Kategorie: Allgemein

  • Buchvorstellung: Schatten der Provence von Pierre Lagrange

    Klappentext:

    Ein neuer Fall für Commissaire Albin Leclerc

    Die Vergangenheit wirft dunkle Schatten über die Provence

    Commissaire Albin Leclerc kommt nicht zu seinem wohlverdienten Ruhestand. Denn der Überfall auf einen Kunsttransport mit wertvollen Gemälden findet ausgerechnet kurz vor Carpentras statt. Der Coup geht schief, die Polizei entdeckt im Versteck der Räuber einen unbekannten Cézanne und einen Van Gogh. Alles weist darauf hin, dass sie aus einem geheimen Depot mit Nazi-Raubkunst stammen. Zum Ärger der beiden Polizisten Theroux und Castel mischt sich Albin mit seinem Mops Tyson in ihre Ermittlungen ein. Dabei ist er ihnen immer einen Schritt voraus. Als es Tote gibt, gerät Albin ins Visier der Täter. Plötzlich geht es für ihn um Leben und Tod…

    »Spannung hoch vier – den neuesten Krimi von Pierre Lagrange konnte ich nicht aus der Hand legen.«
    Freundin

    Ich habe das Buch bei einer Verlosung auf Lovelybooks gewonnen und werde es im Juni mit in den Urlaub nehmen. Dann werde ich im Anschluss berichten, wie es mir gefallen hat. Die Leseprobe fand ich jedenfalls schon sehr spannend.

  • Welttag des Buches

    Welttag des Buches

    Hallo Ihr Lieben!

    Wusstet Ihr, dass heute der Internationale Tag des Buches ist?

    Bildquelle

    Feiert Ihr diesen Tag? Macht Ihr etwas Besonderes oder ist es für Euch auch (wie für mich) ein ganz normaler Arbeitstag?

    In jedem Fall wünsche ich Euch ein paar tolle Lesestunden und einen wunderschönen Tag!

    Liebe Grüße

    Rabi

  • Rezension: Der Dämon und das Bauernmädchen von Doris E. M. Bulenda

    Rezension: Der Dämon und das Bauernmädchen von Doris E. M. Bulenda

    Klappentext:

    »Ich werde ein Engerl für euch rufen. Das wird über euch wachen, wenn ihr beieinanderliegt. Und den Samen vom Hans in die Agnes pflanzen. Dann wird das hübsche Mädchen bald guter Hoffnung sein.« Mit einem Kind wollen das junge Bauernmädchen und ihr Geliebter ihre Heirat erzwingen. Aber die Beschwörung geht schief, ein dunkler Dämon erscheint und entführt Agnes in seine Welt. Doch statt Angst und Schrecken erfährt Agnes ein wildes Feuerwerk der Leidenschaft, denn ihr dämonischer Gebieter ist ein wahrer Meister des Liebesspiels. Mit dem festen Vorsatz, das Bauernmädchen für sich zu gewinnen, greift er zu allen Tricks der lustvollen Verführung, wobei ihm seine ausgeprägte dämonische Anatomie zugutekommt.
    Ihrem Dämon hoffnungslos verfallen, entschließt sich Agnes, selbst zur Verfluchten zu werden, da ihr menschlicher Körper zu schwach ist, um dämonische Begierden in all ihrer Kraft zu erleben.
    Zu ihrem großen Glück findet die oberste Dämonin ein erotisches Interesse an Agnes und führt sie in das sinnliche Liebesspiel mit all seinen lustvollen Ritualen ein.
    Doch noch muss das Mädchen zurückkehren in die menschliche Welt, in der schreckliche Gefahren, aber auch heiße Versuchungen lauern

    Meine Meinung:

    Mir wurde das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich nochmals danken. Meine Meinung beeinflusst dies allerdings nicht.

    Mich hatte das Cover und der Klappentext angesprochen und ich wollte gerne wissen, ob mir die Geschichte auch so gut gefällt. Auf dem Cover küssen sich eine Frau und ein Mann. Soll der Mann Hans, den ersten Freund von Agnes, darstellen, ist das absolut misslungen, da dieser als leicht bucklig und schief gewachsen beschrieben wird. Falls allerdings der Dämon gemeint ist, trifft auch das die Beschreibungen nicht. Und den Dämon hätte ich gerne als Coverfigur gesehen. Der Rest des Covers passt dagegen durchaus in die mittelalterliche Stadt, die im Laufe des Buches vorkommt.

