Schlagwort: Leipziger Buchmesse

  • Rückblick und Vorschau

    Rückblick und Vorschau

    Heute möchte ich noch über eine tolle Veranstaltung berichten, bei der ich während der Leipziger Buchmesse war. Außerdem werde ich am Ende ein wenig die Werbetrommel rühren.

    Manchmal hilft der Zufall

    Am Donnerstag-Abend, unserem ersten Messetag, trafen wir am Stand von den drei Autoren-Amigos auf Stephan, einen Blogger, der 2024 zum ersten Mal in Braunschweig eine kleine Buchmesse veranstaltet hat. Er hat auch schon Lesungen und andere literarische Veranstaltungen organisiert. Mo kannte ihn bereits über Social Media und freute sich, ihn endlich mal persönlich treffen zu können. Wir quatschten gemütlich und während des Gesprächs erzählte er ein wenig von seinen Veranstaltungen.

    Er erwähnte auch ein Autoren-/Blogger-Event, zu dem wir eventuell auch kommen könnten, falls er noch Plätze frei hätte. Das wollte er erst prüfen und sich dann wieder melden.

    Eine etwas überschaubare Portion Gnocchi, die sehr gut geschmeckt hat.

    Der Freitag-Abend

    So kamen wir Freitag zu einem tollen Abendessen in gemütlicher Runde mit fesselnden Gesprächen. Ich habe mich total gefreut, dass ich dabei sein durfte. Ohne Mo wäre ich auch gar nicht eingeladen worden, da ich wohl kaum mit Stephan ins Gespräch gekommen wäre.

    Neben den drei Autoren-Amigos und einigen Blogger*innen waren drei Autor*innen dabei, von denen wir am Ende des Abends jeweils ein Buch mit Signatur bekamen.

    Wir waren als letzte beim Restaurant angekommen, so dass wir leider nur noch am Ende des Tisches Platz fanden. Dafür saßen wir dann mit Annika Strauss und Iver Niklas Schwarz zusammen, mit denen wir uns sehr angeregt unterhielten. Aber zunächst begrüßte Stephan alle Anwesenden, erklärte den groben Ablauf des Abends und wünschte uns allen viel Spaß. Er hatte die Bücher besorgt. Vielen Dank dafür!

    Blick über den Tisch, alle blicken zu dem stehenden Redner.

    Ich habe mich bei den Gesprächen ein wenig zurück gehalten und hauptsächlich Mo und Iver zugehört, die die spannendsten Themen fanden. Besonders interessant fand ich ja den beruflichen Werdegang des Autors, der als Archäologe wohl den professionellsten Blick auf historische Romane werfen könnte. Selbst schreibt er aber lieber Thriller. Ich freue mich schon darauf, Kummersee zu lesen.

    Blick über den Tisch, alle blicken zu dem stehenden Redner.

    Und Annika hat ebenso faszinierende Geschichten aufzuweisen. Sie ist Redakteurin beim SWR und hat schon an einigen Horrorfilmen mitgewirkt. Ihr Thrillerdebut Nachtfahrt ist wohl auch ein wenig davon inspiriert, dass sie heute mit ihrem ehemaligen Fahrlehrer zusammen lebt.

    Marc Raabe saß leider zu weit weg, um mit ihm ein längeres Gespräch zu führen. Sein Buch Die Nacht ist allerdings Band 3 der Art Mayer Serie. Ich werde mir wohl erst die Vorgänger-Bände Der Morgen und Die Dämmerung besorgen, bevor ich den 3. Band lese.

    Die Autogrammjagd

    Nach dem Essen und einer Zeit des gemütlichen Beisammenseins kamen (endlich) die Bücher auf den Tisch und alle kreisten um den Tisch und die drei Autor*innen, um sich Fotos und Autogramme zu ergattern.

    Ich hatte dann die Idee, Iver und Annika mit ihren Büchern zu fotografieren, was eine regelrechte Fotoflut auslöste. Selbst der Restaurantchef kam, um sich mit den beiden fotografieren zu lassen und auch Stephan ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

    Die Veranstaltung wurde übrigens nicht von Campari gesponsort. Das könnte man beim nächsten Mal ja vorher klären..

    An der Wand hängt ein beleuchteter Spiegel, davor sind gläserne Regalböden angebracht, auf denen Campariflaschen stehen.

    Es blieb auch Zeit, um Quatsch zu machen,,

    Ein Selfie von mir mit André Milewski, der mir mit seinen Fingern Hasenohren verpasst.

    Falls ihr zukünftig ein Autogramm von Iver Niklas Schwarz bekommt und er zeichnet einen Elchkopf dazu.. dann bedankt Euch bei mir. Ich glaube, das könnte meine Schuld sein, da ich sagte, er könnte mir alles ins Buch schreiben, was er wolle, er könne auch malen.. da bin ich ganz offen. Und da malte er den Elchkopf rein und erzählte, dass er den früher öfter gezeichnet hatte und er dies jetzt vielleicht wieder macht.

    Annika Strauss hat extra Fotos von sich für Autogrammkarten machen lassen und sich passend zum Cover des Buches gekleidet und geschminkt. Ich finde das genial.

    Marc Raabe ist auch ein sehr sympathischer Mensch. Ich habe mich sehr gefreut, ihn in so einer entspannten Atmosphäre zu treffen.

