Kategorie: Rezension

  • Rezension: Professor Albert und das..

    Rezension: Professor Albert und das..

    Abenteuer der Relativitätstheorie

    Infos:
    • Autor: Sheddad Kaid-Salah Ferrón 
    • Illustrator: Eduard Altarriba
    • Verlag: Knesebeck Verlag
    • Hardcover
    • 48 Seiten
    • aus dem Spanischen von Ebi Naumann
    • ab 8 Jahren empfohlen
    Klappentext:
    Albert Einstein erklärt Kindern die Welt der Physik
    Albert Einstein als lustiger Erzähler führt Kinder unterhaltsam durch die Relativitätstheorie

    Einsteins Relativitätstheorie stellt unsere Vorstellung von Raum und Zeit auf den Kopf! Verrückte Dinge passieren in einem relativen Universum. So kann die Zeit langsamer oder schneller vergehen oder sogar gekrümmt sein, der Raum kann sich zusammenziehen, und Dinge werden schwerer, wenn sie sich bewegen!

    So kann ein Zeitraum von Hunderten von Jahren für jemanden auf der Erde nur ein paar Stunden betragen, wenn er sich in einer Rakete nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegt. Das ist alles sehr verwirrend, aber die Relativitätstheorie hat einen großen Einfluss auf unsere heutige Welt. Das GPS-Navigationssystem eines Autos zum Beispiel nutzt die Informationen, die von Satelliten im Orbit empfangen werden, und berücksichtigt dabei, dass die Zeit auf diesen Satelliten anders tickt als auf dem Boden. Sonst könnten schon nach einem Tag unser tatsächlicher Aufenthaltsort und unsere GPS-Position um acht Kilometer voneinander abweichen.

    Nach Professor Albert und das Geheimnis der Quantenphysik widmet sich nun Professor Albert Einstein der Erklärung von Raum und Zeit und deren Zusammenhang in der Relativitätstheorie.

    Physik einfach und anschaulich erklärt

    Was sind eigentlich Raum und Zeit? Wie werden Sie gemessen? Wie hängen Bewegung und Geschwindigkeit zusammen? Was ist E = mc2? Wer herausfinden möchte, wie unser Universum funktioniert und wie Raum und Zeit verbunden sind, erfährt in diesem bunt illustrierten und witzigen Kinderbuch von dem schlauen Professor Albert mehr über die faszinierende, mysteriöse Welt der Physik und der Relativitätstheorie.

    Meine Meinung:

    Als ich die Verlagsvorschau erhalten habe und dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass es genau das richtige für mich ist. Ich gucke zu gerne Dokumentationen über das Weltall und die physikalischen Gesetze, die darin wirken. Warum also nicht mal etwas darüber lesen?

    Und da ich bezweifle, dass mein Verständnis für wissenschaftliche Publikationen reicht, fange ich doch erstmal mit diesem Buch für 8-Jährige an. Darum habe ich mich sehr gefreut, als das Rezensionsexemplar bei mir ankam. Vielen Dank nochmal dafür an den Knesebeck Verlag.

    Worum geht es?

    In dem Buch geht es um Raum und Zeit und die Zusammenhänge zwischen Bewegung und Licht und wie jeder Größe und Geschwindigkeit unterschiedlich wahrnimmt.
    Auf 48 Seiten ist das komplexe Thema kindgerecht und mit farbigen Illustrationen in Szene gesetzt.

    Blick ins Buch

    Einige der Theorien und Gesetze, die Einstein und andere Physiker aufgestellt und entdeckt haben, haben mich dennoch etwas verwirrt und für mich neue Fragen aufgeworfen. Ich werde jetzt keine Physikerin, aber manches erscheint mir irgendwie nicht logisch..

    Also, falls wir mit Lichtgeschwindigkeit durchs All reisen könnten, könnten wir dann noch Planeten, Sternen oder anderen herumfliegenden Dingen ausweichen? Dazu müsste man sie ja rechtzeitig sehen, um noch auszuweichen? Oder kommt es zur Kollision?

