Toskana, 1833: Auf dem Weingut in der Toskana scheinen Marco und Antonella am Ziel ihrer Träume angekommen: Marco kann nun endlich seiner Berufung nachgehen, Antonella freundet sich schnell mit Tiziana, der Besitzerin der benachbarten Osteria an, und ist froh, bei ihr als Köchin und Bäckerin arbeiten zu können. Außerdem erwarten die beiden ihr erstes Kind. Doch dann taucht ihr ehemaliger Verlobter auf und droht, ihr Glück zu zerstören.
Ein Weingut im Italien des beginnenden 19. Jahrhunderts und eine starke Frau, die für ihre Familie kämpft.
Ich bekam das Buch im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde. Dafür möchte ich mich noch einmal bedanken und betonen, dass meine Meinung dadurch nicht beeinflusst wurde.
Das Buch ist die fesselnde und berührende Fortsetzung des Romans „Die Tochter der Toskana“, das mir auch viel Freude beim Lesen bereitet hat.
Der Schreibstil ist angenehm lesbar und lässt wunderbare Bilder im Kopf entstehen. Der Ablauf ist chronologisch und logisch nachvollziehbar.
Die Protagonisten sind sympathisch, ihre Handlungen und Entscheidungen sind authentisch und passend zu der Zeit, in der der Roman spielt.
Die Autorin lässt die Welt der 1830er Jahre in Italien packend und farbenfroh auferstehen. Sie hat den Roman mit viel Liebe zum Detail geschrieben, was man den handelnden Personen und den Schauplätzen auch anmerkt.
Nach der Lektüre freue ich mich bereits auf Band 3, der bald erscheinen soll. Ich werde die Veröffentlichung sehnsüchtig erwarten.
Absolute Leseempfehlung!
Das Buch war mir während einer längeren Autofahrt ein wunderbarer Begleiter.
Zunächst möchte ich Euch meine Rezension zum Buch präsentieren. Im Anschluss berichte ich noch von meinem Buchmesse-Erlebnis rund um die Gesprächstermine mit Bela B.
Viel Spaß!
Klappentext:
In Scharnow, einem Dorf nördlich von Berlin, ist der Hund begraben. Scheinbar. Tatsächlich wird hier gerade die Welt gewendet: Schützen liegen auf der Lauer, um die Agenten einer Universalmacht zu vernichten, mordlustige Bücher richten blutige Verheerung an, und mittendrin hat ein Pakt der Glücklichen plötzlich kein Bier mehr. Wenn sich dann ein syrischer Praktikant für ein Mangamädchen stark macht, ist auch die Liebe nicht weit.
Das Buch passt farblich einfach super in mein frisch renoviertes Badezimmer.
Meine Meinung:
Ich bin ein großer Die Ärzte und auch und vor allem Bela B. Fan. Deswegen musste ich diesen ersten Roman aus der Feder des Herrn Felsenheimer unbedingt lesen. Ich muss sagen, dass ich nicht unbedingt überrascht war.
Wer das bisherige Wirken des Autors verfolgt hat, hat schon bestimmte Vorstellungen, was ihn im Buch erwarten könnte. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist verrückt, skurril, tragisch und urkomisch. Auf seine Art etwas völlig Anderes. Erfrischend. Es ist im Grunde alles drin. Trash-Film-Fans, Manga-Mädchen, gescheiterte Existenzen und ganz schlichte Nachbarn, von der Kassiererin des Dorf-Supermarktes bis hin zur Sexfilm-Darstellerin.
Bela B. hat so viele kleine Andeutungen und witzige Anekdoten eingestreut, dass ich das Buch definitiv nicht nur dieses eine Mal gelesen haben werde. Die Geschichte verliert nicht an Spannung, was auch an den ständig wechselnden Schauplätzen und abwechslungsreichen Erlebnissen der sympathischen Charaktere liegt. Am Ende lösen sich viele Erzählstränge eher subtil auf, wenn überhaupt, was aber kein nennenswerter Nachteil ist. Man merkt schon, dass Bela B. gerne eine Sammlung Kurzgeschichten geschrieben hätte. Ich kann mir eine Umsetzung als TV-Serie durchaus vorstellen. Von mir gibt es für Scharnow eine ganz klare Leseempfehlung!
Auf das Hörbuch freue ich mich auch schon. Aber dazu gleich mehr.