    Es war ein richtig schöner Abend. Und obwohl ich vom Messetag ziemlich kaputt und müde war und wir erst sehr spät ins Bett kamen, bin ich froh, dass ich das erleben durfte. Noch einmal vielen Dank an Stephan, dass wir dabei sein konnten! Nächstes Jahr gerne wieder.

    Werbeblock

    Jetzt ist aber Zeit für die versprochene Ankündigung. Ich wusste es bis zur Leipziger Buchmesse gar nicht, aber Braunschweig hat seit 2024 eine eigene Buchmesse! Richtig, das ist die Leseflair.

    Sie findet in diesem Jahr wieder statt. Infos zum Programm findet Ihr auf der Webseite, die ich Euch unten verlinkt habe.

    Es gibt in der Woche vom 18. – 24.08. das Leseflair Festival mit Lesungen, und am Wochenende vom 23. und 24.08. ist dann die Leseflair Buchmesse in Braunschweig.

    Es gibt Lesungen, literarische Stadtführungen und sicherlich noch mehr Programmpunkte, die bis jetzt noch nicht alle bekannt gegeben wurden.

    Journalist*innen und Blogger*innen können sich übrigens noch bis zum 30.06. akkreditieren.

    Ich plane, wenigstens einen Tag hinzufahren. Kurz darauf fahre ich nämlich in den Urlaub und habe dann sicher noch einiges zu erledigen. Und natürlich werde ich dann anschließend davon berichten.

    Meine Ausbeute des Abends: die Bücher und der Leseflair-Beutel

    Linksammlung:

  • Rezension: Kontur eines Lebens

    Rezension: Kontur eines Lebens

    Infos:

    • Autor: Jaap Robben
    • Übersetzerin aus dem Niederländischen: Birgit Erdmann
    • Originaltitel: Schemerleven
    • Verlag: DuMont Buchverlag
    • Format: Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
    • 336 Seiten
    • Erschienen: 15.08.2023
    • ISBN: 978-3-8321-6818-6

    Klappentext:

    »Eine der bemerkenswertesten Stimmen in der niederländischen Literatur« LIZE SPIT

    Die junge Floristin Frieda wächst in den Sechzigerjahren in einem streng katholischen Umfeld auf. Als sie an einem späten Winternachmittag einen zugefrorenen Fluss betritt, weiß sie nicht, dass sich gleich alles für sie verändern wird. Auf dem Eis trifft sie den verheirateten Otto. Sie erleben eine Liebe, die stürmisch beginnt und schicksalhaft endet: Frieda wird schwanger – ein Skandal in der Welt, in der sie sich bewegt. Und so darf sie ihrem heimlichen Kind nie Mutter sein. Jahrzehntelang behält sie die Erinnerungen an diese Episode ihres Lebens für sich. Doch als sie mit über achtzig Jahren in ein Pflegeheim zieht, beginnt sie, sich ihnen zu stellen und sie zu teilen.
    ›Kontur eines Lebens‹ ist der Roman einer großen Liebe und ihres Scheiterns, die Geschichte einer unglaublich starken Frau, die sich gegen alle Widrigkeiten behauptet.

    »Kein Wort an der falschen Stelle, kein Satz, der nicht glänzt, und kein Absatz, der einen nicht bis in die tiefste Faser berührt.« HET PAROOL

    Das Buch liegt in einem Stück gehäkelten Stoffs. Auf dem Cover sind Blumen abgebildet.  Rezension DuMont Niederlande
    Link zum Buch

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch bei der Vorstellung des Herbstprogramms des DuMont Verlags im letzten Jahr bei der Leipziger Buchmesse erhalten und hatte mir vorgenommen, eine Rezension zu schreiben, sobald ich es gelesen habe. Und endlich kam ich dazu, es zu lesen.

    Zum Inhalt

    In dem Roman erzählt die Ich-Erzählerin Frieda von der ersten Zeit im Altenheim, in das sie ziehen muss, nachdem ihr Mann unerwartet verstorben ist. Gerade dieser Anfang hat mich doch ziemlich deprimiert. Doch das ist auch ein Zeichen, dass der Autor es sehr gut versteht, Gefühle zu transportieren. Frieda trauert noch um ihren Mann und hat Schwierigkeiten, sich in ihre neue Umgebung einzugewöhnen, in der nur ganz wenige Sachen aus ihrem alten Haus Platz finden konnten.

    Überhaupt ist Verlust ein großes Thema in dieser Geschichte, die mich doch sehr gefesselt hat. Der Verlust des Ehemanns, der Verlust der gewohnten Umgebung, der Verlust der Selbständigkeit und auch der Selbstbestimmtheit, denn die Pfleger*innen haben immer nur wenig Zeit, sich um die Bewohner*innen zu kümmern. Und alltägliche Handlungen wie das Duschen oder die Zubereitung eines Getränks, zeigen wie mühsam das Leben im Alter sein kann.

    Frieda erzählt von den Schwierigkeiten, die sie mit ihrem Sohn hat, der sich um die Auflösung des Hausrats kümmern muss, nachdem die Mutter ausgezogen ist. Und auch seine Hilflosigkeit klingt eindrucksvoll durch. Und trotzdem reagiert er großartig, als er erfährt, dass er ein Geschwisterchen von einem anderen Mann als seinem Vater hätte haben können.