    Aber es geht ja nicht um die tatsächliche Machbarkeit, sondern was bestimmte Voraussetzungen für Auswirkungen im Universum haben.
    Auf jeden Fall ist dieses großformatige Buch faszinierend, unterhaltsam und sehr informativ. Aber ich denke, 8-jährige Lesende könnten bei einigen Begriffen weitere Erklärungen und Hilfen einfordern. Ich hoffe, ihr Eltern habt euch dann vorher schon gut eingelesen.

    Am Ende des Buches werden noch einige Formeln genannt, aber nicht weiter erläutert. Mich hätte interessiert, was die einzelnen Begriffe in den Formeln bedeuten, bzw. darstellen. Aber vielleicht ist das ja für die Kinder ein Ansporn, später in Physik ganz genau aufzupassen. Und vielleicht sind die Kinder dann im Unterricht auch interessierter als ich es zu meiner Schulzeit war.

    Ich wünsche den Kindern auf jeden Fall viel Spaß bei der Erkundung der Physik und ihrer Gesetze.

    Ein Blick ins Buch lohnt sich in jedem Fall.

    Vielleicht interessieren euch ja auch andere Bücher des Verlags.

    Ich habe bereits ein paar weitere rezensiert:

    Eier – eine runde Sache

    Als die Wale laufen konnten

    Verrückte Fakten über Pilze

    Schaut gerne bei meinen anderen Rezensionen rein.

  • Rezension: Der Gesang der Flusskrebse

    Rezension: Der Gesang der Flusskrebse

    Infos:
    • Autorin: Delia Owens
    • Verlag: Hanser blau
    • Hardcover
    • 461 Seiten
    • aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
    • Lesekreis Lektüre September 2020
    Klappentext:

    „Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.“ The New York Times

    Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

    Meine Meinung:

    Das Buch stand schon länger auf meiner Lesewunschliste und deswegen habe ich mich gefreut, als wir es für den Lesekreis aus der Bücherei ausgeliehen haben.

    Der Roman spielt in einem Zeitraum von etwa 20 Jahren und erzählt die Geschichte eines Mädchens, das von der Familie nach und nach verlassen wird. Zunächst gehen die ältesten Geschwister fort, dann die Mutter, die die Schläge des Vaters, eines Kriegsveterans, nicht länger hinnehmen will, zuletzt geht der Vater, nachdem er ihr einiges über das Marschgebiet und das Leben darin beigebracht hat.

    Zu Beginn ist Kya 6 Jahre alt und muss mühsam lernen für sich selbst zu sorgen. Dabei ist sie aber gewitzt und erfindungsreich und lernt, den Dorfbewohnern und Mitarbeitern des Schulamtes aus dem Weg zu gehen, weil sie Angst hat, aus ihrem Zuhause weggeholt zu werden, wenn heraus kommt, dass sie völlig allein lebt.

    Einzelne Menschen werden ihr im Laufe ihres Lebens zu Freunden und Unterstützern, sogar lesen lernt sie. Wann immer sie sich bedroht fühlt, verschwindet sie in den Weiten der Marsch.

    Im Wechsel mit Kyas Geschichte wird der Mord Ende der 1960er Jahre an einem jungen Mann aus dem Dorf erzählt. Nach und nach werden so beide Handlungsstränge gekonnt verknüpft und letztendlich aufgelöst.

    Mir hat das Buch sehr gefallen. Es ist vielschichtig und voller Atmosphäre. Ich konnte tief in Kyas Welt eintauchen und habe mit ihr gelitten, gebangt, gekämpft und geliebt.

    Für mich ist Kya fast eine moderne Ronja Räubertochter.