Buchmesse-Wahnsinn:
Freitag war mein zweiter Buchmesse-Tag und der erste Tag, den ich mit meiner Freundin gemeinsam unterwegs war. Ich hatte im Vorfeld schon angekündigt, dass ich zwei feste Termine am Nachmittag habe, zu denen sie mich dann schmunzelnd allein gehen ließ.
Zunächst war um 12:30 Uhr das Gespräch von Bela im Rahmen der Sendung Das blaue Sofa, zu dem ich gerade noch vor Beginn der Aufzeichnung in der Glashalle ankam. Es war natürlich heillos überfüllt, aber zum Glück gingen ein paar Zuschauer, nachdem das vorherige Gespräch mit Masha Gessen beendet war und ich konnte an eine etwas bessere Position gelangen. Ich stand also neben einer Säule hinter einer anderen Zuschauerin und konnte, wenn ich mich auf die Zehenspitzen stellte, zumindest die Köpfe von Bela B. und Jo Scheck sehen. Trotzdem freute ich mich, dass ich dabei sein konnte und hoffte auf einen besseren Platz bei der LVZ Autorenarena um 14 Uhr.
Nach dem Gespräch machte ich mich auf den Weg zu dem vorher mit Mo verabredeten Treffpunkt und wir zogen los in Halle 5, wo wir noch einige Stände besuchten, bevor sich unsere Wege erneut trennten. Mo ging ins CCL zu einer Verlags-Preview und ich suchte nach einem Platz vor dem Eingang der Autorenarena. Es war wieder brechend voll. Leider blieben sehr viele Zuschauer einfach sitzen, nachdem das vorherige Gespräch beendet war und so hatte ich keine Chance, einen Platz auf einem der Stühle zu ergattern und dem Gespräch mit Bela B. zuzuhören. Das fand ich sehr schade.
Wie schon zuvor beim blauen Sofa, hieß es auch dies mal wieder, dass der Autor keine Zeit habe, etwas zu signieren, so dass vorsignierte Bücher beim LVZ-Stand verkauft wurden. Da ich das Buch aber schon mein Eigen nennen konnte, kaufte ich das Hörbuch, um es meinem Liebsten zum Geburtstag zu schenken. (Natürlich absolut uneigennützig!) 😉
Mit der CD in der Tasche schlenderte ich dann um die Autorenarena herum und beschloss, mich zu den wartenden Fans zu stellen, die auf ein Autogramm ihres / unseres Idols hofften. Einige Standmitarbeiter sahen immer wieder durch die unscheinbare Tür in den Backstagebereich und versicherten, dass der Autor gleich raus kommen würde. Also blieb ich an Ort und Stelle und packte schon mal die CD aus ihrer Plastikverpackung aus. Außerdem holte ich mein Autogramme-Buch aus der Tasche und blätterte es auf.
Nach einigen Minuten öffnete sich die Tür und der Bodyguard / Zeitmanager von Bela machte eine Ansage in Richtung Fans, dass es aber wirklich schnell gehen müsse, da leider gar keine Zeit sei. Alle drängten sich nun um den Star und hielten ihm ihre Bücher entgegen. Bela signierte in einem Affenzahn sämtliche ihm vorgehaltenen Exemplare und ich hoffte, dass ich zwei Autogramme bekäme.
so nah und doch so fern.. T.T
Auf jeden Fall zahlte sich die Geduld aus und mein Glück spielte wieder mit. Ich bekam meine zwei Autogramme und sagte nur: „Lieben, lieben Dank!“, was Bela nur zu einem leichten Lachen brachte. Für mich jedenfalls eines der tollsten Erlebnisse, meines kleinen Fan-Girl-Daseins. Und mein Männe freut sich auch sehr über die signierte CD.
Meiiiin Schaaaaatz… =)
Weitere Rezensionen findet Ihr hinter den folgenden Links:
Seit ihrer Kindheit verbringt Adrienne jeden Sommer im bretonischen Ferienhaus ihrer Adoptivmutter Eva. Bis es dort zu einem dramatischen Zerwürfnis zwischen den beiden Frauen kommt, weil sich Adrienne ausgerechnet in Jannis, Evas Sohn, verliebt. Doch als Eva die junge Ärztin Jahre später zu ihrem sechzigsten Geburtstag in das Anwesen einlädt, reist Adrienne im Irrglauben, das Vergangene würde sie nicht mehr berühren, an die Côte de Granit Rose. Aber kaum angekommen, brechen alte Wunden auf, und sie kommt einem erschütternden Geheimnis auf die Spur …
Ein großartiges Buch über eine junge Frau, die das Lügengebäude ihrer Adoptivmutter einreißen muss, um die ganze Wahrheit über ihre Herkunft zu erfahren.