    Der Wechsel zwischen der Dämonenwelt und der Menschenwelt hat mir gut gefallen, obwohl beide Welten keine große Rolle spielen, was ich etwas schade finde. Es geht hauptsächlich um Agnes‘ Weg und die Entwicklung zur Dämonin, die sie durch verschiedene Rituale auslösen muss. Durch ihre Sturheit und Sorglosigkeit gerät sie allerdings in Lebensgefahr. Aber auch diese Handlungen sorgen für weitere Schritte in ihrer Entwicklung zur Dämonin.

    Manchmal sind mir aber einzelne Ausdrücke oder Sätze aufgefallen, die einfach nicht zum sonstigen Sprachgebrauch dieser scheinbar mittelalterlichen Welt passten. Ein Beispiel: „Da fahren wir Menschen voll drauf ab.“, „krass“ oder ähnlich moderne Ausdrücke, die mich aus dem Lesefluss rissen. Auch einige Namen von Dämonen waren nicht aussprechbar und ließen mich beim Lesen stocken, so dass ich diese Namen nicht bewusst mitgelesen habe.

    Die Autorin schreibt sonst leicht und flüssig lesbar, ihre Beschreibungen sind bildhaft und leicht vorstellbar. Obwohl die beschriebenen Sexszenen nicht viel Abwechslung bieten, sind diese nicht vulgär und durchaus fantasievoll, wenn es zum Beispiel um die Anatomie der Dämonen geht. Ich finde jedoch, dass diese Geschichte viel mehr Potenzial hat, als im Endeffekt ausgenutzt wurde, was wirklich schade ist, da mir die Ideen gefallen haben. So sind diese etwas sparsam ausgeführt und das Buch hätte hier und da ruhig mehr Tiefe haben können.

    Fazit: Durchaus abwechslungsreicher Erotikroman, der mir trotz kleiner Schwächen ein paar kurzweilige Lesestunden bereitet hat.

  • Besuch im Wortreich

    Besuch im Wortreich

    Meine Eltern planten einen Ausflug mit meiner Nichte und fragten mich, ob ich mitkommen möchte. Solchen Vergnügungen bin ich normalerweise nicht abgeneigt und war erst recht begeistert, als sie mir sagten, dass sie nach Bad Hersfeld ins Wortreich wollen.

    Was ist das Wortreich überhaupt?

    Das Wortreich bezeichnet sich selbst als Wissens- und Erlebniswelt für Sprache und Kommunikation. Hier findet Ihr die Webseite vom Wortreich: Klick mich! Na, wenn das mal kein tolles Ausflugsziel ist! Da nahmen wir gerne die dreistündige Anreise in Kauf.

    Ich war sehr gespannt und freute mich auf den Tag. Letztes Wochenende war es dann soweit.

    Mein Reisegepäck bestand aus meiner aktuellen Lektüre und meinem Smartphone, um für Euch, meine geneigten Leser, ein paar Eindrücke festzuhalten. Außerdem steuerte ich der Reiseverpflegung ein paar Donuts bei, während meine Eltern für die restliche Verköstigung gesorgt hatten. Warme Kleidung war auch vonnöten, da es einen Kälteeinbruch gegeben hatte. Derart gerüstet zogen wir los.

    Da es auf einem Teil unserer Strecke sogar schneien sollte, wurde kurzfristig umdisponiert und ich wurde zum Fahrer befördert, da mein Auto noch mit Winterreifen ausgestattet war, das meiner Eltern allerdings bereits Sommerreifen hatte. Also konnte mein Buch im Rucksack bleiben (niemand wollte mir vorlesen während der Fahrt..).
    Nach dem Frühstück ging es los.

    Die erste Hälfte der Strecke war die Autobahn noch recht stark befahren, auch einige Baustellen reduzierten unsere Durchschnittsgeschwindigkeit, aber wir kamen sehr gut durch und hielten nur einmal kurz an für eine kleine Trink- und Toilettenpause.

    Als wir ankamen, stellten wir das Auto in eine Tiefgarage und stärkten uns erst mal mit Brötchen und Würstchen aus dem Glas. Unsere persönlichen HotDogs to go. 🙂 Dann nahmen wir den kurzen Fußweg zum Wortreich in Angriff und betraten unser interessantes Ziel.