    Nur langsam öffnet Frieda ihr Innerstes und erinnert sich wieder an eine Zeit, als sie in einen älteren verheirateten Mann verliebt war und von ihm schwanger wurde. Den Skandal, den sie mit ihrem Verhalten in ihrer katholisch geprägten Umgebung auslöste. Das Unvermögen ihrer Eltern, liebevolle Gefühle zuzulassen und sie stattdessen vor die Tür zu setzen. Fast mittellos, ohne Ort, an den sie hätte gehen können. So schläft sie eine zeitlang im Lager des Blumenladens, in dem sie angestellt ist. Bis sie von Otto, dem Vater ihres ungeborenen Kindes in einem Zimmer in einem abbruchreifen Haus untergebracht wird.

    Dort bringt sie schließlich ihr Kind zur Welt, von dem sie allerdings nie mehr als zwei kleine nackte Füße sehen wird. Otto geht mit dem Säugling weg und lässt sich nicht mehr blicken. Aus Andeutungen des Arztes und der Schwester (einer Nonne) kann man ahnen, dass das Kind tot geboren wurde. Aber ich war mir nie ganz sicher, da es ja auch viele Berichte von unehelichen Babys gibt, die von Nonnen ihren jungen Müttern weggenommen und in „gute Hände“ gegeben wurden. Den Müttern wurde dann oft erzählt, das Kind hätte nicht überlebt, damit sie nicht danach suchen. Bis zuletzt hoffte ich darauf, dass dieses Kind irgendwo wieder gefunden wird.

    Zwei Zeitebenen

    Erzählt wird der Roman immer aus Friedas Sicht, mal in der Gegenwart, mal als Erinnerungen an die Vergangenheit mit Otto und später mit ihrem Ehemann Louis. In ihrer Ehe und dem Familienleben durchlebt Frieda immer wieder das Trauma des Verlusts. Dadurch brechen oft Gefühle aus ihr raus, die sie sich und ihrer Familie nicht erklären oder vermitteln kann.

    Fazit:

    Jaap Robben erzählt am Beispiel dieser starken Frau das Schicksal so vieler Frauen, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Er erzählt dies mit Respekt und gefühlvoll. Dabei sind es die leisen Töne, die besonders berühren und im Gedächtnis bleiben.

    Mit diesem Buch habe ich schon 5 Bücher meiner 5 für 2025 Leseliste gelesen.

    Den Bericht zu der Lesung von Jaap Robben bei der Leipziger Buchmesse 2024 findet Ihr unter diesem Link.

    Rückseite des Buches mit Klappentext  Rezension DuMont Niederlande
  • Vorschau auf das Herbstprogramm und Lesung

    Vorschau auf das Herbstprogramm und Lesung

    Am Buchmesse-Samstag waren wir wieder bei der Vorstellung des Herbstprogramms des DuMont-Verlags, bei der auch wie schon letztes Jahr aus einem aktuellen Titel gelesen wurde.

    Veranstaltungstitel auf einem großen Bildschirm: Blogger*innen-Event auf der Leipziger Buchmesse mit Mascha Unterlehberg

    Zunächst wurden wir gewohnt herzlich vom Blogger*innen-Team, Torsten, Johanna und Liesa begrüßt.

    Blick in den Raum. Es sind sitzende Personen im Vordergrund von hinten zu sitzen, im Hintergrund stehen zwei Frauen an einem Stehpult. Auf dem Bildschirm steht: Unsere Highlights im Herbst.

    Auf unseren Plätzen fanden wir leckere Süßigkeiten und man hörte es im Raum immer wieder knistern und knuspern.

    verpackte Snacks liegen auf der Sitzfläche eines Stuhls

    Dieses Mal wurden aus dem umfangreichen Herbstprogramm 10 Titel vorgestellt. Teilweise kamen die Autor:innen per Video zu Wort und konnten ein paar Worte über ihre Bücher direkt an uns richten.

    Ich habe mir auch direkt ein Buch markiert, dass ich anfragen möchte, sobald es verfügbar ist. Der Titel Der Krabbenfischer hat mich sofort angesprochen.

    Eine Videobotschaft hat uns alle sehr amüsiert: Der Autor Christian Schnalke begrüßte uns kurz und kündigte dann an, dass er zur Buchvorstellung etwas Musik spielen würde. Also startete er einen bekannten Rocksong und präsentierte ein paar Illustrationen aus seinem im Oktober erscheinenden Buch Ich bin der beste Freund des Menschen. Dabei übertönte die Musik seine Worte, was er auch so beabsichtigt hatte. Ich fand das sehr witzig. Er ließ also die Bilder sprechen, die definitiv einen Blick ins Buch wert sind.

    Auch die Zeichnungen gefielen mir. Das Buch landete direkt auf meiner Wunschliste.

    Buchcover. Ein Hund steht vor einem Buch, das sagt: Ich bin der beste Freund des Menschen. Weißer Hintergrund, Name des Autors mittig oben in roter Schrift, Verlag rechts unten in schwarzer Schrift.

    Nach der Vorstellung der Bücher wurde wieder ein kleines Rätsel rund um DuMont-Titel präsentiert. Diesmal konnte man online über sein Smartphone teilnehmen und es gab auch wieder etwas zu gewinnen. Aber ich fürchte, dafür habe ich nicht genug Fragen richtig beantwortet, obwohl ich zum Beispiel direkt den ersten Satz aus dem Buch 22 Bahnen von Caroline Wahl erkannte. Gut, dass wir dieses Buch im Lesekreis lasen. Spaß gemacht hat das Rätsel aber auf jeden Fall.