    Für Tusneldas Instagram-Feed musste ich das Buch ja auch in Szene setzen.
  • Rezension: Totes Land – Ausnahmezustand

    Rezension: Totes Land – Ausnahmezustand

    Infos:
    • Autor: M. H. Steinmetz
    • Verlag: Mantikore
    • 507 Seiten
    • Taschenbuch
    • Erster Band einer Trilogie
    Klappentext:

    „Lauf, solange du noch kannst!“
    Der junge Markus ist hunderte Kilometer von Familie und Freundin entfernt, als er die schockierenden Nachrichten hört: Eine Seuche breitet sich rasend schnell aus! Schon bald wird sie das gesamte Land erfasst haben!
    Während die Zivilisation zusammenbricht und die Dunkelheit sich über ein sterbendes Land ausbreitet, macht sich Markus mit seinen Freunden auf den gefährlichen Weg nach Hause.
    Ein Ort, der vielleicht schon gar nicht mehr existiert… Ein grauenvoller Wettlauf gegen die Zeit beginnt!
    AUSNAHMEZUSTAND – Der Beginn einer packenden Endzeit-Trilogie von Mario H. Steinmetz

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch vor 2 Jahren von Michèle übernommen, die es abgebrochen hatte, da es ihr so überhaupt nicht gefiel. Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Verlag durfte sie mir ihr Rezensionsexemplar überlassen. Dafür möchte ich noch einmal meinen Dank aussprechen.

    Ihre Abbruchrezension findet ihr unter diesem Link: *klick*

    Nun aber zu meinen Eindrücken.

    Das Buch beginnt mit einer spannenden Kampfszene, die sich dann aber als Liverollenspiel entpuppt, dem die Realität direkt folgt.

    Der Einstieg ist richtig packend geschrieben, man folgt dem personalen Erzähler zunächst nur Markus, der im Klappentext jung genannt wird, in der Geschichte dann aber bereits Mitte 40 ist. Naja, ich bin in einem ähnlichen Alter *hust* und denke, dass man da durchaus noch als jung angesehen werden kann. Insofern ist das in meinen Augen ein geringer Kritikpunkt.

    Der Leser folgt genanntem Markus also von einer fiktiven Zombie-Apokalypse in einer Rollenspiel-Veranstaltung in seine Realität, in der innerhalb weniger Tage ein aggressiver Virus reihenweise Menschenleben kostet.

    Auf dem Weg nach Hause zu seiner Freundin hat er nun einige Abenteuer zu bestehen. Dabei begegnet er unterschiedlichen Menschen und meistert verschiedenste Herausforderungen, oft auch nur mit viel Glück, manchmal auch mit Können. Dabei ist es logisch, dass der Protagonist kein sehr junger Mensch mehr ist, sondern schon einige Erfahrungen in seinem Leben sammeln konnte.

    (Kritikpunkt: Wie schnell bitte, kann die Bundeswehr komplette Sanitär- und Behelfslager errichten? Ich bezweifle, dass das in einer derart kurzen Zeit, wie sie im Buch geschildert wird, möglich ist, aber so gut kenne ich mich mit der Truppe natürlich nicht aus. Das Buch spielt in einem Zeitraum von ungefähr 4 Wochen. Einige Abläufe kamen mir etwas kurz erzählt vor, andere waren durchaus realistisch dargestellt. Vor allem vor dem Hintergrund einer Pandemie, wenn man die aktuelle Coronapandemie als Vergleich heran zieht.)

    Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Markus erzählt. Es werden aber auch die anderen Personen, denen er im Laufe der Geschehnisse begegnet, erhalten teilweise die Aufmerksamkeit des personalen Erzählers. Ich bin damit gut zurecht gekommen und wurde so auch umfassend informiert, bzw. war so ganz nah an den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten dran.

    Zum Ende gibt es eine Wendung, die ich so nicht erwartet habe und die das Buch in eine mystische Richtung brachte. Mir gefiel dies gut und macht auch neugierig, wie es wohl weiter gehen mag. Aber ich finde, man könnte das Buch auch durchaus als Einzelband lesen, obwohl das Ende offen bleibt.

    Wer das Buch gelesen hat, weiß, welche Szene ich bei diesem Bild im Kopf habe.

