert mit seinem Leben und sieht keinen Sinn mehr darin. Er ist deprimiert und antriebslos.

    Bei einem Aufenthalt bei seinem Onkel bringt ihn dieser zu einer Schamanin in den Wald, was er leicht widerwillig geschehen lässt, glaubt er doch nicht daran, dass sie ihm helfen kann, geht aber seinem Onkel zuliebe mit. So geschieht dann auch zunächst das Unvermeidbare: Durch seine Skepsis lehnt die Schamanin ihre Hilfe ab.

    Der Anfang ist noch recht spannend, da man direkt mitten ins Geschehen gezogen wird und einige unerwartete Wendungen erfährt. Im weiteren Verlauf wird die Handlung allerdings durch tiefsinnige und philosophische Gespräche mehr in geistige Ebenen gezogen, so dass man beim Lesen aufmerksam und konzentriert sein sollte. Ich habe manches Mal beim Lesen gemerkt, dass meine Konzentration nachließ. Dann habe ich das Buch weggelegt, da ich den Worten nicht mehr folgen konnte. Man liest dieses Buch also nicht mal eben so weg, wie einen „klassischen“ Roman.

    Dennoch vermag das Buch zu fesseln, teils durch die Entwicklung, die man beim Protagonisten erleben kann, teils durch die tiefsinnigen Gespräche, die einen selbst zum Nachdenken anregen können.

    Rund um die Geschichte eines jungen Menschen, der auf der Suche nach sich selbst ist, webt der Autor geschickt eine Reise durch die Tiefen einer erkrankten Seele und bringt dem Leser seine Entwicklung auf eine höhere Bewusstseinsebene näher.

    Die Sprache ist klar und verständlich und leicht lesbar. Die Handlung ist größtenteils ruhig und passt sich so gut dem Thema an. Einige Szenen lesen sich sehr gut, wie beispielsweise der Adlerflug oder die Suche nach den Steinen im Bach.

    Das Ende ist dann etwas abrupt, da der Schüler anscheinend durch seine Skepsis die weiteren Schritte nicht gehen kann, die die Schamanin von ihm verlangt. Aber ich fand dies durchaus logisch und nachvollziehbar, hat der Ich-Erzähler doch die meiste Zeit gegen seinen Argwohn und die Zweifel angearbeitet. Dadurch lässt der Autor sich aber auch offen, ob er nicht eventuell noch eine Fortsetzung nachschiebt. Denkbar wäre es sicherlich.

    Das Buch eignet sich gut für Leser*innen, die offen und interessiert an Themen wie Schamanismus, Spiritualität und Philosophie sind.