    Text auf einem großen Bildschirm:
Bereit für ein Rätsel?
Gefolgt von einem einleitenden Text, dem Link und dem entsprechenden QR-Code, um am Rätsel teilnehmen zu können.

    Eine Übersicht der vorgestellten Titel:

    Erscheinungstermin 15. Juli:

    • Furye von Kat Eryn Rubik
    • Der Krabbenfischer von Benjamin Wood (Übersetzer: Werner Löcher-Lawrence)

    Erscheinungstermin 12. August:

    • Botanik des Wahnsinns von Leon Engler
    • Der große Gary von Rob Perry (Übersetzer: Stephan Kleiner)
    • Das gelbe Haus von Mieko Kawakami (Übersetzerin: Katja Busson)

    Erscheinungstermin 16. September:

    • Medulla von Verena Güntner
    • Über die Toten nur Gutes von Andreas Izqierdo

    Erscheinungstermin 10. Oktober:

    • Maya und Samuel von Franziska Fischer
    • Bist du sauer auf mich? von Meg Josephson (Übersetzerin: Maria Mill)
    • Ich bin der beste Freund des Menschen! von Christian Schnalke

    Außerdem wurde uns ein besonderer Titel von Ewald Arenz angekündigt, auf den wir uns sehr freuen können. Ich bin sehr gespannt!

    Weitere Titel, die im Herbst im Verlag erscheinen werden.

    Lesung und Gespräch

    Nach den Buchvorstellungen gab es wie schon im Vorjahr eine Lesung und ein Gespräch mit der Autorin. Dieses Mal las Mascha Unterlehberg den kompletten Prolog aus ihrem Roman Wenn wir lächeln.

    Liesa im Gespräch mit Mascha. Auf dem Bildschirm sind einige Bilder und Meinungen zum Buch von Rezensenten zu sehen.

    Liesa stellte der Autorin auch einige Fragen zum Buch und ihrem bisherigen Werdegang.

    Mascha Unterlehberg wurde in Mülheim an der Ruhr geboren und hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg und Paris sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Sie hat bereits an Theatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet.

    Das Buch Wenn wir lächeln spielt Anfang der 2000er Jahre und handelt von Freund:innenschaft und dem Patriarchat und den Auswirkungen auf die jungen Frauen. Der Titel kam dadurch, dass Frauen oft gesagt wird, dass sie mehr lächeln sollen. Mascha Unterlehberg hat etwa 4 Jahre daran gearbeitet. In der Zeit wohnte sie in Leipzig und hatte dort mit anderen Frauen ein Schreibatelier, u. a. war Ruth Maria Thomas ein Teil davon. Mascha Unterlehberg ist dankbar für die gemachten Erfahrungen und der Schwesternschaft mit anderen Autorinnen, die einander unterstützen, wertschätzen und sich den Erfolg nicht gegenseitig neiden.

    Generell hofft sie, dass viele Männer das Buch lesen, damit diese einen anderen Einblick in die Welt von uns Frauen erhalten.

    Mascha lächelt und hält ein Mikrofon. Ihr Kopf ist seitlich abgewandt.

    Außerdem konnten wir uns wieder über einen Stoffbeutel mit zwei Büchern darin freuen. Neben Wenn wir lächeln befand sich darin noch Perlen von Siân Hughes. Dieses Buch erscheint erst am 13. Mai. Es stand 2023 auf der Longlist für den Booker Prize.

    Und natürlich gab es noch die Gelegenheit, das Buch von Mascha Unterlehberg signieren zu lassen und mit ihr für ein Foto zu posieren. Ich fand die Autorin sehr sympathisch.

    Linksammlung:

    Was ich an diesem Tag noch erlebte

    Der Rest des dritten Messetages verlief entspannt. Wir hatten keine weiteren Termine, außer dass Mo eine befreundete Autorin am Stand der Mörderischen Schwestern besuchen wollte, was ihr in ihrem Messebericht zu Tag 3 nachlesen könnt. Ich sage nur: 2 Stunden?!?!? (Nächstes mal gerne wieder, aber dann bitte sitzend mit einem Kaffee und einem Happen zu essen dabei..)

    Und ich wollte unbedingt Ann-Kathrin Karschnick in ihrem Schildkrötenkostüm sehen. Sie hatte nämlich eine Wette verloren und „durfte“ deshalb den ganzen Samstag als Schildkröte herum laufen. Die Wette besagte, dass sie es nicht schaffen würde, die Erstauflage ihres Romans Kumara bis Mitte März auszuverkaufen. Das hat allerdings geklappt. Sobald ich es gelesen habe, werde ich Euch die Rezension nachreichen.

    Auf dem Weg dorthin hielten wir aber noch am Stand des Kulturverlags Kadmos an, da ich meine „Dienste“ als Bloggerin anbieten wollte. Ich bekam ein Exemplar von Ostseetiere, was mir die Autorin sogar signierte, da sie gerade am Stand war. Auch hierzu werde ich noch eine ausführliche Buch- und Verlagsvorstellung verfassen.