    Unten im Foyer war für eine Woche ein Brutkasten mit Hühnereiern des örtlichen Rassegeflügel-Zuchtvereins aufgestellt, in dem man den Küken beim Schlüpfen zusehen konnte.

    Eines war gerade frisch geschlüpft, in einem weiteren Ei war bereits ein kleines Loch. Und nebenan wuselten die flauschigen Kükenkinder in einem separaten Glaskasten. Daneben saßen Mitglieder des Vereins, die man nach ihrem Geflügel ausfragen konnte.

    soooo flauschig!!!
    Leider habe ich mir nicht die Rassebezeichnung gemerkt. Aber wunderschön anzusehen sind sie alle!

    Wir haben uns aber nicht lange mit dem „Federvieh“ aufgehalten, sondern sind direkt in die Ausstellung im 1. Stockwerk gegangen, wo uns eine Unmenge an neuen Eindrücken und Wissenswertem erwartete! Das Hauptaugenmerk liegt auf spielerischer Entdeckung von Sprache. Jeder Bereich wird mit einer Geschichte aus dem Leben von Konrad Duden und seiner Familie eingeleitet. Man kann an vielen verschiedenen Stationen Dinge ausprobieren und Neues entdecken.

    Meine Familie war begeistert. Ich hatte allerdings auf ein wenig mehr „trockene“ Faktenvermittlung gehofft. Ich liebe Museen und lerne sehr gerne Neues. Dabei finde ich es großartig, wenn ich etwas über die Herkunft von Sprache und ihre Entwicklung lernen kann. Dies wird im Wortreich auch vermittelt, aber oft nur in Teilen und nicht detailliert. Meinetwegen hätte es noch mehr Informationen geben können. Gerne auch als Sachbuch, welches man anschließend im Shop käuflich erwerben kann.

    Wir haben viele verschiedene Sachen ausprobiert. Leider waren nicht alle Stationen einwandfrei nutzbar. Mal war ein Kopfhörer nicht ganz in Ordnung oder irgendeine Funktion klappte nicht auf Anhieb. Aber es hat uns viel Spaß gemacht. Sogar meine Nichte, die sich sonst schnell langweilt, weil sie vieles einfach nicht interessiert, hat sich sehr gut amüsiert.

    Nach drei Stunden waren wir einmal durch die Ausstellung und traten den Heimweg an. Auf der Rückfahrt überlegten wir, was wir alles gesehen und erlebt hatten. Es war so viel, dass es uns teilweise nicht sofort einfiel oder erst später, als wir uns die Fotos noch einmal ansahen.

    Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall für alle Altersgruppen. Ich denke, für ganz kleine Kinder ist es noch nicht so spannend. Aber sonst können alle dort auf ihre Kosten kommen, die Spaß an interaktivem Lernen und Freude an Sprachen haben.

    Wir sind abends jedenfalls müde und voller neuer Eindrücke zu Hause angekommen. Das war ein toller Tag! Wir hatten viel Spaß, haben gelernt, gesungen und gelacht. Wer mag, kann sich jetzt noch ein paar Fotos ansehen. Leider bin ich ja selbst gefahren, sonst hätte ich Euch sicher ein paar mehr Landschaftsaufnahmen mitgebracht. (In meiner Familie macht niemand so viele Fotos wie ich..) ^.^‘

    spannende Infos aus aller Welt
    Mit Hirnströmen einen kleinen Ball bewegt!
    Blick aus dem Fenster
    wunderschönes Gelände
    unterwegs
    was für eine schöne Landschaft!
    meine Ausbeute

  • Ostergruß

    Ostergruß

    Hallo Ihr Lieben!

    .. ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn ..

    Ich wünsche Euch allen frohe Ostern und eine schöne Zeit im Kreise eurer Lieben.

    Was habt Ihr denn an diesem Wochenende so vor?

    Hoffentlich findet Ihr ein wenig Entspannung und habt eine wundervolle Zeit!

    Ich bin zu zwei Geburtstagen eingeladen, werde mit meiner Familie grillen und zum Osterfeuer gehen und will dazwischen einfach ganz viel lesen.