    Fazit: Ein Buch für Fans von Zombiegeschichten und Dystopien mit fantastischen Einflüssen.

    Mögt Ihr Rollenspiele? Dieses Buch könnte Euch auch gefallen: Kalt wie Eis

  • Rezension: Black Orchid – Unlimited Sin

    Rezension: Black Orchid – Unlimited Sin

    Infos:
    • Autorin: Katie McLane
    • Selfpublisherin
    • E-Book
    • 108 Seiten (als Print)
    • Start einer Reihe in Zusammenarbeit mit Kitty Harper
    Klappentext:

    Der exklusivste Club von New York. Zutritt nur mit persönlicher Einladung. Traust du dich?

    Als neuer Kanzleipartner darf Farell Undsworth sich über einen außergewöhnlichen Bonus freuen – ein Probemonat im „Black Orchid“. Der Club verspricht seinen ausgewählten Mitgliedern grenzenlose sinnliche Erfahrungen für Körper und Geist. Eigentlich perfekt, um seine Neigungen zu erforschen. Wäre da nicht diese unwiderstehliche Versuchung mit den talentierten Händen, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.

    Nie zuvor hat Vivica Brabston so heftig auf einen Mann reagiert und ihn erst beim zweiten Treffen berührt, auf beruflicher Ebene. Sich mit ihm einzulassen, könnte sie ihren Job kosten, es muss bei den Massagen bleiben. Oder gibt es einen anderen Weg, der wachsenden Begierde freien Lauf zu lassen?

    Dies ist der Auftakt zu einer extrem prickelnden Reihe rund um das „Black Orchid“, den exklusivsten Club New Yorks. Alle zwei Monate erscheint ein neuer Kurzroman, abwechselnd mit Kitty Harper.

    Meine Meinung:

    Ich erhielt das E-Book, nachdem ich einem Aufruf von Kitty Harper bei Instagram gefolgt war. Mir wurde eine Postkarte zugesandt, auf der ein QR-Code ist, der mich zur Facebook-Seite der beiden Autorinnen und dieser neuen Reihe führte. Dort konnte ich dann mein E-Book-Exemplar anfragen. Diese Aktion finde ich großartig, wird man so gleich in eine geheimnisvolle Gruppe Eingeweihter aufgenommen, ganz wie der Protagonist der ersten Geschichte, der auch nur auf persönliche Einladung den New Yorker Club betreten darf..

    In dem Club gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Freizeit zu verbringen. Neben Fitness- und Wellnessräumen werden auch andere körperliche Bedürfnisse der weiblichen und männlichen Clubmitglieder befriedigt, sei es kulinarisch oder sexuell.

    Die erste Kurzgeschichte der Reihe folgt dabei Farell und Vivica. Sie arbeitet als Physiotherapeutin, er hat eine Probemitgliedschaft abgeschlossen, da er als neuer Partner einer Anwaltskanzlei eine persönliche Einladung für den Club erhalten hat.

    Bei dem ersten Rundgang durch die Clubräume lernen die beiden sich kennen und es knistert von Beginn an zwischen ihnen.

    Die Geschichte entwickelt trotz der Kürze genug Tiefe, um die Protagonisten glaubwürdig und nahbar zu beschreiben. Einige Nebencharaktere runden das Ganze ab und machen neugierig, welche Entwicklung die Geschichte aus der Feder von Kitty Harper im zweiten Teil wohl nehmen wird.

    Ich habe Black Orchid – Unlimited Sin mit Genuss gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung, die bestimmt ebenso sinnlich und emotional wird.

    Die Sprache ist dem erotischen Setting angemessen, aber nicht vulgär und auch leicht lesbar. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und war ein wenig enttäuscht, als es schon zu ende war.

    Ich kann das Buch Fans von erotischen Liebesgeschichten empfehlen.

    Mehr Erotik?

    Eine etwas härtere Gangart schlägt Kitty Harper in Princess Unchained an. Meine Rezension dazu findet ihr hier *klick*.