    Zwischendurch verlor ich Mo, da ich so durstig war, dass ich mir im Bloggerroom etwas Wasser holte. Und als ich zum Treffpunkt zurück kam, war Mo mittlerweile auf dem Weg zur Toilette. Aber wir fanden uns doch noch und konnten kurz vor Schließung der Hallen noch ein paar Fotos von den nun fast leeren Ständen machen. Ein paar Bilder habe ich schon in meinem Nachbericht gezeigt.

    Anschließend trugen wir unsere Schätze ins Hotel und gingen dann noch bei einem American Burger in Sichtweite des Hotels ein leckeres Abendbrot essen, bevor wir wieder einmal völlig fertig ins Bett fielen.

  • Buchvorstellung: Mathilda

    Buchvorstellung: Mathilda

    Infos:

    • Autorin: Mary Shelley
    • Übersetzung: Stefan Weidle
    • Zusätzliche Texte: Mit einem Nachwort von Stefan Weidle
    • Verlag: Pendragon Verlag Bielefeld
    • Preis: € 22,00
    • Format: Hardcover, 196 Seiten
    • ISBN: 978-3-86532-870-0
    • Erschienen am: 26.02.2025

    Klappentext:

    Die junge Mathilda wächst nach dem Tod ihrer Mutter einsam und ohne Zuwendung auf. Erst als ihr Vater aus seinem selbst auferlegten Exil zurückkehrt, wagt sie, auf Glück zu hoffen. Doch nach wenigen gemeinsamen Wochen legt sich ein Schatten über die Beziehung der beiden, und Mathilda droht in einen noch tieferen Abgrund zu stürzen …

    Mary Shelley schrieb mit »Frankenstein« einen wegweisenden Roman der Schwarzen Romantik. Auch in dem nachfolgenden Werk »Mathilda«, das erst über hundert Jahre später posthum veröffentlicht wurde, verarbeitete sie Themen wie Obsession, Empfindsamkeit und die Erhabenheit der Natur.

    Link zum Buch

    Lesung und Gespräch am Stand des Literatur-Rats NRW am letzten Messetag

    Leere Sessel stehen auf einem Podest, dahinter ein großer Bildschirm mit der Ankündigung des Programmpunktes. Seitlich im Bild steht das Buch auf einem Tisch vor einem aufgeklappten Laptop.

    Das Gespräch

    Am letzten Messetag bin ich bei der Buchvorstellung zu dem Buch Mathilda von Mary Shelley gewesen. Die Autorin schrieb das Buch nachdem sie zwei ihrer Kinder im Kleinkindalter verloren hatte und noch in tiefer Trauer darüber war. Dies merkt man der Geschichte an. Generell ist Mary Shelley als Erfinderin der Gothic Novel bekannt. Also den düsteren, romantischen Titeln mit Horrorelementen.

    Das Gespräch führte Günther Butkus, der Verlagsleiter des Pendragon Verlags aus Bielefeld, bei dem das Buch erschienen ist, mit dem Übersetzer Stefan Weidle, der früher selbst als Verleger tätig war. Seine Frau Barbara Weidle las zwischendurch einen Abschnitt aus dem Buch vor, der mir sehr gefallen hat und mir definitiv Lust darauf gemacht hat, das Buch zu lesen. Vielleicht ja mit meinem Lesekreis.

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Wie sich der Übersetzer auf die Arbeit mit dem Buch vorbereitete

    Stefan Weidle las unter anderem die Wahlverwandtschaften von Goethe, um sich auf die Sprache der Zeit um 1819 einzustellen. Außerdem kann er die Frankenstein-Übersetzung von Alexander Pechmann und die Mary Shelley Roman-Biografie von Barbara Sichtermann empfehlen.

    Er betonte, dass Mary Shelley stets sagte, dass sie nicht die Vorlage für ihre Protagonist:innen war.

    „I did not make myself the heroine of my tales.“

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Die Autorin und ihre Zeit

    Mary Godwin war die Tochter der Feministin und Schriftstellerin Mary Wollstonecraft, die kurz nach ihrer Geburt starb. Ihr Vater William Godwin war Philosoph und sorgte für eine umfassende Bildung seiner Töchter. So sprach Mary Shelley Italienisch und lebte mit ihrem späteren Mann eine Zeitlang in Italien, wo sie auch zum Beispiel Texte von Dante übersetzte.

    In ihrem Umfeld gab es einige Selbstmorde. Zwei ihrer Kinder starben früh, was sie in schwere Depressionen stürzte. Dies spiegelt sich auch in ihren Geschichten. Ihre Texte sind sprachlich von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Teilweise nutzt sie eine karge Sprache. Sie hat den starren Blick einer Depressiven, den man nur schreiben kann, wenn man selbst depressiv ist.

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Ein paar Worte zu Mathilda

    Die Geschichte entstand zu der Zeit, als ihre Kinder starben. Wie Mary selbst, wächst die Protagonistin ohne Mutter auf. Das Buch selbst erschien erst 1959 posthum, über 100 Jahre nach dem Tod der Autorin. Das Manuskript wurde ihm Nachlass ihres Vaters gefunden.

    Im Originalmanuskript hat Mary Shelley Hinweise auf literarische Werke anderer Autor:innen ihrer Zeit eingestreut. Dies war durchaus üblich und galt als Hommage. Dies hat der Übersetzer mit aktuelleren Zitaten aus der deutschen Literatur eingebaut, da die heutigen Leser:innen die Zitate von damals nicht erkennen würden.