Sie sucht ihr persönliches Glück, welches nicht überschattet wird von den Vorschriften und Manipulationen ihrer trotzdem geliebten Ziehmutter. Außerdem muss sie ihre posttraumatische Belastungsstörung verarbeiten, die sie nach mehreren Einsätzen für Ärzte ohne Grenzen hat.
Authentische und sympathische Protagonisten, die alle ihre eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen von Familienleben haben. Manchmal fast überzeichnet und voll psychologischer Tiefe.
Das alles vor der herrlichen Kulisse der bretonischen Côte de Granit Rose.
Eine emotionale Achterbahnfahrt. Ein vielschichtiger, spannungsgeladener Roman.
Eigentlich kauft der römische Feldherr Marcus Lucius die Sklavin Walda, um sie als erotisches Unterpfand seiner politischen Ziele zu nutzen. Allerdings findet er bald selbst Gefallen an der geilen Germanin, die ihre Lust nur allzu gern in den verschiedensten Spielarten auslebt. Marcus’ jüngerer Bruder Gaius verfällt ebenfalls den Reizen der üppigen Schönheit und versucht, sie auf seine Seite zu ziehen. Als dann auch noch ein Germane in römischer Uniform Waldas Nähe sucht, beginnt ein Strudel aus Gier, Leidenschaft und Intrigen, der Walda in die Tiefe zu reißen droht. Für wen wird sie sich entscheiden?
Taschenbuch, 224 Seiten, Blue Panther Books Verlag
Meine Meinung:
Ich danke dem Verlag sehr für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Das Cover und der Klappentext hatten mich neugierig gemacht, also warf ich meine SuB-Abbau-Pläne über den Haufen und fragte ein Exemplar beim Verlag an.
Mit etwas über 200 Seiten ist das Buch schnell gelesen, was auch der Handlung geschuldet ist, die einen förmlich in das alte Rom hinein zieht. Allerdings hätte ich mir mehr Handlung rund um die sexuellen Frivolitäten gewünscht. Die Charaktere sind interessant und vielschichtig, bleiben aber ein wenig blass hinter der Erotik. Der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen, auch wenn die meisten altertümlichen Begriffe nicht genau erklärt werden. So reimt man sich anhand der Geschehnisse oft zusammen, was gemeint sein könnte. (Wenn man nicht die Internet-Suche bemühen möchte.) Dafür klingt es nach authentischem römisch-germanischen Alltag.
Hin und wieder verwendet die Autorin mir ungewohnte Begriffe für einige Körperteile, so dass ich nicht immer genau wusste, was genau da gerade beschrieben werden soll, aber wer sich nicht daran stört, wird mit anregend beschriebenen Sexszenen belohnt.
Fazit: Das Buch konnte mich unterhalten und fesseln, auch wenn mir nicht alles logisch zusammenhängend erschien. Durchaus lesbar und als kurzweilige Bettlektüre empfehlenswert.
Evanna Athos war ein durchschnittliches Mädchen. Na gut, sie hatte eine unterdurchschnittliche Anzahl an Freunden und überdurchschnittlich gute Noten. Doch der Rest ihres Lebens war herrlich normal. Bis ihr Vater spurlos verschwindet. Und als sie wenig später auf ein britisches Internat wechselt, stellt sich ihr Leben endgültig auf den Kopf. Dort erfährt sie nicht nur von Freundschaft, sondern auch von Magie und von einem übermächtigen Feind, den nur sie allein besiegen kann.
Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book, 384 Seiten, erschienen über Books on Demand
Meine Worte:
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Der Klappentext und die bisherigen Bewertungen hatten mich neugierig gemacht und ich bewarb mich um ein Exemplar. Ich habe es keinesfalls bereut.
Es ist ein tolles Buch! Man ist sofort in der Geschichte und von der ersten Seite an gefesselt. Es wird aus der Perspektive von Evanna erzählt, so dass man stets alles aus ihrer Sicht und mit ihrem Kenntnisstand erlebt. Es geht auch um politische Intrigen und den Versuch mit politisch und rhetorisch entsprechend geschulten Menschen, die Macht des Königreichs zu vergrößern. Die Autorin schafft eine Parabel auf historische und aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen in verschiedenen Staaten. So ist leicht verständlich erklärt, wie man mit den richtigen Informationen und veränderten Wahrheiten eine politische Basis aufbauen kann, um das Machtgefüge zu verändern. Die Hauptgeschichte dreht sich allerdings um Evanna und ihren (schulischen) Alltag, mit all den Problemen und Herausforderungen, denen sich Teenager gegenüber sehen. Die Charaktere sind sympathisch, der Ablauf der Geschichte ist chronologisch und die Handlung ist logisch nachvollziehbar.