    Bei Lovelybooks findet gerade ein Lesemarathon statt. Mal sehen, ob ich es schaffe, mich dort regelmäßig zu beteiligen. Seid Ihr dabei?

    Liebe Grüße

    Rabi

  • Buchvorstellung: Feindbild Frau von Rolf Pohl

    Buchvorstellung: Feindbild Frau von Rolf Pohl

    Klappentext:

    Sexuelle Gewalt ist männlich. Täglich konfrontieren uns die Medien mit Berichten über „normale“ sexuelle Belästigungen, Vergewaltigungen oder gar Sexualmorde. Was sind die tieferen Ursachen für dieses Verhalten? Rolf Pohl kommt zu der Erkenntnis, daß diesen Gewaltformen eine ambivalente bis feindselige Einstellung zu Frauen zugrunde liegt, die als Tendenz bei fast allen Männern nachweisbar ist. Weiblichkeit wird von Männern unbewußt als Bedrohung erlebt und deshalb abgewehrt. Pohl weist nach, daß die gängigen Erklärungsversuche zu kurz greifen, die sexuelle Gewalthandlungen ausschließlich als Ausdruck männlicher Macht deuten und die Sexualität des Mannes unberücksichtigt lassen.

    Der Autor verknüpft den Ursprung geschlechtsbezogener Gewalt mit der geschichtlich-gesellschaftlichen Entstehung und Entwicklung der männlichen Sexualität und ihrer phallisch-aggressiven Ausrichtung. Denn entscheidend sind nicht allein die Triebgrundlagen von Sexualität und Aggression, sondern ihre Bindung an das gemeinsame Objekt: die Frau. Die typisch männliche Gewaltbereitschaft entspringt einer aus Lust, Angst, Neid, Wut und Hass bestimmten unbewußten Einstellung zur Weiblichkeit.

    Anhand einschlägiger ethnologischer und kulturvergleichender Studien zeichnet der Autor zunächst nach, wie unter dem Druck vorherrschender Männlichkeitsbilder die Verbindungen von Sexualität und Aggressivität auch in die Körper eingeschrieben werden. Männliche Initiationsriten unter Ausschluß der Frauen und der gesellschaftlichen Abwertung von Weiblichkeit sind für die kulturelle Erzeugung hegemonialer Männlichkeit entscheidend. Im weiteren untersucht Pohl die Wege der männlichen Sozialisation in westlichen Gesellschaften und setzt sich kritisch mit psychoanalytischen Erklärungsansätzen auseinander, die er mit neueren sozialpsychologischen Forschungen konfrontiert. Abschließend diskutiert der Autor das Verhältnis von männlicher Sexualität und Destruktionslust am Beispiel von Massenvergewaltigungen unter Kriegsbedingungen aus jüngster Zeit.

    Hass und Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen, so die Kernthese des Autors, ist auch als Ergebnis einer Leugnung und Abwehr der männlichen, auf den weiblichen Körper gerichteten Begierde zu verstehen. Die durch Frauen ausgelöste sexuelle Erregung bestätigt die Abhängigkeit des Mannes und entlarvt die im männlichen Autonomiewunsch enthaltene Idee vollkommener Beherrschung und Kontrolle als wahnhafte Illusion.

    Rolf Pohl, Jg. 1951, lehrte bis 2017 am Psychologischen Institut der Universität Hannover. Im Offizin Verlag erschien von ihm bereits: Normalität und Massenpathologie – Ernst Simmel. In: Judentum und politische Existenz. 2000; Normalität und Pathologie. Sozialpsychologische Anmerkungen zum Umgang mit der NS-Gewalt in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. In: Gewalt und Zivilisation in der bürgerlichen Gesellschaft. Kritische Interventionen, Bd. 6. 2001. Er gab mit Joachim Perels den eben erschienen Band heraus: Nazi-Täter in der deutschen Gesellschaft. Offizin Verlag 2002

    Das Buch wurde bei der Lesung im Literaturhaus erwähnt. Leider ist es momentan vergriffen, wird aber bald in überarbeiteter Fassung neu heraus gegeben. Ich werde es dann ganz bestimmt auch lesen. Das Thema interessiert mich sehr. Rolf Pohl hat bei dem Gespräch im Literaturhaus viele interessante und spannende Dinge über Geschlechterrollen und die Frauen im besonderen gesagt. Ich habe ihm sehr gerne zugehört.