    In der Geschichte geht es auch um Inzest, ein Mode-Thema der damaligen Zeit. Dieser ist die Wurzel des Elends von Mathilda, die der Leidenschaft des Vaters ausgesetzt ist, der in ihr die verstorbene Mutter sieht. Er war nach dem Tod der Mutter lange abwesend und nach der Rückkehr ziehen sie nach Schottland, wo er sie jedoch nach einigen Wochen wieder verlässt. Mathilda gibt sich daran die Schuld.

    Stefan Weidle schilderte im Gespräch eine Verfolgungsszene des Buches derart bildhaft, dass ich spätestens dann beschloss, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Seid Ihr auch neugierig geworden?

    Weiterführend:

    Meine Rezension zu einem Roman über Mary Shelley findet Ihr unter diesem Link. Ich hätte Stefan Weidle gerne gefragt, ob er dieses Buch kennt und wie er es fand, aber mir fiel die Autorin leider nicht ein.

    Buchvorstellung Für immer von Maja Lunde

    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)
    Verlagsleiter Günther Butkus, Übersetzer Stefan Weidle und Barbara Weidle (Lesung)

    Über den Verlag (Auszug)

    Seit seiner Gründung 1981 hat sich der Pendragon Verlag stetig weiterentwickelt und ist dabei doch immer seinen Wurzeln treu geblieben. Besonders im Fokus stehen hier Romane, die verschiedene Epochen und Orte der deutschen Geschichte thematisieren.

    Doch nicht nur die deutsche Geschichte findet Repräsentation, sondern auch spannende Werke aus anderen Kulturen stehen bei Pendragon im Fokus.

    Mit Stephen Crane hat außerdem einer der ganz großen Autoren Amerikas bei Pendragon ein Zuhause gefunden. Viele seiner Werke erschienen als deutsche Erstübersetzungen beim Verlag.

    Doch nicht nur die Prosa ist im Verlag gut aufgehoben, sondern auch Lyrik findet sich im Programm. In die magische Welt der Worte entführt Lina Atfah, deren arabische Gedichte in zwei Gedichtbänden kunstvoll auf Deutsch übersetzt wurden. Auch Hellmuth Opitz schreibt in seinen Werken mit poetischen Worten Bilder.

    Pendragon ist ein kleiner Verlag mit großer Vielfalt, der übrigens 2020 und 2022 den Deutschen Verlagspreis erhielt.

    Der Verlag führt auch einen Blog, den ihr unter diesem Link finden könnt.

    Frühjahrstitel vom Pendragon Verlag mit Mathilda von Mary Shelley
    Link zum Verlag

  • Buchvorstellung: Für immer

    Buchvorstellung: Für immer

    Infos:

    • Autorin: Maja Lunde
    • Ausgabe: Hardcover, mit Schutzumschlag, 320 Seiten
    • Erschienen am: 15.01.2025
    • Originaltitel: Lukkertid
    • Übersetzung: Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
    • ISBN: 978-3-442-76278-1
    • Originalverlag: Forlaget Oktober

    Klappentext:

    An einem gewöhnlichen Tag Anfang Juni kommt die Zeit zum Stehen. Niemand stirbt, niemand wird mehr geboren. Die neue Ewigkeit verändert das Lebensgefühl der Menschen: Die Rentnerin Margo will ausgelassen das Leben feiern und auf Reisen gehen – doch ihr pflanzenliebender Ehemann Otto möchte seine Balkonblumen nicht alleine lassen. Für die Fotografin Jenny gibt es nichts Schöneres, als die geschenkte Zeit mit ihrer Familie im Sommerhaus zu verbringen. Trotzdem plagt sie das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. Und die Krankenschwester Eva erlebt die Sorge der Schwangeren, die nicht wissen, wann ihre Babys zur Welt kommen. Überall im Land rätselt man, warum die Menschen aus dem Lauf der Zeit herausgefallen sind. Ist es ein Virus, ein alter Zauber oder eine Verschwörung böser Mächte? Und warum geht in der Natur der Kreislauf von Werden und Vergehen unvermindert weiter? Feinfühlig und mit viel Wärme schreibt Maja Lunde in ihrem neuen großen Roman über das Leben im Jetzt, die eigene Endlichkeit und über unsere Verbindung zur Natur.

    Link zum Buch

    Gespräch mit Maja Lunde bei der Leipziger Buchmesse 2025

    Vor der Buchmesse hatten wir die Gelegenheit uns für einige Lesungen und Buchvorstellungen anzumelden, die im Bloggerroom BL:OOM stattfinden sollten.

    Unter anderem hatte ich mich für das Gespräch mit Maja Lunde angemeldet, das am Eröffnungstag um 13 Uhr stattfand. Mein Messebuddy Mo war auch dafür angemeldet und wir trafen pünktlich am BL:OOM ein und setzten uns erwartungsvoll in den bereits gut gefüllten Raum.

    Die Gespräche wurden hauptsächlich von Buchblogger:innen geführt, die die Buchmesse-Verantwortlichen eigens hierfür eingeladen hatten.

    Die Autorin:

    Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin.

    Das Gespräch

    Das Gespräch wurde komplett in Englisch geführt, was für mich unproblematisch war. Allerdings ging das nicht allen Anwesenden so. Da hätte es sicher geholfen, wenn die Gesprächsführerin Ilke einiges auf Deutsch übersetzt hätte.

