Rezension: Ein Kosmos der Schrift


Infos:

  • Verlag: btb Verlag
  • Herausgeberin: Imma Klemm
  • Klappenbroschur
  • 368 seiten
  • Erschienen: 11. Oktober 2021
  • ISBN: 978-3-442-77179-0

Klappentext:

Siebzig Bücher umfasst das Gesamtwerk von Hanns-Josef Ortheil in seinem siebzigsten Lebensjahr. Dazu gehören neben den großen Romanen auch viele Essaybände, Journale, Reise- und Musikbücher. »Ein Kosmos der Schrift« skizziert erstmals die großen Linien und Zusammenhänge dieses Gesamtwerks. In einem ausführlichen Gespräch mit seinem langjährigen Lektor Klaus Siblewski erläutert Hanns-Josef Ortheil die zentralen Strukturen und entwirft eine Selbstanalyse seines Schreibens von den Anfängen in der Kindheit bis heute.

Abschließend gratulieren zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter des literarischen Lebens, indem sie auf zwanzig Fragen zu Ortheils »Treiben und Schreiben« antworten und in humorvoller Weise an die Besonderheiten eines von der Literatur geprägten Lebens erinnern.

Ein runder Tisch mit Mosaik-Tischplatte, darauf verschiedene Bücher des Autoren Ortheil um den rezensierten Titel herum positioniert.
Link zum Buch

Meine Meinung:

Einleitend

Ich hatte bisher nur zwei Bücher von Hanns-Josef Ortheil gelesen (Die Mittelmeerreise / Der Typ ist da). Das Cover des vorliegenden Buches und der dazugehörige Titel haben mich sehr angesprochen und dazu verlockt, ein Rezensionsexemplar anzufragen. Obwohl das Buch bereits im Oktober erschienen ist, konnte ich noch ein Exemplar erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Eine Dokumentation im Fernsehen

Letztes Jahr gab es im Fernsehen eine Dokumentation über das Leben und Werk von Hanns-Josef Ortheil, die ich mir auch angesehen hatte. Darin klingen viele im Buch behandelte Themen an, wie die Sprachlosigkeit der Mutter über viele Jahre, ausgelöst durch das Trauma und die Erlebnisse im 2. Weltkrieg oder das Schreibenlernen und die Reisen mit dem Vater. Ich muss gestehen, dass mich das Leben (vor allem auch des jungen) Ortheil fasziniert und vor allem, wie es in seinen Werken Ausdruck findet.

Über das Buch

Das Buch ist in zwei Abschnitte geteilt. Etwa 2/3 werden von dem Gespräch zwischen Ortheil und seinem langjährigen Lektor Siblewski eingenommen. Danach sind alle Werke aufgelistet und das letzte Drittel sind Fragebögen, die langjährige Begleiter und Weggefährten Ortheils beantwortet haben. Ich habe mich allerdings hauptsächlich auf den ersten Teil konzentriert und die Fragebögen eher überflogen, wobei auch da einige interessante Fragen und Antworten ihren Platz finden.

Das Gespräch zwischen Autor und Lektor wiederum verläuft chronologisch am Leben und Schaffen Ortheils, wobei der Autor hin und wieder kleine Anekdoten einfließen lässt, was keineswegs vom Thema ablenkt, sondern vielmehr eine Auflockerung und Erweiterung darstellt.

Fazit

Wer sich mit dem Werden des Autors beschäftigen will, sollte zu diesem Buch greifen. Es ist sehr gut lesbar und behandelt rund um das Werk des Autors vielfältige Themen.

Außerdem

Mir gefällt das Buch sehr und ich habe mir inzwischen einige weitere Bücher von Ortheil und einen Gedichtband aus dem Dieterich’schen Verlag gebraucht gekauft, um bei Gelegenheit meinen Horizont zu erweitern. Im DVB erscheinen Essays, Lyrikbände und Reisebücher aus verschiedenen Zeiten. Der Verlag wurde im 18. Jahrhundert in Göttingen gegründet und wechselte mehrfach den Inhaber. Mittlerweile wird er durch die Familie Klemm geführt und Hanns-Josef Ortheil ist stark mit dem Verlag verbunden.

Weitergehende Links:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.