Ich hätte gerne mehr aus dem Blickwinkel der anderen Charaktere gelesen. So ist es doch ein klein wenig einseitig, nur von Evannas Sicht der Dinge zu lesen. Ich mag den Schreibstil und die Protagonisten, aber hätte mir manchmal mehr Raum für die übrigen Personen gewünscht. Vor allem Nathanael und Austin sind spannende Charaktere. Und spannend fände ich ja, etwas von der Reise von Bryndis und Ragnar zu erfahren. Es gibt keine unnötigen Längen und es bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die dann hoffentlich in den nächsten Bänden gelöst werden. Die Reihe ist als Trilogie angekündigt, von der bereits 2 Bände erschienen sind.
Jedenfalls kann ich das Buch ruhigen Gewissens weiter empfehlen und werde auf jeden Fall weiter lesen. Das Buch ist geeignet für Leser ab 12 Jahren und Erwachsene, die fantasievollen und spannenden Jugendromanen nicht abgeneigt sind.
Bruno und Leander verfallen einander. Dabei will Bruno keine feste Beziehung mehr: zu viele schlechte Erfahrungen. Und Leander ist auf der Suche nach dem Mann für ’s Leben. Könnte es der misstrauische Bruno sein? Ein Zurück gibt es trotz unterschiedlicher Erwartungen für beide nicht mehr. Es beginnt ein Kampf um ein tragendes Fundament für ihr Zusammensein: Vertrauen.
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Wittekind schreibt ermutigend für Leserinnen und Leser mit schlechten Beziehungserfahrungen. Alles wird gut – auf die ein oder andere Weise. Eine durch und durch emotionale, bildreiche und bewegende Geschichte, abwechselnd erzählt aus der Perspektive der Hauptcharaktere, mit symbolträchtigen Ebenenwechseln, Gedichten und aufschlussreichen Rückblenden. (ab 16)
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Der Klappentext und die bisherigen Bewertungen hatten mich neugierig gemacht und ich bewarb mich um ein Exemplar. Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut.
Die Geschichte ist sehr emotional und berührend. Durch die fließenden Perspektivenwechsel erhält man als Leser Einblick in die Gedanken, Träume und Gefühle der Protagonisten. Man leidet richtig mit, wenn Bruno sich schlecht behandelt fühlt und Leander stehen lässt. Mir waren beide Protagonisten auf ihre Art sympathisch, ich konnte allerdings eher Leanders Sichtweise verstehen, da er nicht so impulsiv war und teilweise hartherzig agiert hat wie Bruno zeitweise. Bruno setzte bei Leander ein negatives Verhalten voraus und „reagierte“ dementsprechend, wenn nicht alles so verlief, wie er sich das erhofft hatte. Leander wiederum ließ Bruno vieles durchgehen, was dann dafür sorgte, dass die Beziehung wieder eine Weile funktionierte. Doch Leander gefährdete dadurch sich selbst und sein Seelenheil.
Der Schreibstil ist einfühlsam und bildhaft. Der Erzählstil ist fließend, es gibt wechselnde Zeitformen, die aber gut lesbar sind. Vieles der Handlung passiert in den Köpfen und Träumen der Protagonisten. Rückblicke in die Kindheit beleuchten die Entwicklung der beiden zu den Männern, die sie im Buch sind. Zwischen die Kapitel sind Gedichte eingefügt, die passend zur jeweiligen Handlung ausgewählt sind. Ich hatte beim Lesen keine Schwierigkeiten mit den verschiedenen Erzählformen.
Das Ende ist logisch und absehbar, wird aber durch den kurzen Epilog positiv abgemildert.
Es gibt noch ein letztes Kapitel mit dem Titel „Das letzte Wort“, das aus der Sicht einer schillernden Persönlichkeit bei einem Straßenfest, das Leander und Bruno im Verlauf der Geschichte besuchen, geschildert wird. Der Autor beabsichtigte, dem Buch ein humorvolles und positives Ende zu geben, was er aber bereits mit dem Epilog erreicht. Nach meinem Empfinden ist das letzte Kapitel nicht unbedingt notwendig.
Fazit: Für alle Leser, die gerne emotionale Liebesgeschichten lesen und kein Problem mit Homoerotik haben.