    Zunächst fragte sie die Autorin einiges über ihren Werdegang. So erfuhren wir etwas über ihre Entwicklung von der Drehbuch- und Kinderbuchautorin zur gefeierten Autorin für Erwachsenenromane.

    »Die Geschichte der Bienen« war ihr erster Roman für Erwachsene. Es folgten »Die Geschichte des Wassers«, »Die Letzten ihrer Art« und »Der Traum von einem Baum«, womit ihr literarisches »Klimaquartett« abgeschlossen ist.

    Die Autorin Maja Lunde und Ilke sitzen sich an einem Stehtisch auf erhöhten Stühlen gegenüber. Sie sitzen sich zugewandt, leicht schräg zum Publikum, und sehen sich an. Maja Lunde hält ein Mikrofon und spricht gerade.
Hinter ihnen steht ein Plakat der Buchmesse, auf dem das Logo der Leipziger Buchmesse und das Logo der Leipziger Messe ist, dazwischen steht BL:OOM, darunter in kleineren Buchstaben BloggerRoom #lbm in verschiedenen Farben. In großen Worten steht dort außerdem das Motto der LBM 2025: Worte bewegen meine Welt #LBM25.
    Maja Lunde im Gespräch mit Ilke (Buchgeschichten)

    Anschließend ging es dann um den aktuellen Roman „Für immer“, der Anfang dieses Jahres auf Deutsch erschien.

    Als sie vor etwa 10 Jahren größere Berühmtheit erlangte und 40 Jahre alt wurde, begann sie über das Leben und den Tod nachzudenken. Sie fragte sich, was passiert, wenn die Zeit stehen bleibt und niemand mehr stirbt. Daraus entstand dann der Roman, in dem sie aus den Perspektiven verschiedener Protagonist:innen erzählt, die alle unterschiedlich mit dem neuen Leben umgehen.

    Zunächst fühlen sich alle gesegnet und freuen sich über die neu gewonnene Zeit, doch irgendwann wird die Situation angsteinflößend und verzweifelt, nichts ändert sich mehr.

    Am Beispiel der Fotografin Jenny, die durch ihre Fotos versucht, Menschen und Szenen zu einer bestimmten Zeit einzufangen und für die Ewigkeit zu konservieren, zog Maja Lunde den Vergleich, dass Social Media versucht, den Tod zu besiegen, in dem unvergängliche Momente geschaffen werden sollen. Man versucht, Normalität in einer schwierigen Zeit zu erhalten.

    „To capture photos makes time stand still.“

    Ich fand die Aussage gut, dass es immer Hoffnung geben sollte. Denn:

    „Without hope we don’t have the urge to act.“

    Ein anderer Aspekt des Romans ist, dass die Natur weiter im Kreislauf des Werdens und Vergehens bleibt. Maja Lunde begründete dies damit, dass die Natur genug von der Menschheit hatte und sie einfach gestoppt hat.

    Auch sind die Geschichten in diesem Roman miteinander verbunden.

    Die Autorin hat noch einen kleinen Hinweis für zukünftige Leser:innen gegeben:

    Auf Seite 309 kann man den Roman auf eine komplett andere Art betrachten. Mehr konnte sie, ohne zu spoilern, nicht dazu sagen.

    Vorschlag für meinen Lesekreis

    Ich bin von der Geschichte sehr fasziniert und habe sie bereits meinem Lesekreis vorgeschlagen, da ich denke, dass wir dazu sehr viel zu diskutieren haben werden. Ich konnte die Damen definitiv sehr neugierig auf das Buch machen und wir planen, es noch in diesem Jahr zu lesen. Mal sehen, ob wir genug Exemplare über die Bücherei beziehen können.

    Abschließend

    Zuletzt wurde noch nach kommenden Projekten gefragt. Maja Lunde weiß schon, worum es in ihrem nächsten Roman gehen wird, hat aber nichts weiter verraten.

    Nach dem Druck gefragt, den sie als Autor:in verspüren könnte, wenn man bereits ein erfolgreiches Buch geschrieben hat, sagte sie, dass sie beim Schreiben nicht an die Leser:innen denkt, sondern den Fokus auf die Geschichte legt.

    Und auf die Frage, was sie am meisten freut, war ihre Antwort, die Reaktionen der jungen Frauen und Mädchen, die sich durch ihre Romane inspiriert fühlen. Sie bekam bereits Nachrichten, in denen ihre Leserinnen ihr berichteten, dass sie sich weniger auf sich selbst fixieren, sondern hinaus gehen, um die Welt zum Besseren zu verändern.

    Zu guter Letzt

    Nach dem Gespräch war noch Zeit, ein paar Fotos zu machen und sich ein Autogramm zu holen. Die Autorin war mir sehr sympathisch.

    Die Autorin Maja Lunde sitzt auf einem Stuhl an einem Stehtisch, ich stehe daneben. Wir blicken beide lächelnd in die Kamera.
BLOOM Gespräch
    Maja Lunde und ich

    Links:

    Nachbericht LBM 25

    Vorschau auf die LBM 25

    Bericht von Mo zum ersten Messetag

  • Nachbericht Leipziger Buchmesse 2025

    Nachbericht Leipziger Buchmesse 2025

    Heute möchte ich Euch einen kleinen Messebericht von meinem Besuch mit meinem Lieblings-Messebuddy bei der Leipziger Buchmesse geben.