  • Rezension: Rose – Humiliated

    Rezension: Rose – Humiliated

    Infos:
    • Autorin: Lima Strysa
    • Verlag: Heartcraft Verlag
    • Genre: Psychothriller / Dark Romance
    Klappentext:
    Rose, …

    Du weißt nicht, wie krank und verdorben die Menschen sind, meine unschuldige Rose. Aber du wirst es bald erfahren. Ich will, dass du mir gehörst, doch um mit mir zusammensein zu können, musst du durch die Hölle gehen. Wenn dein Körper bricht, ist deine Liebe stark genug, um deine Seele zusammenzuhalten?

    Kennst du deine Grenzen?

    Weißt du, wie viel du aushalten kannst? Weißt du, was du ertragen kannst, bevor du zerbrichst? Dieses Buch wird dir nicht nur deine Grenzen zeigen, es wird sie zerstören. Du solltest es wirklich nur lesen, wenn du bereit dazu bist. Nichts für schwache Nerven.

    Meine Meinung:

    Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Meine Meinung wurde dadurch allerdings nicht beeinflusst.

    Der Klappentext warnt davor, dass die Geschichte nichts für schwache Nerven ist. Und ich denke, das ist absolut berechtigt. Es ist richtig gut geschrieben, spannend, fesselnd und konnte mich für knapp drei Stunden komplett aus der Realität entführen.

    Entführung. Das ist auch ein passendes Stichwort für die Erlebnisse der Protagonistin, die von ihrem Freund Rose genannt wird. Er macht sich gerne einen Spaß daraus, sie einfach irgendwohin mitzunehmen, ohne vorher einen Ausflug oder ähnliches anzukündigen, was für sie anfangs sehr beängstigend ist. Er genießt es, ihr Angst und Schmerzen zu bereiten, betont dabei aber immer, wie sehr er sie liebt. Dabei ist Rose aber keineswegs das schwache Mäuschen, sondern weiß sich durchaus zur Wehr zu setzen, was mir an ihr sehr gefallen hat.

    So manche Szene in diesem Buch verdient dann auch die Bezeichnung ekelhaft und widerlich, hat mich aber nicht davon abgehalten, fiebernd weiter zu lesen, um zu erfahren, wie es weiter geht.

    Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt verraten, um niemandem die Spannung zu nehmen. Wie kommt Rose in den abgeschlossenen Raum? Was geschehen ihr dort für schockierende Dinge? All das sollten die geneigten Lesenden selbst ‚erlesen‘. Und ob Rose aus dieser Situation heil wieder heraus kommt, kann auch nicht verraten werden, da dieses Buch der erste Teil einer Reihe ist und mit einem entsprechenden Cliffhanger endet. (Ich habe der Autorin mein Missfallen über diese Tatsache bereits mitgeteilt..)

    Die Erlebnisse von Rose und Vicco werden jeweils von den beiden Protagonisten selbst geschildert, als würden sie dem jeweils anderen davon erzählen. Ich fand diese Erzählweise unglaublich passend, weil man so noch näher am Geschehen ist. Die Kapitel sind entsprechend mit Rose oder Vicco betitelt, so dass man nie durcheinander kommt.

    Mir waren die sogenannten Antagonisten teilweise sehr unsympathisch, was aber absolut den ihnen zugedachten Rollen entspricht. Auch habe ich bereits eine Vermutung über ein Geheimnis, dessen Lösung bis zuletzt nur zwischen den Zeilen angedeutet wird, und bin entsprechend gespannt auf die Fortsetzung. Zwischendurch musste ich sogar laut lachen. Ja, mein Humor ist speziell.

    Wenn ihr also gerne in düstere, brutale Welten abtaucht, könntet Ihr Euch bei Rose heimisch fühlen.

    Fazit: Wirklich nichts für schwache Nerven, aber so gut geschrieben!

    Noch mehr?

    Mögt Ihr es hart und schaut gerne in die Abgründe der menschlichen Seele? Dann könnte Mine ja auch ein passendes Buch für Euch sein. Hier *klick mich* geht es zu meiner Rezension.

  • Rezension: Keine Heilige

    Rezension: Keine Heilige

    Infos:
    • Autorin: Kate Rapp
    • Verlag: Selfpublishing
    • 444 Seiten, Taschenbuch
    • Debütroman
    Klappentext:

    Jessica Marple hat eine Ehekrise und einen pubertierenden Sohn. Sie ist keine Amateurdetektivin, sondern Krankenschwester am King´s College Hospital in London. Natürlich ist sie nicht verwandt mit Agatha Christies blaustrümpfiger Miss Marple, sondern genervt davon, ständig mit dieser fiktiven Spürnase in Verbindung gebracht zu werden. Das ändert sich, als eine schwer verletzte junge Frau, der nach einer Vergewaltigung beide Brüste abgeschlagen wurden und die nun ihr Gedächtnis verloren hat, auf ihre Station kommt. Sie beginnt, den ermittelnden Inspector bei seiner Arbeit zu unterstützen und versucht herauszufinden, wer diese junge Frau ist. Nebenbei entdeckt sie, dass die Verbindung ihrer Familie zu Agatha Christie weniger zufällig ist, als sie dachte. 

    Meine Meinung:

    Ich habe den Aufruf der Autorin bei Instagram gesehen. Dort verloste sie Belegexemplare an interessierte Blogger*innen, die das Buch zum Erscheinungstermin gelesen und rezensiert haben konnten.

    Da mich der Klappentext neugierig machte und ich durch die Bookstagram Klassenfahrt nach UK sowieso gerade im britischen Fieber war, bewarb ich mich für ein Exemplar. Ich hatte Glück und erhielt es bald per Post. Danke noch mal dafür! Meine Meinung hat das natürlich nicht beeinflusst. Die teile ich Euch jetzt mit.

    Das Buch nochmal in Szene gesetzt.
    Schade, schon zu ende!

    Das dachte ich als erstes, als ich das Buch beendet hatte. Ich habe Jess und Eddie gerne bei ihren Ermittlungen begleitet!
    Man war nie sicher, wer was getan hatte und wer wem was vormachte.

    Die verschiedenen Protagonisten in dem Buch haben alle Charakter und ich konnte der Handlung gut folgen.
    Die Kapitel beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln Opfer und Ermittler, die alle ihre eigenen kleineren und größeren Probleme haben. Auch die Täter sind greifbar und werden nachvollziehbar beschrieben.
    Wobei ich einigen nicht unbedingt im wirklichen Leben begegnen möchte.

    Dabei liegt der Fokus nicht allein auf den Ermittlungen, sondern liegt auch auf den Hintergrund-Geschichten der jeweiligen Personen, die mir teilweise sehr sympathisch waren. Was bei einigen Personen ein wenig länger gedauert hat, die dennoch durch ihre Eigenarten und ihre Charaktere die Geschichte bereichert haben.
    Der Schreibstil ist gut lesbar und an den richtigen Stellen mit der entsprechenden Sprache gewürzt.
    Keine Heilige ist allerdings kein Cosy Crime, jedoch auch nicht allzu harter Stoff. Für mich die richtige Mischung aus Krimi und Thriller mit einem kleinen Schuss Humor und einem guten Schuss Drama und Tragik.

    Ich hoffe, die Autorin nimmt uns bald wieder mit in die Welt der Krankenschwester und des Inspectors. Ich will doch wissen, wie sich die beiden weiter entwickeln und ob Inspector Wolfe tatsächlich noch seinen Vater kennen lernen kann.

    Diesen Krimi kann ich guten Gewissens Fans des Genres empfehlen.

    Weitere Leseempfehlung:

    Falls Ihr gerne besondere Krimis lest, könnte Euch auch Der Tag, an dem ich David B. ermorde von Victoria Abdo ebenfalls interessieren.