    Kaum zu glauben, dass sie schon wieder eine Woche her ist!

    Dieses Jahr sind Mo und ich bereits am Mittwoch angereist, um den Stress zu vermeiden, den wir letztes Jahr durch die Anreise am ersten Messetag hatten.

    So kamen wir ganz entspannt am Mittwochnachmittag im Hotel an, haben eingecheckt, unsere Sachen aufs Zimmer gebracht und dann die nähere Umgebung erkundet. Geschäfte und Restaurants waren fußläufig erreichbar, und das Beste, auch das Messegelände befand sich direkt auf der anderen Straßenseite!

    Kein Stehen im Stau oder in überfüllten Straßenbahnen auf dem Weg zur Messe.

    So konnten wir Donnerstag bis Sonntag ganz entspannt nach dem Frühstück aufs Messegelände spazieren und waren pünktlich bei den frühen Veranstaltungen, zu denen wir uns angemeldet hatten.

    Bisheriger Besucherrekord

    Die Buchmesse war übrigens die bisher am stärksten besuchte Leipziger Buchmesse mit 296.000 Besuchenden! Das waren etwa 13.000 mehr als im Vorjahr.

    Und das haben wir schon am Donnerstag und Freitag gemerkt. Das waren bisher immer die ruhigsten Tage, aber diesmal waren schon an diesen ersten beiden Messetagen die Schlangen an den Eingängen unglaublich lang und die Messehallen voller als in vergangenen Jahren!

    Ein kleiner Überblick über meine Abenteuer auf der LBM

    Donnerstag:

    Am Donnerstag habe ich bei den Standeröffnungen der Stände des Gastlandes Norwegen und der Vereinigung der südosteuropäischen Länder, Traduki, vorbei geschaut. Beim norwegischen Stand bekam man allerdings kein Bein an die Erde, da das Interesse sehr groß war. Und bei Traduki musste ich eher gehen, da Mo schon auf mich wartete.

    Mittags waren Mo und ich dann bei der Buchvorstellung des Buches Für immer von Maja Lunde. Ich werde das Buch meinem Lesekreis vorstellen, da ich denke, es ist für unsere Gruppe perfekt geeignet.

    Außerdem wollte ich unbedingt einen Abstecher bei den drei Autoren-Amigos machen, um André Milewski endlich persönlich zu treffen. Schließlich hatte ich extra mein Sharkbusters-T-Shirt angezogen.

    André und ich

    Abends lernten wir, dass das überteuerte Essen vom Vorabend nicht besser war, als das Essen bei unserem bisherigen Lieblingsvietnamesen in Leipzig. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Freitag:

    Am Freitag waren Mo und ich bei der Vorstellung der Preisträgerin des Preises der Leipziger Buchmesse Belletristik, Kristine Bilkau und ihrem Buch Halbinsel. Auch dieses Buch möchte ich dem Lesekreis als gemeinsame Lektüre vorschlagen.

    Später hatte Mo andere Termine und ich ging zur Blogger-Happy-Hour am Norwegen-Stand. Leider gab es die angekündigten Waffeln nicht, aber es wurden ein paar tolle Bücher vorgestellt.

    Blick in den Stand des Gastlands Norwegen.
Leipziger Buchmesse Messebericht

    Anschließend gingen wir zusammen zur Signierstunde von Martin Gancarczyk, bei der wir viel Spaß hatten und uns eine Weile mit seinen richtig netten Eltern unterhielten.

    Martin, ich, sein Buch und Bernd das Brot

    Abends waren wir dann spontan zu einem Abendessen mit Autor:innen und Blogger:innen eingeladen. Dort gab es leckeres italienisches Essen und wir konnten tolle Gespräche mit den Anwesenden führen. Außerdem gab es drei Bücher, die die jeweiligen Autor:innen signierten.

    Samstag:

    Samstag erwartete uns als erstes die DuMont Herbstvorstellung und den Rest des Tages konnten wir frei durch die Hallen bummeln.

    Wichtig war mir dabei, Ann-Kathrin Karschnick im Schildkrötenkostüm zu sehen.

    Außerdem gelang es mir, mich beim Kadmos-Verlag als Bloggerin vorzustellen und wir vereinbarten eine zukünftige Zusammenarbeit, die mit dem Sachbuch Ostseetiere beginnt, das ich freundlicherweise direkt mitnehmen konnte, inklusive Signatur der Autorin! Eine Rezension wird folgen.

    Sonntag:

    An unserem letzten Messetag hatte Mo noch ein paar Termine auf dem Zettel, also stromerte ich allein durch die Hallen.

    Vor unserer Abreise stand dann noch ein gemeinsamer Termin im Kalender: Jane Austen, ihre Welt und ihre Bücher. Ein faszinierendes Gespräch mit zwei Blogger:innen, bei dem es sogar Tee und Kekse gab.

    Danach machten wir noch einen Rundgang durch Halle 1, wo wir doch noch einige Dinge kaufen „mussten“..

    Ich werde zu einigen der Programmpunkte noch genauere Berichte verfassen. Wir haben in den 4 Tagen so viel erlebt, dass ein Bericht alleine nicht ausreicht.

    Wir haben so viele nette Menschen getroffen und so viele spannende und spaßige Gespräche geführt! Es waren 4 großartige Tage!

    Linksammlung Buchmesseberichte:

    -folgen.

    Beitrag von Mo zum ersten Messetag